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    20. Deutsches und 30. Mitteldeutsches Münzsammlertreffen vom 9. bis 11. Juni 2023 in Dresden
    Numismatik in Sachsen. Kurfürstentum – Königreich – Freistaat

    Die Deutsche Numismatische Gesellschaft e.V., der Numismatische Verein zu Dresden e.V. und das Münzkabinett Dresden laden Sie zum 20. Deutschen und 30. Mitteldeutschen Münzsammlertreffen in das Residenzschloss Dresden ein.
    Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Dresden, Herrn Dirk Hilbert, sowie der Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Frau Prof. Dr. Marion Ackermann.

    Hauptprogramm
    Freitag 09. Juni 1923, Residenzschloss, Hans-Nadler-Saal

    • ab 14:00 Uhr Anmeldung in der Direktion des Münzkabinetts
    • 17:00 - 17:30 Uhr Uhr Eröffnung und Grußworte
    • 17:30 - 18:00 Uhr Vergabe Eligiuspreis
    • 18:00 - 18:30 Uhr Vortrag des Eligiuspreisträgers Ulf Dräger
    • ab 19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen


    Samstag 10. Juni 2023, Residenzschloss, Hans-Nadler-Saal

    • 09:00 Uhr Eröffnung durch Dr. Barbara Simon
    • 09:15 - 10:00 Uhr Mario Weidner: 150 Jahre numismatisches Vereinsleben in Dresden
    • 10:00 - 10:45 Uhr Dr. Frank Berger: Das Einkommen von Dichtern, Denkern (und Numismatikern) im Sachsen der Goethezeit
    • 10:45 - 11:15 Uhr Kaffeepause
    • 11:15 - 11:45 Uhr Jan-Erik Becker: Die Münzstätte Dresden von den Anfängen bis zu ihrer Schließung 1887
    • 11:45 - 12:30 Uhr Dr. Rainer Grund: Der sächsische Münzgraveur und Medailleur Max Barduleck – Eine Würdigung des Künstlers zum 100. Todestag
    • 12:30 - 14:00 Uhr Mittagspause
    • 14:00 - 14:45 Uhr Prof. Dr. Paul Arnold: Die Entwicklung des Wappens auf den Münzen der sächsischen Kurfürsten
    • 14:45 - 15:30 Uhr Dr. Johannes Eberhardt: Das Dresdener Musikleben im Medaillenfokus
    • 15:30 - 16:15 Uhr Dr. Frank Metasch: Trauma Hyperinflation. Währungsverfall und Währungsreform 1923 in Sachsen
    • 16:15 - 16:30 Uhr Ilka Hagen: Kurze Einführung in die aktuelle Sonderausstellung des Münzkabinetts
    • 16:30 - 18:00 Uhr Freier Rundgang durch die Dauer- und Sonderausstellung des Münzkabinetts
    • ab 18:00 Uhr gemeinsames Abendessen


    Sonntag 11. Juni 2023, Café Friedrichstadt

    • 09:30 - 12:00 Uhr Münzbörse
    • 10:00 - 12:00 Uhr Hauptversammlung der DNG

    Alternativ- und Partnerprogramm
    Freitag, 9. Juni 2023

    • 15:30 - 16:30 Uhr Führung durch die Wettiner Gruft in der Hofkirche


    Samstag, 10. Juni 2023

    • 10:00 - 18:00 Freier Rundgang durch die Ausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
    • 11:15 - 12:00 Führung Gedenkraum Sophienkirche


    Sonntag, 11. Juni 2023

    • 10:00 Uhr Führung Napoleonzimmer und Neptunbrunnen (ehemaliges Palais Brühl-Marcolini)
    • 11:00 Uhr Führung Katholischer Friedhof (mit den Grabstätten von Carl Maria von Weber, Gerhard von Kügelgen u.a.)

    Tagungsmedaille
    Es wird eine Tagungsmedaille in Bronze und Silber geben. Die Erwerbung der Silber-Variante ist nur mit Vorbestellung möglich.

