Posts by Silva_Nigra

    Also, ich habe einen Tipp aus einem anderen Posting gelesen, nämlich in https://www.acsearch.info zu suchen. Ich hatte dort mehrere Münzen mit diesem Symbol gefunden, die mir alle die gleichen paar Erkenntnisse geliefert hatten:

    Es handelt sich wohl um Price 862A, das Münzsymbol zeigt ein Aphlaston und die griechische oder makedonische Münzstätte ist unsicher. Schade, mehr ist wohl nicht herauszuholen.

    Hallo zusammen,

    darf ich nochmal um eure Expertise bitten? Ich habe hier nochmal eine schon etwas gebrauchte Alexander III Drachme und ich wollte die Münzstätte und Price-Nummer herausfinden. Auf der Pella und Nomisma Seite habe ich nur Symbole mit Buchstaen gefunden, die ich suchen konnte, aber keine ohne Buchstaben. Auch auf anderen Münzseiten und bei einer Google Lens Suche habe ich nichts gefunden, das mir weiterhalf.
    Kennt vielleicht hier jemand dieses Symbol oder kann mir Tipps geben, wo ich weitersuchen könnte? Vielen Dank im Voraus schon mal,

    beste Grüße,

    silva_nigra

    Die etwas raue und löchrige Oberfläche hatte mich zuerst an eine moderne Gussfälschung erinnert. Als ich jedoch das letzte Photo war mir sofort klar, dass es sich um eine "zeitgenössische" Fälschung in Form einer silberplattierten Drachme handelt, bei der der ummantelte Kupferkern in den Löchern zu sehen ist. Also nichts für ungut. Eine eher selten anzutreffende antike Fälschung. Interessantes Stück!

    Vielen Dank euch beiden für die interessanten und hilfreichen Erklärungen - und auch für die links. Wieder mal viel gelernt - u.a., dass es auch noch den Ausdruck ὑποχάλκος für subaeratus oder Fourrée gibt. In diesem Fall behalte ich diese Münze natürlich gerne und gebe sie nicht zurück.

    Ich hatte die Münze heute zwar zum Wiegen mit ins Geschäft genommen, aber leider auch ungewogen wieder mit zurück gebracht, weil ich dort doch zu sehr abgelenkt war. Aber ich werde nächste Woche das Gewicht noch nachtragen, das ist ja durchaus auch noch wichtige Information.

    Beste Grüße und Ευχαριστώ πολύ

    Silva_Nigra

    Hallo ischbierra,

    Also, der Durchmesser variiert von 17.1 - 17.8 mm, das Gewicht ist wie erwartet 4 g auf unserer Küchenwaage. Die ist leider nicht genauer, ich nehme die Münze aber morgen mit ins Geschäft und kann sie dort genauer wiegen.

    Der Rand ist nicht glatt und hat keine Naht, ich habe hier mal ein paar Fotos:

    Bei dem Fleck bin ich etwas unsicher, ich glaube es ist Korrosion. Vielleicht siehst du das besser? Ich habe auch nochg mal ein paar Nahaufnahmen mit unterschiedlicher Beleuchtung:

    Und schließlich zur Rückseite, auch da bin ich mir nicht sicher, es sieht halt dunkel aus in den Löchern ;)

    Vielleicht erkennst du als Profi ja mehr... Ich weiß vor allem nicht, ob solche Löcher auch "natürlich" sein können, oder ob das quasi ein Beweis für eine Gussfälschung ist.

    Hallo zusammen, nach längerer Zeit habe ich mal wieder eine antike Münze bei ebay erworben, eine Alexanderdrachme , nach Münzzeichen wohl von Milet, sieht aus nach Price 2088-2091. Die Abbildung in ebay war etwas unscharf; als ich sie erhalten hatte sind mir gleich die vielen kleinen Löcher in der Oberfläche aufgefallen, ich fand, sie sehen aus wie die oft beschriebenen Gussporen, die auf eine Gussfälschung hinweisen. Ich wollte sie deswegen zurückgeben, der Verkäufer wollte sie aber nicht zurücknehmen mit dem Hinweis, dass er sie bei einem Händler als echt erworben hatte.

