Hallo Biewer,
möchte mich nach langer Zeit mal wieder zu einem Thema melden.
Unter Friedrich Wilhelm II. wurden an Kurantmünzen u.a.
Reichsthaler in den Jahren 1786-1791 mit den Mzz. A (Berlin) und B (Breslau) geprägt.
Ab 1790 auch nur mit der Bezeichnung Thaler .
1791 kam die Münzstätte Königsberg hinzu Mzz.E
Prägestückzahlen (Katalog E.Neumann v. 199

:
1791 - 1.140.969 Mzz.A
- 701.712 Mzz.B (zusammen mit Reichsthalern)
- 224.297 Mzz.E
1792 - 691.456 Mzz.A
- 298.125 Mzz.B
- 79.460 Mzz E
1793 - 614.395 Mzz.A
- 226.776 Mzz.B
- 195.220 Mzz.E
1794 - 2.765.470 Mzz.A
- 194.107 Mzz.B
- ? Mzz.E keine Angaben
1795 - 932.696 Mzz.A
- 59.530 Mzz.B
- 61.837 Mzz.E
1796 - 1.483.851 Mzz.A
- 161.380 Mzz.B
- 0 Mzz.E keine Prägungen
1797 - 517.622 Mzz.A
- 59.981 Mzz.B
- 40.995 Mzz.E
Angemerkt werden muß auch noch, daß Königsberg postum prägte,d.h. die Stücke sind teilweise mit Datum versehen, als der König schon lange tot war. Z.B. 1/3 Reichsthaler und 4 Groschen aus 1798!
(auch seine Provinzmünzen)
Wie Du an den Prägezahlen sehen kannst und unter der Berücksichtigung, daß Ostpreußen räumlich von den anderen Teilen Preußens weit entfernt lag, wurden dort nur der geringe Anteil an Kurantmünzen geprägt, der in dieser Region benötigt wurde.
Aus dieser Sicht sind die Prägungen von Königsberg natürlich seltener.
MfG Logoduisburg