Marburg

      Die ersten Anfänge der Burganlage Marburg in Hessen reichen bis ins 9./10. Jahrhundert zurück. Die erste urkundliche Erwähnung Marburgs ist für 1138/39 belegt, als Stadt das Jahr 1222. Die Bewohner zogen wohl aus den umliegenden, heute wüsten Orten Aldenzhausen, Lamersbach, Walpertshausen, Ibernhausen und Willmannsdorf nach Marburg. Durch die räumliche Nähe zur Burg wurden die Orte Weidenhausen und Zahlbach zu Vorstädten. Unterhalb der Burg bildeten sich früh ein Ring von Burgmannensitzen. Auf dem Grundstück des ehemaligen Berlepschen Hofes thront heute die Wolfsburg.



      Ansicht und Elisabethkirche
      Stahlstich - Meyers Universum - 1850



      Große Bedeutung erhielt die Stadt aber erst, als Landgräfin Elisabeth von Thüringen Marburg 1228 als Witwensitz wählte. Sie baute ein Hospital, in dem sie sich bei der Pflege von Kranken und Gebrechlichen aufopferte. Obwohl sie bereits mit 24 Jahren starb (1231), gilt sie bis heute als die bedeutendste Persönlichkeit, die je in Marburg wirkte. Über sie werden viele Legenden erzählt. Schon 1235 wurde sie heiliggesprochen und der Deutsche Orden begann noch im selben Jahr, über ihrem Grab die Elisabethkirche zu erbauen, den ersten rein gotischen Kirchbau in Deutschland. Pilger aus ganz Europa kamen zum Grab der Heiligen und trugen dazu bei, dass Marburg als Stadt aufblühte. Der Pilgerfriedhof lag an der St. Michaelskapelle, das Michelchen genannt.



      Elisabethkirche
      Stahlstich - Lange, Abresch - Darmstadt 1840


      Quelle: wikipedia

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