Die erste Münze Eurer Sammlung und wie seid Ihr dazu gekommen?

      Die erste Münze Eurer Sammlung und wie seid Ihr dazu gekommen?

      Dann mache ich mal den Anfang.

      Schon meine Mutter war eine Münzsammlerin, wenn auch mehr die bundesrepublikanischen Gedenkmünzen. Davon hatte Sie aber ALLES und das doppelt von Anfang an. Sie bewahrte die Sammlung in einer großen Kassette im Kleiderschrank auf und es kam, wie es kommen mußte: die Kassette wurde gestohlen und meine Mutter gab das Sammeln entnervt auf.

      Eine Münze aber war nicht in der Kassette, weil sie nicht so richtig in die Sammlung paßte. Es war ein Drei-Mark-Stück von Fürst Friedrich aus dem Jahr 1903 (wm 35-96-01-1). So kam ich an meine erste Münze und ich glaube, meine Mutter wußte damals nicht, daß es eine der seltenen Raritäten aus dem Kaiserreich ist. Man kann eine Sammlung aber auch mit einer weniger seltenen Münze beginnen.

      Ich habe nach einigen Jahren KR-Sammeln eine Pause eingelegt, um dann mit den Altdeutschen, speziell Waldeck, wieder zu starten. Diese erste Münze meiner Waldeck-Sammlung stelle ich später vor.

      Hier also meine erste Münze:
      Friedrich 1893-1918 Fürst zu Waldeck & Pyrmont
      5 Mark 1903 A Berlin
      Ums.: GOTT MIT UNS dazw. Arabesken
      Auflage: 2000
      Jäger 171, AKS 53, Dav. 930
      Raugew.: 27,778
      Mat.: Ag
      fein: 900,000
      Dia: 38,0
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
      www.Waldecker-Münzen.de
      www.Waldecker-Münzfreun.de
      Hallo wpmergel,
      dramatische Geschichte; meine ist weniger spektakulär. Als Kind bekam ich irgendwann ein paar deutsche Kleinmünzen, Kaiserreich, 3.Reich. Mit denen spielte ich Kaufladen. Später legte ich sie in eine Zigarrenkiste. Ein netter Nachbar hatte einen Katalog, damit habe ich sie bestimmt, so im Alter von 10 Jahren. Dann passierte lange nichts. Ein Freund - aus dem Westen - vermittelte mir nach der Wende die ersten Kontakte zu Münzhändlern (zu DDR-Zeiten hätte ich mir mich interessierende Münzen nicht leisten können, außerdem gab es sie nicht). 1991 ging ich dann das erste mal in ein Münzgeschäft, schaute mich um, interessiert, aber eher unbedarft, und entdeckte ein Mittelalterstück. Der Händler sagte mir, daß es sehr häufig wäre, aber das war mir egal. Es war Mittelalter und das zählte. Das Stück ist eher kümmerlich, aber es ist meine erste Selbstgekaufte.
      Strassburg, einseitiger Pfennig (Engelspfennig) 13./14.Jhd., 0,37 gr. Engel mit Kreuzstab n.li, Bonh.1750
      Gruß ischbierra
      Bilder
      • 1296 ff, Pfennig.JPG

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      Meine Geschichte ist im Vergeich zu Euren wohl erst gerade eben passiert :)

      Ich engargiere mich ja im THW (nicht der komische Sportverein, sondern das Hilfswerk :D).
      Einmal hatten wir eine Übung am Mainufer abgehalten und ziemlich genau dort wo die Rodau ( größerer Bach) in den Main mündet, hatte ich eine Münze gefunden. Die war ziemlich stark korrodiert, aber wie heute auch noch nehme ich grundsätzlich alles Münz-Ähnliche mit. Die Münze blieb dann so ca. eineinhalb Jahre in meiner Uniform (mit anderen Fundmünzen, meistens aber ein paar verkratzte Eurocents)...

      Irgendwann, als die ganzen Klamotten mal wieder gewaschen wurden, hatte ich den ganzen Inhalt, wie immer bei mir aufm Schreibtisch und da war mir die immer noch unbekannte Münze ins Auge gefallen. Vorher hatte ich schon ein gewisses Interesse an Münzen und anderem Geld, aber halt nicht wirklich Ahnung, und die "Münzsammlung" von "Damals" (hört sich ganz schön nostalgisch an) findet man wohl in 100.000den deutschen Haushalten - Ne Blechdose mit Urlaubswechselgeld und ein paar alte Münzen von Opa. Aber zu der Zeit konnte ich noch nicht Mal Franken und Franc auseinanderhalten :D.