    Wie ist euer Eindruck davon? Gäbe es eine andere natürliche Erklärung für die Poren, z.B. eine scharfe Reinigung?

    Vielen Dank im Voraus,

    Silva_Nigra

    So, habe die Münze mal ein paar Stunden in Aceton gebadet und sie sieht noch gleich aus wie zuvor. Wird also Patina sein...

    Auf die 284 V bin ich nur gekommen, weil meine dieser viel ähnlicher sieht, von Patina und Ähnlichkeit der Ausarbeitung der Motive - das ist dann wohl nicht der ganz richtige Ansatz...
    Wahrscheinlich hast du recht mit 284, die Buchstaben sind dermaßen vollpatiniert, dass ich nicht einmal erkennen kann, ob es sich bei einer Erhebung am Rand um einen ganzen oder einen halben Buchstaben handelt oder um einen Punkt. Dazu fehlt mir einfach momentan noch die Erfahrung, aber ich kann auch so ganz gut mit dem bisherigen Ergebnis leben und ich habe ja auch einiges dabei gelernt.
    Vielen Dank nochmals!
    Silva_Nigra

    Vielen Dank für eure schnellen Antworten und die hilfreichen Hinweise. Jetzt, wo es klar ist, was es heisst, kann ich auch CONSTANTINVS IVN N C herauslesen ;)
    Besonders die Erklärung mit der Patina oder evtl. dem Kleister ist natürlich viel befriedigender als eine obskure Fälschung. Aber mich hatten eben dieses verschwommene Bild, die glänzende Oberfläche und auch die Kratzer misstrauisch gemacht.

    Mit euren Hinweisen, würde ich auch eher sagen, dass die Münze noch etwas näher an dieser hier dran ist:
    http://wildwinds.com/coins/ric/cons…IC_vII_284v.jpg

    Ich habe halt den Vorteil, dass ich die Münze und eine Lupe direkt in der Hand halten kann, während ihr nur ein paar kleine Bilder habt...
    Handelt es sich eigentlich bei London RIC VII 236 und London RIC VII 284v um grundlegend unterschiedliche Münzen? Motiv, Beschriftung etc. sind ja bei beiden gleich. Oder kann es sein, dass der eine Münzstempel aus dem anderen nachgearbeitet wurde? Vielleicht eher nicht, weil die Altarseite auf beiden doch unterschiedlich aussieht. Und so gaaaanz genau trifft die vorliegende Münze keine der beiden abgebildetet, aber ich denke, das darf man auch nicht erwarten, oder?

    Und vielleicht noch eine Frage: Sollte man, falls es sich hier um einen Kleister handelt, diesen entfernen, und falls ja wie. Und wie könnte man das herausbekommen ob es ein Lack oder so etwas ist - in Aceton legen? Oder ist es eindeutig und klar, dass es sich wirklich um eine Patina handelt?

    Danke nochmals für die Hilfe und für eventuelle weitere Antworten.

    Viele Grüße Silva_Nigra

    Hallo, da bin ich wieder…
    Ich hatte bei meinem Römischen Los eine Münze dabei, die mir ziemlich seltsam vorgekommen ist. Eigentlich ist der Erhaltungszustand gar nicht so schlecht, trotzdem ist die Schrift fast unleserlich. Die einzelnen Buchstaben sehen aus wie einzelne Blöcke, die Motive Altar (VOT IS XX) mit Globus und Büste nach links erscheinen sehr einfach, fast primitiv gearbeitet.

    Auch hatte ich große Mühe mit der Bestimmung: Von einzelnen Buchstaben und deren Anzahl müsste auf der Vorderseite CONSTANTI – NVS PF AVGstehen, auf der Rückseite BEATA TRAN – QUILLITAS. Diese Kombination ist aber sehr selten, normalerweise fehlt das "PF" bei diesem Typ, soweit ich das gesehen hatte – aber das muss nichts heißen, ich bin noch ein blutiger
    Anfänger.

    Der Mintmark ist auch sehr schwierig zu entziffern: LON könnte man lesen, aber dieser Typ sollte wohl PLON auf den Konstantinmünzen zeigen. Vielleicht ist das P auch mit dem Altarfundament verschmolzen, jedenfalls erscheint mir diese Münze reichlich seltsam. Sie hat übrigens einen mittleren Durchmesser von 20 mm.

