Die unbestimmbare Bronzene

      Die unbestimmbare Bronzene

      Hallo meine Herren!

      Ich wende mich an euch um hoffentlich nach so vielen versuchen und stunden im Internet eine Münze endlich identifiziert zu bekommen. Die kleine ist wie ich denke dem Mittelalter oder nocht älter zuzuweisen. Allerdings wohl nicht römisch. Ich hatte mal eine Münze mit ähnlicher Form aber richtigem Motiv entdeckt welche russisch war aber auch da glaube ich nicht das es einen Zusammenhang gibt. Ich habe zwei dieser Münzen die beide identisch aussehen und auch in der Form identisch sind. Nur außer ein paar evtl. Balken erkennt man darauf nichts was einem die Bestimmung erleichtert. Eine echt harte Nuss.

      Gewicht: 1,1g / Durchmesser: 15mm / Material evtl. Bronze
      muenz-board.com/Attachment/653…5a1cde99e8d0553848f94ce35
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      Ich hoffe das ich das leidige Problem hier endlich gelöst bekomme.

      Mfg
      Hallo MuMpeL,

      zunächst einmal herzlich Willkommen im MuenzBoard. Eine „harte Nuss“ scheint das wirklich zu sein, was du uns da zeigst. Auch ich bin zunächst etwas ratlos beim Anblick dieser Bronze, auch wenn ich einige Eigenschaften bemerkenswert finde. Zum einen scheint es sich um einen Guss zu handeln, wie unschwer am Gussrand und den beidseitigen Gussansätzen zu erkennen ist. Zum zweiten sind auf der Oberfläche schwache Symbole zu sehen, wie mir scheint.

      Irgendwie erinnert mich dieses Gussstück vom Aussehen her (aber nur daher !) an ein sog. „Aes Signatum“, also kleine, gegossene Erzbarren aus dem 4./3. Jahrhundert v. Chr.

      Die Bezeichnung „Münze“ wäre also in diesem Falle nicht angebracht, da es sich nicht um „gemünztes“, d. h. geprägtes Geld handelt. Wenn dem so wäre, dann wäre es allerdings ein recht ungewöhnliches Geldstück und auch ... extrem selten. Daher meine Frage. Woher hast du dieses Bronzestück ? Aus dem Münzhandel ?

      Was allerdings gegen diese Annahme spricht, ist das extrem geringe Gewicht. Also stellt sich die Frage, wo und zu welcher Zeit wurden "Münzen" (!) mit diesem geringen Gewicht gegossen ? Kelten ? Wenn ja, von welchem Stamm ?
      mit freundlichem Gruß

      IVSTVS
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      Quidquid agis prudenter agas et respice finem. Was auch immer du tust, tue es weise und bedenke das Ende.

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      Habe gerade mal im "Demski" nachgeschaut. Die belgischen "Remer" pflegten ähnliche Geldstücke zu gießen. Vielleicht handelt es sich ja um einen keltischen Potin dieses Stammes ?
      mit freundlichem Gruß

      IVSTVS
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      Diese und auch die zweite selbe Münze stammt von einem Flohmarktlot und wurden eher durch Zufall auf dem schon fast Nachhauseweg gerfunden Bei dem Lot waren zum größten Teil nur Kaiserliche Schrottrömer dabei. Unter anderem habe ich darunter auch eine silberne vom Ottoman Empire unter Mehmed II indentifizieren könnne welche also eher ins Mittelalter gehört. Nur diese und die zweite dieser Münzen übertreffen dann doch meine bisher gesammelte Erfahrung.

      Vor allem beide sehen in etwa identisch vom Muster aus. Keine klaren Symbolde oder ähnliches erkennbar und etwa gleichstack abgenutzt. Ich denke also mal das diese nicht wie oftmals bei andere Antike Münzen auch klare deutliche Figuren oder Symbole hatte und evtl. tatsächlich nur aus Balken bestand. Etwas ähnliches hat mir google mal angezeigt aber die Suche hat mich auch da nicht weiter gebracht.
      Auch der Versuch Sie im unterschiedlichen Winkel zu fotografieren hat mir bisher keine weitere Hilfe gebracht.

      Interessant ist auch die Tatsache das auf der Rückseite kein Motiv ist sondern nur wie der Durchdruck bei Hohlpfennigen oder einfach gesagt garnichts.
      Wie schon gesagt, das einzige, was ich definitiv sagen kann ist, dass es sich um einen Guss handelt. Vermutlich auch um so etwas wie vormünzliches Geld in Barrenform. Etwas anderes fällt mir dazu nicht ein.
      mit freundlichem Gruß

      IVSTVS
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