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Wednesday, December 13th 2006, 10:06am

drei Pfennige- Gefälligkeitsprägung? goldfarben

Hallo! Habe drei interessante Münzen, die ich so nirgendwo finden kann. Evtl. ist es eine Gefälligkeitsprägung oder Auszeichnung?
Sie bestehen aus einem goldfarbenen Material (etwa so wie die DDR 20 Pfennig Münzen- evtl. etwas heller). Ich nehme mal an, daß sie beschichtet mit Kupferkern sind- kann es aber nicht genau sagen.
der 1895 er ist der Lehrpfennig
der 1900er der Notpfennig
der Rentenpfennig hat keine Jahreszahl- ist der Ehrenpfennig.
Es wäre sehr nett, wenn mir jemand helfen könnte- habe schon das ganze I-net durchgewühlt.
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Biewer

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Wednesday, December 13th 2006, 1:14pm

RE: drei Pfennige- Gefälligkeitsprägung? goldfarben

Hallo Sucher,
deine Münzen sind quasi eine Art Talisman. Die Rückseite wurde komplett geschliffen um Raum für eine Gravur zu haben. Vor allem bei Münzen des Kaiserreiches, wie hier von den zwei 1 - Pfennig Stücken war das eine beliebte Art zu erinnern bzw. ein Glücksbringer zu verschenken.
Ich habe solche Gravuren auch schon z. B. mit 20 Pfennig Stücken des Kaiserreiches gesehen (Jäger 5), die kleinen Silbermünzlein wurden auch mit Sprüchen und Glückswünschen verziert.
Ein nettes Zeitzeugnis woran man sehen kann das Münzen nicht nur reines Zahlungsmittel waren auch noch im endenden 19. bzw. 20. Jahrhundert.
Gruß Ralph

3

Wednesday, December 13th 2006, 1:52pm

RE: drei Pfennige- Gefälligkeitsprägung? goldfarben

Hallo Biewer!
Danke für Deine schnelle Antwort. Weißt Du ob evtl. die Münzen nachträglich mit einer Beschichtung versehen wurden? Habe eine davon mit einer Zahnbürste etwas gesäubert und dann löste sich ein goldenes Körnchen davon ab, weswegen ich das dann tunlichst gelassen habe.
Gruß und danke noch mal!

Biewer

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Wednesday, December 13th 2006, 2:01pm

RE: drei Pfennige- Gefälligkeitsprägung? goldfarben

Hallo Sucher,
es könnte sein das solche "umfunktionierten" Münzen zusätzlich vergoldet wurden, habe ich persönlich aber noch keine gesehen - vielleicht deshalb das Goldkörchen als Rest davon.
Solcherart Geschenk war jedoch in der Regel nicht vom Wert bestimmt sondern hatte symbolischen Charakter. Ein Geschenk der einfachen Leute/Bürger, da wurde in der Regel mit Sicherheit selten Geld für eine Vergoldung ausgegeben.
Ansonsten würde ich auch hier die gleichen Maßstäbe wie bei normalen Münzen anwenden, Vorsicht bei irgendwelcher Reinigung. Die Münzlein sind alle drei im aktzeptabelen Zustand und ich würde sie so lassen und unter "Kuriositäten" ablegen.
Gruß Ralph

5

Wednesday, December 13th 2006, 2:21pm

Ich finde nicht, dass die vergoldet aussehen. Eher messingfarben.

Münzen kann man ja manuell verkupfern (z.b. durch Säure im gleichen Bad, hab hier im Forum mal so etwas gelesen), geht das auch mit Messing so einfach?

Ich hatte mal eine ganz verkrustete Umlaufmünze (noch zu DM-Zeiten) Mein Bruder hat damit mal ein bisschen rumexperimentiert und die Münze mit eine Messingbürste "geschrubbt". Danach war sie auch messingfarben.

6

Wednesday, December 13th 2006, 6:15pm

Münzen zu gravieren war nicht nur bei den Pfennigen beliebt.


Hannover, 1/2 Groschen um 1860


Kaiserreich, 1 Mark 1890-1916

This post has been edited 1 times, last edit by "muenzenfreund" (Dec 13th 2006, 6:15pm)


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Wednesday, December 13th 2006, 7:01pm

Danke für die Antwort- werde nicht weiter versuchen, die Münzen zu säubern. Ich überlege noch, die drei Münzen bei ebay zu verkaufen, mal sehen.
Auf jeden Fall danke erstmal!
:)

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