Jubiläum 1714-2014

      Jubiläum 1714-2014

      1714-2014

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      Um dem anstehenden Jubiläum 1714-2014 etwas gerecht zu werden, möchte ich hier wenn auch keine Münze, so doch wenigstens eine Medaille mit wahrlich geschichtlichem Bezug vorstellen:

      Medaille auf den Frieden von Rastatt 1714,
      ein Ereignis, welches vor dreihundert Jahren den Spanischen Erbfolgekrieg beendete.
      Der Rastatter Friedensschluss vom 6. März 1714 zwischen Prinz Eugen als Bevollmächtigtem des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und dem französischen Marschall Villars als Vertreter König Ludwigs XIV. fand statt im Schloss zu Rastatt. Dieses Schloss war die Residenz des zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, dem Türken-Louis. Seine Witwe Sybilla Augusta war die Gastgeberin, die als vormundschaftliche Regentin für ihren ältesten, noch minderjährigen Sohn Ludwig Georg die Regierungsgeschäfte in Rastatt führte.

      Die historische Bedeutung dieses Friedensschlusses hatte eine Fülle von europäischen Medaillenprägungen zur Folge, die im Bild wie auch in Sinn- und Wortspielen den Frieden selbst, die Parteien und Akteure sowie Zeit und Ort des Friedensschlusses zum Ausdruck brachten.

      Die hier vorgestellte Medaille, gestochen von Medailleur Georg Wilhelm Vestner, zeigt auf der Vorderseite innerhalb eines Perlkreises auf einem Sockel zwei verzierte Medaillons mit den einander zugekehrten Bildnissen der Markgräfin und ihres jugendlichen Sohnes Ludwig Georg. Zwischen beiden eine Taube mit einem Kranz im Schnabel. Darüber: DABO PACEM IN FINIBUS VESTRIS (Ich werde Frieden geben in Euren Grenzen). Unten zwei Ovalschilde mit den quadrierten Wappen von Baden-Sponheim und Sachsen-Lauenburg unterm Fürstenhut. Außerhalb des Perlkreises die Umschrift "FRANCISCA SYBILLA AVG[usta]GVBERNATRIX+LVDOVICVS MARCHIO BAADENSIS*.
      Die Rückseite zeigt umlaufend als sogenanntes Chronostichon für 1714:
      PAX RASTADII IN ARCE COMPOSITA EST (Im Schloss zu Rastatt wurde der Friede geschlossen). Im Perlkreis die Ansicht des Rastatter Schlosses, darüber ein Adler mit einem Nest in den Fängen. Darüber - wiederum als Chronostichon für 1714: NIDVM PACIS HIC INSTRVO (an diesem Ort werde ich den Frieden geben). Darunter in einem barock verzierten Oval dreizeilig: ET IN LOCO ISTO DABO PACEM (und an diesem Ort werde ich den Frieden geben).

      Die Silbermedaille wurde in Gold und Silber in zwei Größen 44mm und 35mm ausgegeben. Das hier gezeigte Stück hat einen Durchmesser von 35mm bei einem Gewicht von 14,9g

      corrado26
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      Scio ut nescio sed tamen cogitare necesse est

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      wpmergel schrieb:

      Ein Träumchen


      Allerdings... :love:

      Ich habe eine Frage. Ich bin des lateinischen leider nicht wirklich mächtig, muss also immer übersetzende Hilfestellungen in Anspruch nehmen...
      NIDVM PACIS HIC INSTRVO bezieht sich ja (wenn diese Hilfe mich nicht gänzlich im Stich lässt) auf ein "Nest", was natürlich mit dem Adler in Verbindung auch Sinn machen würde. Übersetzt sich dass dann mit "Ort" sinngemäß, oder würde die Übersetzung mit "Nest" dem Symbolcharakter noch mehr "Flügel verleihen"? :engel2:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Andicz“ ()

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