Kassel

      Kassel in Hessen war von 1277 bis 1866 Hauptstadt der Landgrafschaft Hessen bzw. der Landgrafschaft und des Kurfürstentums Hessen-Kassel.

      Die Geschichte der Stadtentwicklung Kassels beginnt an einer Senke hin zur Fulda, die an dieser Stelle eine Furt bildete. Dort wo urkundlich die Stadtgründung im Jahre 913 Erwähnung findet und sich später die Siedlung an der Marktkreuzung entwickelte, ist davon auszugehen, dass es bereits in vorchristlicher Zeit Siedlungen von Fischern gegeben haben muss. Zwischen dem Kloster Ahnaberg im Norden und dem ehemaligen Mündungsgebiet des Flusses Ahne am Altmarkt wurden bei archäologischen Sicherungen im Zuge des Abrisses des ehemaligen preußischen Verwaltungs- und Polizeipräsidiums Funde gemacht, die auf eine derartige Kultur aus der Zeit des stammesgeschichtlichen Altertums hinweisen. Die Belege sind den Neubaumaßnahmen an diesem Ort zum Opfer gefallen.

      Die geschriebene Stadtgeschichte beginnt im frühen Mittelalter, also rund gut eintausend Jahre später, nachdem sich der Siedlungspunkt am Altmarkt in drei eigenständige Stadtteile zu gliedern begann. Altstadt, Neustadt und Freiheit nannten je einen eigenen Rat und bildeten selbstständige Vertretungen, die sich aus der Handwerkerschaft, den Zünften und dem Klerus bildeten. Erst im Hochmittelalter kam es ab 1277 mit der Anlage einer Burg auf einem oberhalb der Fulda gelegenen Hügel zum Ende der Vorherrschaft des klösterlichen Stifts. Diese Anlage bildete nunmehr den weltlichen Kontrapunkt und den Beginn einer säkularen stadtgeschichtlichen Entwicklung, die sich bis in die Renaissance fortsetzte.



      Martinskirche
      Stahlstich - Lange, Abresch - Darmstadt 1840


      Die Martinskirche (auch St. Martin) in Kassel ist eine evangelische Pfarrkirche und die Predigtstätte des Bischofs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die gotische Kirche wurde vor 1364 begonnen und 1462 geweiht. Ab 1524, mit dem Übertritt zum protestantischen Glauben von Landgraf Philipp, war die Kirche evangelisch. Vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurden hier die hessischen Landgrafen beigesetzt. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde sie in teilweise veränderter Form wiederaufgebaut.

      Quelle: wikipedia

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