Hallo!
Ich stelle mir diesen Thread als Sammlung kleiner(!) griechischer Schönheiten vor. Vielleicht wird ja so das Thema Griechen etwas vorangetrieben.
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Möglicherweise kann mir ja jemand sagen, was bei den Diobolen aus Messembria "META" bedeutet.
Klein aber fein
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Ich denke mal der vorzügliche Erhaltungsgrad ist auch auf dem Photo gut zu erkennen. Schönes Stück ...
Ein "bescheidener" Deutungsversuch meinerseits: M - E - T - A = Abkürzung für METAMBRIANWN (griech.) = (geprägt in ?) Mesembria (Pontus). Ohne Gewähr !

Mesambria ist die ältere, dorische Form des Städtenamens (manchmal auch Metambria), Mesembria ist Koine-Griechisch.
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Das erscheint logisch! Da hätte ich auch selbst drauf kommen können! Danke.
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ein "oberaffenstarkes" Stück - da sollte man sich keine Gedanken über den bei antiken Münzen ohnehin oftmals fragwürdigen Unterschied zwischen vz ode ss machen
LG, Stefan
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Dann werde ich den Faden mal aufnehmen und einen weiteren Obol zeigen:
Lykaonien, Laranda
Satrap Balakros, ca. 330-325 v. Chr.
Obol, 0,58 gr
AV: Bärtigrer Kopf n.re. (Baal?)
RV: Wolfsprotome n.re, darüber Λ
Lit: Aulock vgl.8656
Gruß ischbierra
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@ischbierra Auch ein fantastisches Stück. Mich würde die Grüße interessieren, auch wenn sie ja angesichts des Gewichtes nicht wirklich groß sein kann
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Einen schönen Abend noch, Probus -
Es ist 8,2 mm
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Wow! Dann passt es ja perfekt in diesen Thread.
Gute Nacht!
Probus -
Na, wer geht denn um diese Uhrzeit schon ins Bett

Grüße Erdnussbier
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Jemand, der leider totmüde ist und daher nicht mehr weiter surft.