    Was haltet ihr davon?
    Beste Grüße,

    Silva_Nigra

    Zuerst einmal vielen Dank für den freundlichen Empfang und - wow, ja, ich bin beeindruckt, wie schnell das geht. Gerade erst eingestellt und schon ein paar Stunden später sind alle Rätsel gelöst.

    Vielen herzlichen Dank dafür, ohne eure Hilfe hätte ich nichts gefunden und nicht gewusst, wo ich suchen muss.

    Tube: Auf der Alexandermünze habe ich kein weiteres Münzzeichen gefunden, kein Dreizack, kein Stern, kein Delta, unter der Keule war alles leer; evtl. ist etwas über dem Köcher unter dem Belag, aber ich glaube nicht und versuche auch lieber nicht, ihn zu entfernen.

    Ich weiß gar nicht wie ich mich revanchieren kann, mit meinem spärlichen Münzwissen wohl kaum :S Vielleicht hat ja jemand einen alten Brief, da könnte ich gerne helfen...

    Danke und Gruß,

    Silva_Nigra

    So, hier ist die dritte der Münzen. Sie hat einen Durchmesser von 24 mm und ist 1-2 mm dick. Ich erkenne auf beiden Seiten eine belorbeerte (?) Büste und eine Schrift, von der ich nur einzelne Buchstaben erkennen kann, und die auch nicht sicher. Ich hänge mal Fotos an, zwei davon habe ich versucht so zu machen, dass man die Schrift lesen kann.
    Was könnte dies für eine Münze sein?
    Vielen Dank schon mal für eure Bemühungen.

    Hier wäre nun die zweite Münze aus besagtem Los: Auch sie hat 17 mm Durchmesser ist mit 2 mm auch dick, aber nicht so dick wie die erste.
    Auf der Vorderseite erkenne ich einen behelmten Kopf, auf der Rückseite einen Mann mit erhobenen Händen? Dreht man sie um 90 Grad kann man sich auch ein springendes Tier vorstellen. Am rechten Rand ist klar ein Omega zu erkennen.
    Kennt jemand diese Art von Münzen?

    Ich weiß nicht, ob dies das richtige Vorgehen ist. Ich antworte mal auf meinen eigenen Beitrag und beschreibe die 3 Münzen näher.
    Also, die erste hat einen Durchmesser von 17 mm, ist ziemlich dick: 3 mm, zeigt auf der Vorderseite einen Kopf, auf der Rückseite, tja was? Eine Fackel und eine Keule (?), dazwischen einige Buchstaben, die ich leider nicht entziffern kann.
    Vielleicht seht ihr ja was?

    Hallo,
    dies ist mein erster Beitrag, ich hoffe ich mache nicht alles falsch :S .
    Ich bin ein ziemlicher Anfänger mit Münzen, ich bin über badische Briefe - badische Münzen- schließlich zu römischen Münzen gekommen, vielleicht auch weil aus meinem unerfüllten Berufswunsch Archäologe nichts geworden ist...
    Jedenfalls hatte ich kürzlich bei einem Auktionshaus ein Los von 40 römischen Kupfermünzen erworben. Über viele Tipps, die ich vor allem in diesem Forum gefunden hatte, ist es mir gelungen, die meisten davon zu bestimmen. Es waren überwiegend Folles aus der konstantinischen Zeit, dazu ein Antoninianus von Probus und ein Sesterz von Gordian III.
    Außerdem waren noch drei Münzen dabei, die ich überhaupt nicht bestimmen konnte. Eine war dem Sesterz etwas ähnlich, ich konnte aber keinen Kaiser entziffern, obwohl beide Seiten von einer Büste geziert wurden. Am ehesten hätte ich am Wortanfang ein griechisches Sigma erkannt, aber dazu fehlt mir leider die Erfahrung völlig. Die beiden anderen kommen mir überhaupt nicht römisch vor, ich wüsste nicht, wo ich sie hinstecken sollte.
    Kann mir jemand von euch Hinweise geben, was es sein könnte oder wo ich suchen könnte?
    Ich hänge mal einen scan der 3 Münzen an, mache aber vielleicht noch Einzelbeschreibungen dazu.