Konstanz

      Noch eine Stadt, die ich unter „C“ einsortiert habe, hier aber unter „K“ listen werden und somit vorziehe: Konstanz in Baden-Württemberg, die größte Stadt am Bodensee an der Grenze zur Schweizerischen Eidgenossenschaft.

      Bereits Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. siedelten Kelten, vermutlich vom Stamm der Helvetier, im Bereich der heutigen Niederburg. Unter Kaiser Augustus wurde das Gebiet um den Bodensee kurz vor der Zeitenwende für das Römische Reich erobert und gehörte fortan zur Provinz Raetia. Benannt wurde der Ort vielleicht nach dem römischen Kaiser Constantius I., der um das Jahr 300 Siege über die Alamannen errungen und die Grenzen des Imperium Romanum an Rhein und Donau noch einmal gesichert hatte. Da das unweit von Konstanz beim heutigen Stein am Rhein gelegene spätrömische Kastell Tasgetium durch eine Bauinschrift auf die Zeit zwischen 293 und 305 datierbar ist, spricht vieles dafür, dass auch Constantia um diese Zeit errichtet wurde.Möglicherweise trägt die Stadt auch den Namen seines Enkels, des Kaisers Constantius II.

      Vermutlich um 585 zog der Bischof Maximus aus dem in der Völkerwanderungszeit etwas unruhigen Vindonissa (heute Windisch) in das geschützter liegende Konstanz um und wurde zum Stadtherren. Wohl um diese Zeit wurde, teils auf den Fundamenten der spätantiken Festung, ein erster Vorgängerbau des heutigen Münsters errichtet. Konstanz lag am Weg vom mittelalterlichen Deutschland über die Bündner Alpenpässe nach Italien, so dass es vom immer mehr aufblühenden Fernhandel im Mittelalter profitierte. In der Folge wurde die Stadt mehrfach in Richtung Süden erweitert, und auch der Hafen wurde mehrmals verlegt. Konstanz lag im Zentrum des Leinenhandels.

      Die zunehmend autonomen Bürger der Stadt erkämpften sich 1192 und 1213 eine eigenständige, vom bisherigen Stadtherren – dem Bischof – unabhängige Position, und erhielten – so die Meinung einiger Historiker – schließlich den Status einer Freien Stadt. Am 24. Mai 1312 schlossen sich die vier Städte Zürich, Konstanz, Schaffhausen und St. Gallen zu einem Städtebund zusammen.

      Von 1414 bis 1418 fand das Konzil von Konstanz statt. Hier wurde das abendländische Schisma von 1378 durch die Absetzung der Gegenpäpste und die Hinrichtung des tschechischen Reformators Jan Hus beendigt.

      Konstanz hätte sich im 15. Jahrhundert gerne der Eidgenossenschaft angeschlossen, was aber die Landorte der heutigen Schweiz nicht zuließen, weil sie ein Übergewicht der Städte befürchteten. In der Folge schloss sich Konstanz schweren Herzens dem Schwäbischen Bund an. Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit. 1527 wurde Konstanz reformiert, und trat in der Folge dem Schmalkaldischen Bund bei. Die Bischöfe von Konstanz siedelten nach Meersburg in die Burg Meersburg um.

      Als nach der Entdeckung Amerikas der transalpine Handel, dem die Stadt ihren Reichtum verdankte, langsam an Bedeutung verlor, da sich die internationalen Handelsrouten verschoben, betraf dies auch Konstanz. Nach der Niederlage im Schmalkaldischen Krieg verlor Konstanz 1548 zudem den Status als Freie Stadt, wurde durch Schenkung des Kaisers an seinen Bruder Ferdinand in das habsburgische Vorderösterreich eingegliedert und im Zuge der Gegenreformation rekatholisiert.

      Im Dreißigjährigen Krieg wurde Konstanz von den Schweden 1633 belagert, aber die Kernstadt wurde nicht eingenommen.

      1806 wurde Konstanz dem neu gegründeten Großherzogtum Baden einverleibt und die Hauptstadt des Seekreises.

      Quelle: wikipedia
      Das Konstanzer Münster oder Münster Unserer Lieben Frau ist eine ehemalige Bischofskirche. Die Kirche geht auf die Anfangszeit des Bischofssitzes um das Jahr 600 n. Chr. zurück und wurde im Jahr 780 erstmals urkundlich erwähnt. Das Münster war für gut zwölf Jahrhunderte die Kathedrale der Bischöfe von Konstanz und diente als Sitzungssaal des Konzils von Konstanz (1414–1418 ). Seit der Aufhebung des Bistums 1821 wird das Münster als katholische Pfarrkirche genutzt.



      Muenster Unserer Lieben Frau
      Stahlstich - Corradi, Hoefer - Darmstadt 1860





      Muenster Unserer Lieben Frau
      Stahlstich - Hoefle, Kolb - Darmstadt 1860


      Quelle: wikipedia

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