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Hallo und guten Abend zusammen.
Ich möchte gerne eine kleine griechische Münze vorstellen, die ich kürzlich erwerben konnte.Ich bin noch nicht sehr weit im Thema "Griechische Münzen"... Aber tatsächlich gibt es so schöne Stücke, dass mein Interesse erwacht ist.
So werde ich versuchen, meinen Wissenstand mit dieser hier neuen Rubrik wachsen zu lassen
Danke noch mal, PROBVS!Kamarina, Sizilien
Tetras, ca. 420-410VS:
Gorgoneion frontalRS (Leider nicht gut erhalten):
KAMA an linken Rand
Eule
nach rechts stehend, den Kopf zum Betrachter gewandt, in der linken
Klaue Eidechse haltendim Abschnitt: Unter Linie drei Kugeln
Durchmesser: 15 mm
Gewicht: 2,79 gKamarina ist eine antike Stadt in der Provinz Ragusa an der Südküste von Sizilien.
Als Gorgoneion (griechisch Γοργόνειον) bezeichnet man das von Perseus der Gorgone Medusa abgeschlagene Haupt, daher auch Gorgonenhaupt oder Medusenhaupt genannt, welches nach der griechischen Sage Athene als versteinerndes Schreckbild in die Mitte ihrer Aigis versetzte und als solches auf ihrem Schild trägt.
Als Unheil abwehrendes Apotropaion (Schreckbild) schmückt es Waffen aller Art, Wagen, Schiffe, Pferdeschmuck, Städtemauern, Amulette, Gewänder, Möbel, Sarkophage und Münzen, etc.
(Quelle: Wikipedia)
Die Eule bringt mich auf eine Frage:
Die Bedeutung der Eule im antiken Griechenland ist mir bisher nur oberflächlich bekannt.In Griechenland als "Wahrheitsvogel" angesehen, "Symbol der Weisheit", "Symbol für Wissenschaft" bis hin zur
Schutzbegleitung der Heere im Krieg ist erscheint mir weltlich.Kann jemand in Kurzform etwas mehr zur Mystik dieses Vogels sagen?
Und speziell zur Bedeutung der Eidechse in der Kralle?
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Die Ausgrabungsstätte von Kamarina ist mir offensichtlich, trotz mehrfacher Reisen nach Sizilien total entgangen, seufz ! Frage an die Griechenfraktion. Die drei Kugeln unter der Linie auf der Rückseite geben doch die Wertigkeit an der Münze an oder ?
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Danach habe ich mal gesucht, und eine ganz interessante Seite gefunden. Du hast Recht, die Anzahl der Kugeln steht für die Wertigkeit.
Onkia
„Die Onkia war die frühste und kleinste sizilische Bronzemünze; ausgegeben wurde sie bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. In der gesamten griechischen Welt war die Drachme in sechs Oboloi unterteilt – ausser in Sizilien, wo die Drachme, basierend auf einer Gewichtseinheit der einheimischen Urbevölkerung, in fünf Litrae unterteilt wurde. Die Litra wiederum bestand aus zwölf Onkiae.
Ausgegeben wurden nicht nur einzelne Onkiae, sondern auch Mehrfachstücke: Zwei Onkiae ergaben eine Hexas, drei Onkiae eine Tetras, vier Onkiae eine Trias, und fünf Onkiae ein Pentonkion. Münzen zu sechs Onkiae schliesslich wurden Hemilitra genannt, eine halbe Litra also.
Diese winzigen Münzen waren nur schwer voneinander zu unterscheiden. Deshalb begann man in Sizilien schon früh, die verschiedenen Werte mit der entsprechenden Anzahl von Wertkugeln zu markieren: Zwei Kugeln standen für die Hexas, drei für die Tetras, und so weiter. Diese Münze, durch die eine Wertkugel klar als Onkia kenntlich gemacht, stammt aus Gela und wurde zwischen 420-405 v. Chr. geschlagen.“Quelle: http://www.moneymuseum.com
http://www.moneymuseum.com/moneymuseum/li…g=de&ix=17&i=14 -
Wirklich ein nettes Stück, ich finde da kann man auch über die etwas schlechtere Erhaltung hinwegsehen!
Schönen Weltuntergang zusammen
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Grüße Probus -
Ach, der Weltuntergang.
Alles leere Versprechungen
Das mit den Erhaltungsgraden ist für mich persönlich eh nicht das Wichtigste.
Mich fasziniert mehr, welche Geschichte hinter jeder einzelnen Münze steht.
Dadurch lerne ich, und das macht mir Spaß!
Natürlich ist es toll, eine sehr gut erhaltene in der Hand zu halten, aber Charme haben Sie alle.
Und ob Korrosion oder nicht, zerrupft oder glatt, die Geschichte bleibt die Selbe! -
Quote
Mich fasziniert mehr, welche Geschichte hinter jeder einzelnen Münze steht. Dadurch lerne ich, und das macht mir Spaß!
Das ist in der Tat das wichtigste! Aber du wirst merken, dass es dich später mehr und mehr zu den besseren Stücken hinzieht.
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Merke ich auch jetzt schon, wenn ich vergleiche was ich zu Anfang ersteigert habe...
Ist teilweise schon jetzt zum Ausschuss geworden... Also, totaler Schrott ist raus
Aber, wie du schon sagtest, bei dieser Münze ist es nicht so schlimm! -
Hier ist eine weitere Winzigkeit, die erst vor kurzem bei mir eingetroffen ist. Es ist ein Tetartemorion (1/4 Obol; 1/48 Stater) aus Milet in Ionia; 0,28 gr, 5,4mm aus der Zeit 510-494 v.Chr.
AV: Lowenkopf n.li.
RV: Vogel (Wachtel) n.li. zwischen zwei Punkten
Lit.: Klein 431
Gruß ischbierra
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Weißt du was es mit der Wachtel auf sich hat?
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Weiß ich nicht, aber ich vermute einen Zusammenhang mit der Mythologie um Artemis. Zeus hatte eine Liaison mit Leto, die wurde schwanger. Das fand Hera, die Frau des Zeus nicht lustig und beauftragte den Drachen Python, der Schwangeren jeden Geburtsplatz zu verweigern. Poseidon hatte Mitleid und ließ die Insel Delos heranschwimmen. Die hatte ihre Entstehung einem Konflikt zwischen Poseidon und Letos Schwester Asteria zu verdanken. Poseidon war einst in Liebe zu Asteria entbrannt, die wies ihn aber ab. Aus Wut verwandelte er Asteria in eine Wachtel,; die stürzte ins Meer und wurde zur schwimmenden Insel Ortygia (von Ortyx - Wachtel). Später hieß Ortygia dann Delos. Dort wurde dann von Leto Apollo und Artemis geboren. Die Zeugung der beiden Kinder fand aber in Didyma statt, nur wenige km von Milet entfernt. Delos galt als Insel der Wachtelgöttin Artemis.
Gruß ischbierra -
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