Eichstätt

      Eichstätt in Oberbayern ist Bischofssitz des Bistums Eichstätt.

      Um 740 n. Chr. erfolgt die Errichtung eines Klosters durch Winfried Bonifatius, Ernennung von Willibald von Eichstätt zum ersten Bischof im Bistum Eichstätt. Um 880 werden die Gebeine der Schwester des hl. Willibald, der hl. Walburga, von Heidenheim nach Eichstätt überführt; an ihrem Grab 1035 Gründung eines Benediktinerinnen-Klosters; bis heute Wallfahrtsziel. Nahezu weltweite Verbreitung der Verehrung dieser Heiligen. Am 5. Februar 908 erhält Bischof Erchanbald von König Ludwig IV. das Markt-, Münz- und Zollrecht verliehen sowie das Recht zur Ummauerung und „Eihstat“ durfte sich 1042 „civitas“ (Stadt) nennen. 1205 erhielten die Grafen von Grögling-Hirschberg Vogteirechte. Von 1305 bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts herrschten die Bischöfe von Eichstätt über Stadt und Hochstift Eichstätt.

      Im Dreißigjährigen Krieg wurde die als „Hochburg des Katholizismus“ geltende Stadt von den Schweden erobert, geplündert und am 12. Februar 1634 weite Teile der heutigen Innenstadt fast völlig zerstört. Bis Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte der barocke Wiederaufbau der Stadt durch Graubündener Baumeister, vor allem Gabriel de Gabrieli. Nach der Säkularisation 1802/03 kam die Stadt zu Bayern (nach 1806 Königreich Bayern). 1817 bis 1833 war Eichstätt Hauptstadt des Fürstentums Eichstätt, das die Herzöge von Leuchtenberg innehatten.

      Der Dom zu Eichstätt (St. Salvator, U.L. Frau und St. Willibald) ist die Kathedralkirche des katholischen Bistums Eichstätt in Bayern. Die dreischiffige Hallenkirche geht auf den Gründungsbau des hl. Willibald zurück, der hier bereits im 8. Jahrhundert eine erste Steinkirche errichtet haben soll. Die heutige Kirche entstand im Wesentlichen in hoch- und spätgotischen Stilformen und wurde 1718 durch eine barocke Westfassade abgeschlossen. Zusammen mit dem Kreuzgang und dem zweischiffigen Mortuarium gilt der Dom als eines der bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmäler Bayerns.



      Dom zu Eichstätt, Dom St. Salvator, Unserer Lieben Frau und St. Willibald
      Stahlstich - Poppel - Darmstadt 1870


      Quelle: wikipedia

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