    Alle weiteren Informationen zur Anmeldung, Tagungsgebühren etc. findet ihr unter dem folgenden Link
    Link zu weiteren Informationen und dem Anmeldeformular

    Ein freundliches Hallo in die Runde,

    die untenstehende Porzellanmedaille habe ich kürzlich erworben. Sie scheint eine Abformung der Vorderseite einer 82mm großen Medaille von Karl Goetz (1875-1950) zu Ehren des 100. Todestags der Königin Luise im Jahre 1910 zu sein, wie anhand der Abbildung an sich und der noch schwach erkennbaren Künstlersignatur zu entnehmen ist.

    Die Porzellanmedaille selbst hat einen Durchmesser von 81 mm, wobei (den Rand abgerechnet) der Durchmesser des reinen Medaillenabbilds bei ca. 71 mm liegt, also rund 14% kleiner ist als das in Bronze bekannte Stück (Schwindmaß beim Brennen von Porzellan) .

    Anhand der Form der Schwerter gehe ich von einer Anfertigung ab 1934 aus. Leider kann ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln keine weiteren Daten zu dieser Porzellanversion finden.

    Vielleich ist jemandem hier etwas darüber bekannt?

    Gruß
    Mario

    Die Kursächsischen Münzprägungen von 1630 zur Jahrhundertfeier der Augsburger Konfession waren schon immer beliebte Sammlerobjekte. Es gibt sie als Gold- und Silbermünzen in großer Vielfalt vom kleinen Achteltaler bis zur großen und seltenen 12-Dukatenstück.

    Durch die hohe Prägeanzahl (nach meiner Schätzung ca. 50.000 Stück) und die im Jahre 1630 in Dresden noch genutzte Technik der Hammerprägung wurden viele Varianten hergestellt, von denen einige sehr häufig und andere dagegen sehr selten sind. Und so kann es durchaus passieren, dass man eine Münze in den Händen hält, deren Erscheinungsbild abweicht von den in der Literatur beschriebenen Varianten.

    So erging es auch mir bei meinem ersten Taler dieser Gattung. Während sich zu anderen Münzen stets identische Abbildungen in der Literatur oder anderen Auktionen finden ließen, blieb dieser Taler lange ein einmaliges Stück.

    Auch der Verdacht einer Fälschung war nicht ausgeschlossen, bis mir der Direktor des Dresdner Münzkabinetts Herr Dr. Grund aus dem Bestand des Münzkabinetts ein 2-Talerstück identischer Prägung vorlegte.

    Der Anlass zu einer umfassenden Recherche der Stempelvarianten war geboren. Das Ergebnis meiner Bemühungen, die in der Literatur und in den Sammlungen und Auktionen vorkommenden Varianten der Münzprägungen von
    1630 zur 100-Jahrfeier der Übergabe der Augsburger Konfession zu erfassen und zu beschreiben, führte zum Aufbau einer Datenbank mit derzeit über 1.100 erfassten Exemplaren aus Museen, Sammlungen und Auktionen der letzten 100 Jahre. Auf Basis dieser Daten entstand eine Klassifizierung der verwendeten Ober- und Unterstempel aller Nominale. sowie der Veröffentlichung des demnächst verfügbaren Buchs "Kursächsische Talerprägungen von 1630 zur Jahrhundertfeier der Augsburger Konfession".

    Dem Leser und Sammler wird mit diesem Buch erstmalig eine umfassende Aufstellung der vorgefundenen Varianten an die Hand gegeben, die es ihm erlauben, vorliegende Münzen dieses Typs zu bestimmen und auch hinsichtlich ihrer Häufigkeit zu bewerten. Das Buch führt außerdem durch die Geschichte dieser Münzen, die in Dresden inmitten der Wirren des Dreißigjährigen Krieges geprägt wurden, es beschäftigt sich mit der möglichen Herkunft der abgebildeten Motive und geht auf die bisher vorgefundene Literatur ein.

