Niederlahnstein

      Niederlahnstein

      Niederlahnstein ist ein Stadtteil von Lahnstein in Rheinland-Pfalz. Der Ort erhielt im Jahre 1322 die Stadtrechte. Niederlahnstein gehörte zum Engersgau und im 18. und 19. Jahrhundert zum Herzogtum Nassau. Durch den preußisch-österreichischen Krieg wurde der Ort preußisch. Seit dem Zweiten Weltkrieg gehört Niederlahnstein zum Bundesland Rheinland-Pfalz.



      Johanniskirche
      Stahlstich - Tombleson, Weeks - 1845


      Die Johanniskirche ging aus Resten eines römischen Burgus hervor. Die Römer erbauten im Jahr 369 einen Burgus an der Lahnmündung, der als Grenzbefestigung diente und eine Art Wachtposten für das Kastell Confluentes (heute Koblenz) war. Nach Abzug der römischen Truppen bauten fränkische Adlige die Anlage zu einer Wohnburg um. Mitte des 9. Jahrhunderts baute man eine kleine Eigenkirche dazu, deren Fundamente im Mittelschiff der heutigen Kirche gefunden wurden. Der heutige Westturm ist vor dem Jahr 1000 errichtet, an dem eine größere Saalkirche angebaut wurde.

      Das heutige Kirchengebäude wurde zwischen 1130 und 1136 erbaut und ist die früheste Emporenkirche am Rhein. Auf der Nordseite wurde um 1180 ein Flankierungsturm angebaut, der 1844 eingestürzt ist. Das wehrhafte Kirchengebäude bot der Bevölkerung in verschiedenen kriegerischen Auseinandersetzungen Schutz. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Kirche Schäden und wurde danach im Stil des Barock umgestaltet. Mit Eroberung von Kurtrier 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde die Kirche so stark beschädigt, dass das Gebäude fast 60 Jahre zur Ruine verwahrloste. Der Wiederaufbau erfolgte erst 1856.

      Quelle: wikipedia

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