      Aber da ich nun endlich mal wissen wollte, was das für eine Münze war, setzte ich mich ans Internet und versuchte irgendwie herauszufinden was ich da habe, da man ja nahezu nix auf der Münze erkennen konnte.

      Das war der Beginn..... als ich die Hülle und Fülle an Münzen im Internet sah und vorallem die doch erschwinglichen Preise für Münzen und Banknoten, wurde ich wohl infiziert, dass war September letzten Jahres.

      Deshalb würde ich dieses Stück als Sammlungsbeginn werten:



      Erst beim zweiten Anlauf und langer Suche konnte ich die Münze bestimmen, es war eine serbische 1 Dinara Münze von 1942 aus der Zeit der deutschen Besatzung.

      So sieht die Münze ohne Zinkfraß aus: ma-shops.com/krogoll/item.php5?id=11661&lang=en

      Aber ich denke würde ich heute nochmal eine ähnliche Münze finden, wäre die Bestimmung eine Sache von 5 min. , in letzter Zeit habe ich schon viel schlimmere Kandidaten bestimmt ;).

      Grüße Erdnussbier

      PS: Ich würde zugern wissen wie die Münze dort eigentlich hingelangt ist :love:
      Täglich grüßt das Erdnussbier...

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      Na, dann will ich auch mal. Meine Geschichte ist allerdings recht alltäglich und wenig aufregend. Als kleiner Bub habe ich so manches von Tanten, Onkels und Verwandten zugesteckt bekommen. Briefmarken, Bierdeckel, Kronkorken... ach, weiß der Geier, was noch so alles :)

      Eine Tages schenkte mir meine Tante einen silbernen Fünfer aus dem Jahr 1978. Das dürfte so um 1980 gewesen sein. Obwohl ich dadurch noch nicht wirklich infiziert war, packte mich die Faszination dieses klassischen Sammelgebiets. Ich habe das Stück auch heute noch. Wenn auch relativ wenig beachtet, würde ich es trotzdem nie her geben. Das ist wohl das Gen, welches man als Sammler einfach in sich trägt...

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      Bei mir begann es an meinem 7. Geburtstag. Meiner Patentante fiel nix gescheites ein und schenkte mir die Skatkasse ihrer Familie bestehend aus Ein- und Zweipfennigstücken. Als krankhafter Sortierer ordnete ich sie nach Jahren und stellte dann fest, dass es da auch noch kleine Buchstaben gab ... Nach einem halben Jahr war das aber wieder langweilig. Drei Jahre später bekam ich von Besuch aus Frankreich eine Blechdose mit ungültigen französischen Münzen. Das war es für mich. Fremde Sprachen und unbekannte Geschichte. Ich reiste schon seit Jahren mit Hilfe eine Globusses und viel Phantasie um die ganze Welt. Jetzt hatte ich zusätzliche Illustrationen, die meine Phantasie noch mehr überborden ließ. Deutsche Münzen waren von nun an langweilig. Ich eroberte Europa und nach und nach die ganze Welt. Meine Weltsammlung besteht heute noch, bereist habe ich inzwischen auch sehr viele Länder (Seemannsfamilie ...), spezialisiert habe ich mich aber auf Afrika und Asien, wo ich nicht ganz schlechte Ländersammlungen habe. Später spezialisierte ich mich noch mehr auf Afrika und nahm auch Token ins Visier ... Wenn mir ein Gebiet gerade etwas langweiliger wird, habe ich reichlich Ersatz mich woanders auszutoben.
      Unten ist meine erste Münze aus Axum, ein Geschenk eines älteren Sammlers. Inzischen habe ich etliche weitere, bessere Münzen dieses Typs, aber diese "Ruine" ist mir "heilig". ;)
      Tolle Geschichte, Afrasi. Und ein nicht ganz alltägliches Sammlungsgebiet, das du dir da ausgesucht hast. Vielleicht kannst du uns ja mal einige deiner Schätze zeigen ... Afrika, Token etc. ! :thumbsup:
      mit freundlichem Gruß

      IVSTVS
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      Quidquid agis prudenter agas et respice finem. Was auch immer du tust, tue es weise und bedenke das Ende.
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