Straßburg

      Straßburg im Elsass wurde von dem römischen Feldherren Drusus im Jahre 12 v. Chr. als ein militärischer Außenposten namens Argentoratum („Silberburg“) in der späteren Provinz Germania superior gegründet. In dessen Nähe befand sich bereits eine gallische Siedlung. Unter Trajan hatte Argentoratum seine größte Ausdehnung und stärkste Befestigung erreicht.

      Straßburg war möglicherweise ab dem 4. Jahrhundert Bischofssitz; 1956 wurden unterhalb der heutigen Église Saint-Étienne Überreste eines Apsidenbaus aus dieser Zeit, vielleicht der ältesten Kirche auf elsässischem Boden und eventuell Sitz des Ur-Bistums, ausgegraben. Im 5. Jahrhundert wurde die Stadt durch Alamannen, Hunnen und Franken erobert. 842 wurden hier die Straßburger Eide geschworen.



      Ansicht mit Blick auf das Liebfrauenmuenster, Cathe,drale Notre-Dame
      Stahlstich - Meyers Universum - 1850


      Im Mittelalter gehörte Straßburg zum Heiligen Römischen Reich. Unter der Regentschaft der Familie Müllenheim entwickelte sich Straßburg zu einem der bedeutendsten Wirtschaftszentren der Region. Im Jahr 1262 wurde Bischof Walter von Geroldseck in der Schlacht von Hausbergen entscheidend geschlagen und die Stadt erlangte ihre Unabhängigkeit vom Hochstift Straßburg. In der Folge entwickelte sie sich zu einer Freien Reichsstadt. Straßburg war Mitglied in beiden Rheinischen Städtebünden.

      1399 bis 1439 wurde auf die Westfassade des Straßburger Münsters nördlich der Turm gesetzt. Von dem Entwurf einer Doppelturmfront aus dem Jahre 1275 weichen schon die darunter liegenden Geschosse der Fassade ab. Das Münster blieb von 1647 (Zerstörung des Turmhelms der Stralsunder St.-Marienkirche) bis 1874 das höchste Gebäude der Welt und gehört immer noch zu den höchsten Kirchtürmen der Welt.



      Ansicht mit Blick auf das Liebfrauenmuenster, Cathe,drale Notre-Dame
      Stahlstich - Rouargue - 1860


      Nach der Erfindung des Buchdrucks in Europa durch Johannes Gutenberg wurde Straßburg schnell zu einem bedeutenden Zentrum der Bücherherstellung. Die Straßburger Drucker leisteten einen bedeutenden Beitrag zur Verbreitung der Reformation, denn dank der weitreichenden religiösen Toleranz der Stadt konnten hier schon früh Schriften von Martin Luther und anderen Reformatoren veröffentlicht werden. Ein Drittel der im 16. Jahrhundert gedruckten Schriften waren Bibeln oder Ausschnitte daraus.

      Quelle: wikipedia

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      Das Liebfrauenmünster zu Straßburg (französisch Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg) ist ein römisch-katholisches Gotteshaus und gehört zu den bedeutendsten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte sowie zu den größten Sandsteinbauten der Welt.



      Liebfrauenmuenster, Cathèdrale Notre-Dame
      Stahlstich - Hoefle, Kolb - Darmstadt 1860


      Das Münster wurde 1176 bis 1439 aus rosa Vogesensandstein an der Stelle eines abgebrannten Vorgängerbaus aus den Jahren 1015 bis 1028 errichtet, der seinerseits ein 1007 abgebranntes Gotteshaus aus karolingischer Zeit ersetzt hatte. Das neue Gebäude entstand zunächst im romanischen, dann im gotischen Stil. Von 1647 bis 1874 war das Münster mit seinem 142 Meter hohen Nordturm das höchste Bauwerk der Menschheit.



      Liebfrauenmuenster, Cathèdrale Notre-Dame
      Stahlstich - 1860


      Das Straßburger Münster ist mit seiner charakteristischen asymmetrischen Form (der Südturm wurde nie gebaut) bis heute das Wahrzeichen des Elsass.

      Quelle: wikipedia

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      Die protestantische Thomaskirche (Église Saint-Thomas) ist eine der kulturgeschichtlich und architektonisch bedeutendsten Kirchen Straßburgs.



      Thomaskirche, L'eglise Saint-Thomas
      Stahlstich - Hoefle, Poppel - Darmstadt 1850


      Bereits im 6. Jahrhundert wurde am heutigen Standort der Apostel Thomas verehrt. Im 9. Jahrhundert ließ Bischof Adeloch einen prächtigen Kirchenneubau samt angrenzender Schule errichten. Beide brannten 1007 durch Blitzeinschlag ab, dann erneut 1144. 1196 begann von der Fassade an der Bau eines neuen, festungsartig massiven Gebäudes mit wuchtigem Torturm im spätromanischen Stil. Um 1270/80 entstanden der Chor und das Querhaus mit dem Vierungsturm in gotischen Formen. Darauf folgte der Bau des Langhauses als Hallenkirche bis ca. 1330. Die Bauarbeiten endeten 1521 mit Seitenkapellen im Stile der Spätgotik. 1524 wurde die Kirche dem lutherischen Glauben zugewiesen.

      Quelle: wikipedia

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      Eine wunderschöne Ansicht zum Abschluss dieses Threads. Er gefällt mir besonders gut. Es handelt sich um kein bestimmtes Bauwerk, kein geschichtliches Highlight. Es sind einfach „alte Häuser“. Charmant, voller Leben, eine pure, zeitgenössische Momentaufnahme.



      Old Houses
      Stahlstich - Foster, Saddler - 1850

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