Kempten, Dritteltaler 1516

      Kempten, Dritteltaler 1516

      Unten zeige ich einen Dritteltaler aus Kempten aus dem Jahr 1516 mit dem Bildnis von Kaiser Karl V.. Nach den mir vorliegenden Dokumenten hat ein Vergleichsstück einen Durchmesser von 29mm und ein Gewicht von 9,3g. Das unten abgebildete Stück misst 30mm und wiegt 10,6g. Irgendwie habe ich bei diesem Stück Bauchweh, kann mich jedoch auch täuschen und mich selbst verrückt machen. Allerdings kann ich keine auf eine Nachprägung hinweisenden Stempelungen finden. Hat jemand hier schon einmal ein solches Stück als Nachprägung gesehen oder besitzt es sogar?
      Danke
      corrado26
      Bilder
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      Scio ut nescio sed tamen cogitare necesse est

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „corrado26“ ()

      Hallo Corrado26,

      meinst Du nicht, daß diese Abweichungen innerhalb der Toleranzen für Talerteilstücke des ausgehenden Mittelalters liegen?

      Trotzdem, auch ich habe Vorbehalte. Auch wenn das aufgrund eines Bildes nicht seriös geht, denke ich bei den Bildern an ein Galvano. Hast Du unter der Lupe/Mikroskope mal den Rand nach einer Naht untersucht?

      Woher ist das Teil?
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
      www.Waldecker-Münzen.de
      www.Waldecker-Münzfreun.de
      Nein, eine Naht am Rand, die für ein Galvano typisch wäre, kann ich auch mit starker Vergrößerung nicht erkennen. Ich habe die Münze schon sehr lange in meiner Sammlung, wo ich die gekauft habe, kann ich dummerweise nicht mehr sagen, aber über das Internet auf keinen Fall, das hat es zum Zeitpunkt, als ich das Stück erworben habe, noch nicht gegeben.
      Naja, mich haben eben nur die Abweichungen der Maße etwas irritiert, andererseits hatte ich auch nur die Angaben zu einer einzigen Vergleichsmünze, möglicherweise sähe es bei anderen gleichen Stücken wieder ganz anders aus.
      corrado26
      Scio ut nescio sed tamen cogitare necesse est
      Ich denke der 1/3 Taler ist im Guldiner-Fuß geprägt worden. Ein Guldiner hatte ein Raugewicht von 31,9 g, bei 15 Lötigem Silber 937,5/1000 und einem Feingehalt von 29,9 g. Und dann passen die 10,6 g sehr gut.

      Wir kennen wahrscheinlich das gleiche Stück mit 9,3 g. Dieses ist aber nur mit einer Stelle hinter dem Komma angegeben, die anderen Münzen auf der Seite aber mit 2 Stellen. Könnte es sein, dass dieses Stück nicht gewogen, sondern nur geschätzt wurde und man an den sächsischen Münzfuß gedacht hatte?

      Die leicht verschwommene Vorderseite könnte daher rühren, das das Stück gehenkelt, oder lose gefasst, war. Vom Bild her hat es zumindest den Anschein.

      Ein interessantes und sehr seltenes Stück, wo ich kein Anzeichen für eine Fälschung sehe :love:
      Wie gesagt Corrado, eine Beurteilung kann nur am originalen Stück erfolgen. De Verdacht "Galvano" resultiert eben aus den runden Kanten, typisch für Galvanos. Gut daß das sich nicht bestätigt hat. Die Erklärung von Tube für die verschwommene Vorderseite, nicht aber für die Umschriften finde ich schlüssig.

      Wäre schön, wenn Dein Bauchgefühl nun mehr die Tendenz "keine Fälschung" einnehmen würde. Glückwunsch.
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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