Regensburg

      Regensburg

      Regensburg in Bayern ist eine der ältesten Städte Deutschlands.Die römische Geschichte Regensburgs beginnt mit der Einrichtung eines Kohortenkastells um etwa 79 nach Christus im heutigen Stadtteil Kumpfmühl. Das Lager diente als Beobachtungsposten für die Naab- und Regenmündung und war durch Graben und Pfahlpalisaden gesichert, später auch durch eine Steinmauer. Das Kastell und die Zivilsiedlung(en) wurden im Rahmen des Markomannensturms in der zweiten Hälfte der 160er-Jahre zerstört. Nach dem Zurückdrängen der Markomannen bis etwa 170 n. Chr. wurde auf Anordnung von Kaiser Mark Aurel das Legionslager Castra Regina (Lager am Regen) errichtet. Es war militärischer Hauptstützpunkt der Provinz Raetia und bildete somit eine Ausnahme im römischen Verwaltungssystem, da die Legion nicht in der Provinzhauptstadt, Augsburg, stationiert war. Die Völkerwanderung führte um 400 zur militärischen Aufgabe des Kastells, das fortan eine mauerbewehrte Zivilsiedlung war.

      Von etwa 500 bis 788, als Tassilo III. von Karl dem Großen abgesetzt wurde, war Regensburg der Hauptsitz der bajuwarischen Herzöge, der Agilolfinger. Regensburg ist eines der ältesten Bistümer Deutschlands, das bereits einige Jahrzehnte bestand, als es 739 von Bonifatius dem Canonischen Recht und somit dem Bischof von Rom unterstellt wurde. Im 9. Jahrhundert war Regensburg eine der wichtigsten Städte des ostfränkischen Karolingerreiches.

      Im Mai 1147 brach Konrad III. in Regensburg zum zweiten Kreuzzug auf, der strategisch günstige Donauübergang dürfte dafür mit den Ausschlag gegeben haben. Kaiser Friedrich I. Barbarossa brach hier im Mai 1189 mit einer großen Streitmacht zum dritten Kreuzzug auf. In den Jahren 1207 und 1230 verliehen König Philipp von Schwaben und Kaiser Friedrich II. der Stadt umfangreiche Privilegien, die in der Folge den Aufstieg zur Freien Stadt ermöglichten.

      Vermutlich nach 1260 wurde mit dem Bau des Regensburger Doms St. Peter begonnen, eines der Wahrzeichen Regensburgs. Die Kirche ist ein Hauptwerk der gotischen Architektur in Süddeutschland.



      Dom St. Peter
      Stahlstich - Lemaitre - 1838


      Nachdem die um 700 erbaute erste Kirche und der im 8. oder 9. Jahrhundert erneuerte karolingische Dom 1156 und 1172 zweimal ausbrannte, wurde im Jahr 1273 mit dem Neubau begonnen, der später im hochgotischen Stil weitergeführt wurde. Die Bauarbeiten dauerten bis in das Jahr 1520 an, danach kam es zum vorläufigen Ende der Tätigkeiten.



      Dom St. Peter
      Stahlstich - Alt, Rauschenfels - 1840


      Erst Anfang bis Mitte des 17. Jahrhunderts wurde am Dom wieder gearbeitet – Restaurierungarbeiten und barocke Umgestaltung verliehen dem Dom ein teilweise neues Gesicht. Die barocken Umbauten wurden allerdings unter König Ludwig I. in den Jahren 1828-1841 wieder entfernt – der Dom wurde regotisiert.



      Dom St. Peter, Choransicht
      Stahlstich - Gerhardt, Poppel - Darmstadt 1850


      Zum Ausbau der Türme und der Vollendung der Turmhelme kam es 1859-1869, die Vollendung des Doms erfolgte in den Jahren 1870/72.



      Dom St. Peter
      Holzstich - Clerget - 1870


      Quelle: wikipedia

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