Die alte Benediktiner-Abtei befindet sich in der Nähe von Höxter in Nodrhein-Westfalen an der Grenze zu Niedersachsen. Sie gehörte zu den bedeutendsten karolingischen Klöstern in ganz Europa. Die Abtei entwickelte sich im 9. und 10. Jahrhundert zu einem kulturellen, geistigen und wirtschaftlichen Zentrum im Gebiet der Sachsen. Das Westwerk der Abteikirche ist eines der ältesten Bauwerke dieser Zeit. Es stammt aus dem 9. Jahrhundert.
Die Abtei und Münzstätte Corvey bei Höxter in Niedersachsen
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Bereits 833 hat das Kloster das Münzrecht für den Markt der Laiensiedlung Corvey erhalten. Dieses Privileg war das erste seiner Art im ostfränkischen Reich. Anfangs wurden Münzen des Reichstyps geschlagen, die sich daher nicht einzelnen Münzstätten zuweisen lassen. Im Laufe des 11. Jahrhunderts entwickelten sich in Corvey eigene Münztypen. Als erster Abt erscheint Saracho von Rossdorf auf einer Münze. Nicht nur in Corvey selbst, sondern auch an anderen Orten hatte die Abtei Münzrecht. Seit 900 hatte es ein solches in Marsberg. Im Jahr 945 folgte Meppen. Im 13. Jahrhundert gab es auch Münzstätten in Volkmarsen und Höxter. Zumindest zeitweise konnte der Erzbischof von Köln in seiner Eigenschaft als Herzog von Westfalen im 13. Jahrhundert Corvey das Münzrecht in Corvey, Marsberg und Volkmarsen streitig machen. Dort kam im 14. Jahrhundert die Prägung ganz zum Erliegen. In Höxter wurden die Prägungen mit verschiedenen Unterbrechungen bis fast zum Ende der Abtei fortgesetzt. Neben Silbermünzen wurden Kupfer- und Goldmünzen geschlagen. Die letzten Prägungen von Kupfermünzen im Wert von 2 und 4 Pfennig erfolgten 1787.
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Hallo Andicz, schöne Idee, Orte vorzustellen mit sehr schönen Photos. Ich ergänze mal, durch die Beifügung eines 4-Pfennigstückes dieser letzten Prägung unter Theodor von Brabeck
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Danke Andreas,
sehr schöne Bilder von einer nahen Münzstätte - die ich leider noch nicht besucht habe (schäm)
Volkmarsen war immer der Kölner Stachel in der waldeck'schen Münzerseele.Als weitere Lektüre zu empfehlen:
Arnold Schwede und Peter Ilisch in Veröffentlichungen der Historischen Kommision für Westfalen XI
Das Münzwesen im Stift Corvey 1541-1794
Arbeiten zur Geld- und Münzgeschichte Westfalens, Band 3
erschienen bei Bonifatius GmbH Druck - Buch - Verlag 2007 (ISBN 978-3-89710-382-5). -
Danke dir, Wolfgang. Ich war mehrere Male dort, meine Freundin kommt aus der Ecke. Ist immer gut – ob für eine Besichtigung oder einen verträumten Spaziergang.
Und natürlich "Danke" an ischbierra, für die schöne Erweiterung mit einem geprägten Belegexemplar der Corveyer Münze.

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Hier noch einige Links von Münzfunden, die mit der Geschichte Corveys als Münzstätte zu tun haben. Werde mal Ausschau halten, ob dies noch erwiterbar ist. Wenn ihr etwas dazu habt – immer gerne

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Zeitnahe Antwort ;o):
Einige Silberbarren sind wohl auch dort gefunden worden.
Als einzige Quelle habe ich nur eine website (adalbert-shouster.com)
Silberbarren aus der Propstei Tom Roden des Kloster Corvey bei Höxter die vermutlich als Zahlungsmittel benutzt wurden. Silbergehalt >95% und einem Gewicht von 272g bis 408g. Datiert auf mitte des 13.ten Jahrhunderts (Krabath 2001, Taf. 149).
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Interessant.
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