Rom

      Um auch etwas beizutragen zu diesem wunderbaren Thread von Andreas, möchte ich einige Kupferstiche aus meiner eigenen Sammlung zeigen, welche aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert stammen und sog. Rekonstruktionszeichnungen von Gebäuden bzw. Ereignissen aus der Römerzeit darstellen. Die ersten fünf Kupferstiche sind das Werk von Joseph Bühlmann. Angefügt habe ich auch noch einen weiteren Kupferstich eines unbekannten Künstlers, der sich ebenfalls mit dem antiken Rom beschäftigt. Mancher von euch wird sie vielleicht schon aus einem anderen Forum kennen, wo ich sie vor einigen Jahren schon einmal vorgestellt habe.

      Der Schweizer Künstler und Architekt Joseph Bühlmann
      war von 1889 bis 1918 als Professor und Ordinarius für Baukunst an der Technischen Hochschule München tätig. Sein bekanntestes Werk dürfte das sog. „Leipziger Rundpanorama“ sein, ein historisches „Panorama von Rom mit dem Einzug Constantins im Jahre CCCXII“, welches er zusammen mit dem ungarischen Maler Sándor (Alexander) von Wagner geschaffen hat und das im Jahre 2009 Gegenstand einer Leipziger Ausstellung unter dem Titel "Rom CCCXII" war.

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      J. Bühlmann – Abb. 1: Rom zur Zeit des Kaisers
      Aurelianus (vom Janikulus aus gesehen).

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      J. Bühlmann – Abb. 2: Rom mit dem Kapitol von der
      Tiberseite aus gesehen (zur Zeit der Republik).

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      J. Bühlmann – Abb. 3: Das Forum zur Zeit des Kaisers
      Tiberius (Kupferstich von 1882).

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      J. Bühlmann – Abb. 4: Der Titusbogen mit dem
      flavischen Amphitheater (Kolosseum) im Hintergrund.

      Literatur: Josef Bühlmann und Alexander Wagner, Rom
      mit dem Thriumphzuge Constantins im Jahre 312 – Rundgemälde von J. Bühlmann, München, Panorama-Gesellschaft 1888.
      mit freundlichem Gruß

      IVSTVS
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      Quidquid agis prudenter agas et respice finem. Was auch immer du tust, tue es weise und bedenke das Ende.

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      Dieses Panoramabild zeigt in fotorealistischer Bildauflösung den Einzug des Siegers der Schlacht an der Milvischen Brücke mit seiner Armee in die antike Millionenstadt auf den sieben Hügeln am 29. Oktober 312 n. Chr. Der Blick reichte über die Stadt am Tiber mit akribisch ausgearbeiteten Einzelheiten im Vordergrund, ihren Tempeln, Thermen, Stadtvillen (domi) und Mietskasernen (insulae) bis hin zu den Albaner Bergen am Horizont.

      Link -----> asisi.de/index.php?id=7#asisi_index_id_46

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      J.
      Bühlmann – Abb. 5: Haus des Pansa zu Pompeji.

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      Abb.
      7 - Forum Romanum.jpg

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      Abb. 8: Unbekannter Künstler - Triumphzug eines röm. Imperators.
      mit freundlichem Gruß

      IVSTVS
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      Hallo Jürgen! Super, freue mich sehr über die Beteiligung! :thumbsup:
      Und wunderbares Thema!!!

      Rom hätte ich auch noch was, wärst du also einverstanden, wenn wir den Post anlog der anderen in "Rom" ändern? So könnten wir dann übergreifend posten, auch wenn mal was älteres dazu käme! OK?
      Diesen Thread hat Jürgen ja schon mit interessanten Abbildungen zum antiken Rom eröffnet. Nun möchte ich einen weiteren Stich hinzufügen: Der Petersdom. Sankt Peter im Vatikan in Rom ist die größte der Papstbasiliken in Rom, nicht aber die Kathedrale des Bischofs von Rom, dies ist die Lateranbasilika.

      Aufgrund der Ausgrabungsbefunde ist zu vermuten, dass nach dem Toleranzedikt von Mailand des Jahres 313 die Christen Kaiser Konstantin das Grab vorwiesen, das von alters her als Petrusgrab verehrt worden war. Dieser ließ um 324 auf dem Vatikanischen Hügel eine Basilika errichten. Die fünfschiffige Basilika mit einschiffigem Querhaus wurde 326 geweiht und 468 durch Papst Simplicius umgebaut. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Bau durch die Wirren der Geschichte und zahlreiche kriegerische Ereignisse stark beschädigt. Besonders beim Angriff der Sarazenen auf Rom im Jahr 846 gingen viele Kunstschätze durch Plünderungen verloren. Die Kirche wurde aber auch immer wieder neu restauriert. Zeitgenossen berichten von einer verwirrenden Vielzahl von Seitenaltären und Grabkapellen innerhalb des Kirchenbaus. Ab 1451 erfuhr die konstantinische Basilika unter den Päpsten Nikolaus V., Pius II. und Julius II. eine umfassende letzte Renovierung.



      Petersdom, San Pietro in Vaticano
      Stahlstich - Rouargue - 1860


      Am 18. April 1506 wurde der Grundstein für die neue Peterskirche unterhalb des späteren Veronikapfeilers gelegt, der, mit einem gewaltigen Tresor versehen, für die Aufnahme der kostbarsten Reliquie der katholischen Kirche, des Schweißtuchs der Veronika, bestimmt war. Das kostenintensive Unternehmen wurde entscheidend durch den sogenannten Peterspfennig und den Verkauf von Ablässen finanziert.

      Der erste Entwurf des Neubaus stammt von Bramante, der bis zu seinem Tod 1514 Bauleiter des ehrgeizigen Projektes war. Von 1515 bis 1546 ging der Bau unter Leitung von Raffael, Antonio da Sangallo d. J. und Baldassare Peruzzi nur schleppend voran. In den Entwürfen wechselte selbst die Grundform wiederholt zwischen griechischem und lateinischem Kreuz.

      1547 übernahm Michelangelo die Bauleitung und entwarf auch die Rippenkuppel inmitten eines Zentralbaues, die von Giacomo della Porta ausgeführt wurde. Im Zuge der Reformen des Konzils von Trient setzte sich schließlich der Langbau in Form eines lateinischen Kreuzes gegenüber dem Zentralbau unter den Baumeistern Vignola und Giacomo della Porta durch. Von 1607 bis 1614 wurden vom Baumeister Carlo Maderno das Langhaus mit Vorhalle, sowie die barocke Fassade vollendet. Um alle Blicke in Richtung Petrusgrab zu lenken, errichtete Gian Lorenzo Bernini 1624 mit Unterstützung von Francesco Borromini einen Baldachin aus Bronze mit aufgesetztem Kreuz auf vier 29 m hohen, gewundenen Säulen direkt über dem Grab. Die Legende besagt, dass das Material aus der Bronze-Kassettendecke des Pantheons stammen soll. Am 18. November 1626 konnte die neue Grabeskirche von Papst Urban VIII. geweiht werden.

      Quelle: wikipedia

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