    Auszüge daraus werden auch auf meiner Homepage erscheinen.


    ISBN: 978-3-750299-66-5

    Hallo liebe Münzfreunde,

    mich treibt grade die Frage an, ab wann ein Taler als breiter Taler bezeichnet werden kann oder sollte.
    Im Netz liest man dazu, dass lt. dem Zusatz zur 2. Augsburger Reichsmünzordnung (1566) der Durchmesser der Taler auf 40 bis 44 mm festgelegt sei.

    Weiß jemand, wo man dazu die Originalquelle findet? In den Beschreibungen zur Münzordnung 1566 finde ich nichts zu den Durchmessern der Münzen...

    Gruß
    Mario

    Hallo,

    ich habe hier ein 20-Markstück vorliegen, das bei unauffälligen 22,5mm Durchmesser und 1,45mm Dicke 7,99g auf die Wage bringt.
    Soviel ich weiß, waren maximal 2,5 Tausendstel Gewichtstoleranz zu 7,96g erlaubt also max. 7,979g

    Der linke Rand ist mir auch nicht ganz koscher...

    Was soll man davon halten?

    Gruß
    Mario

    Liebe Sammlergemeinde,

    da mich das Thema nicht losgelassen hat, suche ich für die Stempelrecherche mit nachfolgender Publikation noch weitere Exemplare von kursächsischen Talern von 1630
    (Johann Georg I.) zur 100-Jahrfeier der Augsburger Konfession.

    Es werden die Stempel mit 45 mm Durchmesser untersucht. Also 1 Taler und größer sowie Dukatenstücke ab 6 Dukaten (ggf. auch 5 Dukaten wenn mit 45 mm Stempel geprägt)

    Ich freue mich über jede Zusendung von Bildern der Vorder-und Rückseiten der Münzen. Es müssen keine hochaufgelösten Fotos sein. Es genügt, wenn man die wesentlichen Merkmale erkennen kann.

    Gruß

    Mario Weidner

    Hallo,

    hat jemand einen Tip, wo ich Informationen zur Haltbarkeit von Stempeln speziell bei Hammerprägung finden kann?

    Ich fand bisher nur Folgendes:
    "Bei der Hammerprägung waren die Oberstempel einem stärkeren Verschleiß ausgesetzt als die Unterstempel, so daß man bei der Untersuchung antiker Münzen mehr Stempelunterschiede bei den Rückseiten als bei
    den Vorderseiten findet."
    [Quelle: http://www.geldgeschichte.de/downloads/6553…_Fenster_21.pdf]

    und:

    "Der Unterstempel hielt im besten Fall 10.000 Schläge aus. Der Oberstempel, der den Hammerschlag direkt abbekam, mußte deutlich früher erneuert werden.
    [Quelle: http://www.geschichte.uni-wuerzburg.de/institut/fraen…-im-mittelalter]


    Gruß
    Mario

    Hallo,

    Es gibt bestimmte 6-, 8-, und 10-fache Dukaten wie in den untenstehenden Links, die als Abschlag vom Talerstempel bezeichnet werden.
    Sie zeichnen sich dadurch aus, dass hinter den gekreuzten Zainhaken (Zeichen von Münzmeister Hans Jakob) ein kleines Röschen zu finden ist (beschrieben z.B. in Baumgarten 316).

    Leider konnte ich noch keinen Taler in dieser Ausprägung finden. Sind jemandem hier solche Exemplare bekannt?

    Dukaten:
    https://skd-online-collection.skd.museum/Details/Index/2680500
    https://www.sixbid.com/browse.html?au…267&lot=2085809
    https://archive.org/details/seabys…e_r7j5/page/131

    Gruß
    Mario

    Hallo,

    mittlerweile habe ich eine Kopie mit den interessierenden Einträgen und Abbildungen bekommen. Ich klassifiziere immernoch an den Talerprägungen zur 100-Jahrfeier der Übergabe der Augsburger Konfession herum. (siehe hier --> Link bzw. hier --> Link)
    In der Literatur wie: Juncker (1699), Tenzel (1705), Madai (1765), Daßdorf (1801), Erbstein bzw. Engelhardt (1888), Merseburger (1894),
    Schnee (1982), Whiting (1983), Brozatus (2015), Clauss/Kahnt (2006)
    wird (zwar mit zunehmendem Maße) auf die Varianten hingewiesen aber eben nicht umfänglich.

