Kiedrich

      Kiedrich in Hessen liegt im Rheingau am Südhang des Taunus, etwa zwei Kilometer nördlich der Stadt Eltville am Rhein und drei Kilometer vom Rheinufer entfernt.

      Kiedrich wurde in einer Urkunde des Erzbistums Mainz erstmals erwähnt. Die Urkunde ist nicht datiert, sie stammt aber aus der Zeit des Erzbischofs Friedrich (937 bis 954). Um 1160 wurde mit dem Bau der Burg Scharfenstein begonnen. Bereits 1131 wurde der Weinbau in Kiedrich erstmals erwähnt. Die Burg Neuhaus wird unter den Besitzungen des Mainzer Domkapitels in einer Urkunde vom 25. Dezember 1274 als eine neu erbaute Burg in der Nähe der Burg Scharfenstein genannt.

      Zur Zeit des Herzogtums Nassau gehörte Kiedrich zum Amt Eltville. Nach der Annexion des Herzogtums durch Preußen wurde der Ort 1867 dem Rheingaukreis im Regierungsbezirk Wiesbaden zugeordnet. Kiedrich konnte seine Selbständigkeit über die Hessische Gebietsreform bewahren.



      St. Michaelskapelle
      Stahlstich - Lange, Rohbock - Darmstadt 1850


      Der Bau der Michaelskapelle begann nach 1434, die Ausführung wird dem Mainzer Domwerkmeister Peter Eseler und seinem Sohn Nikolaus Eseler dem Älteren zugeschrieben. Sie standen ihrerseits wohl dem Frankfurter Stadt- und Dombaumeister Madern Gerthener und seiner Schule nahe, verarbeiteten aber auch selbstständige Einflüsse aus Franken, wo Nikolaus Eseler zuvor tätig war.

      Nach zehnjähriger Bauzeit war der Bau 1444 fertiggestellt und wurde 1445 geweiht. Das Erdgeschoss diente als Karner, das Obergeschoss mit Außenkanzel wohl als Heiltumskapelle zur Präsentation der Reliquien des Heiligen Valentin. Zerstörungen in der Reformationszeit und den nachfolgenden Kriegen blieben wie auch an der Pfarrkirche und dem Ort Kiedrich weitgehend aus.

      Quelle: wikipedia

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