    Mit heutigen Mitteln kann man auf eine große Datenmenge an (verkauften oder angebotenen) Exemplaren incl. Bildmaterial zugreifen.
    Da ich beruflich viel mit Datenbanken zu tun habe sagte der kleine Mann im Ohr "Du musst das aufarbeiten und klassifizieren!!"
    Und daran arbeite ich nun..
    Interessante Erkenntnisse bisher:
    - die Anzahl der Vorderseitenstempel ist recht überschaubar
    - die Anzahl der Rückseitenstempel ist fast 4 mal so groß (das wird wohl der Oberstempel gewesen sein)
    - Replika aus Russland stammen alle von dem selben Exemplar ab
    - die Beschreibungen von Daßdorf sowie Erbstein (Engelhardt) sind recht umfangreich
    - K.P. Brozatus gibt falsche Daßdorf-Nummern an
    - die Aussage, dass bestimmte 10-Dukatenstücke aus großen Sammlungen von den Talerstempeln (siehe Anm. Schnee S. 332) geprägt wurden, bezweifele ich
    - 1/4 der Taler-Exemplare wechselt nach ca. 2 Jahren den Besitzer (manchmal sogar über den selben Händler)
    - große Händler kaufen bei kleineren Händlern, die bei kleinen Händlern kaufen
    - zu einer Münze "ABCDE 109" hinzuschreiben ist viel einfacher, als nachzusehen, ob sie wirklich wie in ABCDE 109 beschrieben aussieht.
    - Literatur kann sehr widersprüchlich sein


    es bleibt spannend (und der nächste Besuch im Dresdner Münzkabinett ist vorprogrammiert!)
    Viele Grüße
    Mario (Weidner)

    Hallo liebe Münzfreunde,

    ist hier zufällig jemand im Besitz des Buches "Martin Luther und die Reformation auf Münzen und Medaillen : Sammlung Prof. Robert B. Whiting" und könnte mir daraus Auskunft erteilen?
    Ich suche die Informationen zu den Nummern 105..116. (Reichstaler 1630 zum 100. Jahrestag des Augsburger Bekenntnisses)

    Viele Grüße aus Dresden
    Mario

    Liebe Sammler,

    seit Tagen läßt mich eine Münze nicht los. Es handelt sich um den/die sächs. Reichstaler von 1630 (Münzstätte Dresden, Hans Jakob) zum 100. Jahrestages des Augsburger Bekenntnises (siehe auch --> hier in diesem Forum).
    Ich finde dazu im Netz nur zwei Katalogeinträge Davenport 7605A und Davenport 7606

    Durch Bildvergleiche finde ich deutlich mehr Variationen bei:
    - Buchstaben in SECULUM und LUT(H)ER
    - linke Hand von Johann Georg
    - "J" in Juny (mit und ohne Verzierungen)



    Eckiges „E“ und breites "U" in SECULUM“, LUTHER in Umschrift, li. Hand am Schwert


    Rundes „E“ und zartes U mit Schnörkel in SECULUM“, LUTHER in Umschrift, li. Hand nicht zu sehen


    Eckiges „E“ und breites U in SECULUM“, LUTER in Umschrift, li. Hand am Rand


    Eckiges „E“ und breites U in SECULUM“, LUTHER in Umschrift, li. Hand am Rand


    Rundes „E“ und breites U in SECULUM“, LUTHER in Umschrift, li. Hand am Schwert, Keine Wappen in Umschrift auf Rev.,

    Welche Variantionen sind noch so bekannt/katalogisiert?

    Gruß
    Mario