Köln

      Also, ein paar hab ich noch zum zeigen :)
      Heute wird Köln beendet, was bedeutet, dass Mappe 2 von 6 angeschlossen wird.

      Eine weitere der 12 romanischen Kirchen ist die heutige Pfarrkirche St. Severin, benannt nach de, dritten Bischof von Köln, dem Heiligen Severin. Zu beiden Seiten der Severinstraße befanden sich im direkten Umfeld der Stadt Begräbnisstätten (eines der hier gefundenen Grabmale, das des Poblicius, befindet sich heute neben dem Dionysosmosaik im Römisch-Germanischen Museum). Im 4. Jahrhundert entstand hier (unter dem heutigen Mittelschiff von St. Severin) ein kleiner rechteckiger Saalbau (cella memoriae) mit Apsis nach Westen.

      Nach Erweiterungen im 6. und im 8. Jahrhundert wird der Neubau einer romanischen Basilika begonnen (fertiggestellt um 900). Anlass für den Neubau könnte die Überführung der Reliquien des Hl. Severin in die damals neue karolingische Krypta sein. In salischer Zeit, 1043, wurde die Hallenkrypta, deren westlicher Teil noch erhalten ist, geweiht. War der östliche Teil der Basilika bereits im ersten Drittel des 13. Jahrhundert vollendet, so waren die Arbeiten am südlichen Teil erst um 1300 abgeschlossen. Teile der südlichen Apsis sind als Mauerwerk im noch heute erhaltenen Chor von 1237 erhalten. Der romanische Westturm wurde zu Gunsten des spätgotischen Nachfolgebaus 1393 abgebrochen. Während der Zeit vom Ende des 14. Jahrhundert bis in das 16. Jahrhundert hinein wurde das Langhaus im spätgotischen Stil erneuert. Aus dieser Zeit, um 1500, stammt das Netzgewölbe des Mittelschiffs. Vom ursprünglichen Bodenbelag des Mittelschiffs ist nur ein achteckiges Labyrinth erhalten, das allerdings heute zum Bestand des Diözesanmuseums gehört.



      St. Severin
      Stahlstich – Lange, Poppel – Darmstadt 1853



      Die Severinstorburg (nach der Pfarrei St. Severinus benannt; lat. severus = streng, der Strenge) ist eine von vier (neben Eigelsteintor, Hahnentor und Ulrepforte) erhalten gebliebenen Stadttorburgen der mittelalterlichen Stadtmauer von Köln. Etwa in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde das Severinstor als schwere Turmtorburg errichtet. Es sicherte die wichtige Straße in den Süden des Reiches nach Bonn und galt als bedeutender strategischer Standpunkt, denn es schützte zudem mehrere Klöster.

      Die Severinstorburg war eines der Repräsentationstore Kölns während des Mittelalters. Hochgestellte Adlige, Prinzen, Prinzessinnen und Könige wurden dort mit Reitturnieren und Minnespielen adäquat empfangen und gefeiert. So begrüßte Köln 1235 Prinzessin Isabella von England, Gattin des Hohenstaufen-Kaisers Friedrich II., am Severinstor. 1327 wurde hier von Kaiser Ludwig IV. dem Bayer und seiner Gattin Margarethe von Holland ein achttägiges Turnier eröffnet.



      Severinstor
      Stahlstich – Lange, Poppel – Darmstadt 1844


      Quelle: wikipedia

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      Zwei noch heute über die Stadtgrenzen bekannte Plätze in Köln sind der Alte Markt und der Heumarkt. Sie sind die größten Plätze der Stadt.

      In der Römerzeit lag das Gelände des Alten Marktes vor der Rheinmauer und wurde als Hafen genutzt; im Laufe der Zeit versandete der Hafen jedoch und wurde im Rahmen einer Stadterweiterung endgültig zugeschüttet. In jener Zeit entwickelte sich der Alter Markt zum Hauptplatz des römischen Köln. Erstmals urkundlich erwähnt wird er als mercatus coloniae im Jahre 992 n. Chr. Danach diente er dem Landhandel und Viehauftrieb, doch reichte seine Fläche hierfür später nicht aus, sodass in diesem Zusammenhang erstmals im Jahre 1076 der Neumarkt erwähnt wird. Im Mai 1150 zerstört ein Brand die Kirche St. Brigiden. Die gesamte, durch die Stadterweiterung erschlossene Rheinvorstadt hatte in dieser Zeit den Charakter eines einzigen großen, zentralen Marktes für Köln, mit dem Alter Markt in der Mitte. Hier wurde im 11. Jahrhundert die erzbischöfliche Münze erbaut. Eine Unterteilung des großen Marktgeländes durch Buden und Gassen in jener Zeit bewirkte eine Trennung des Platzes, und zu Beginn des 13. Jahrhunderts erhielt die abgeteilte südliche Hälfte des Marktplatzes den Namen „Heumarkt“.



      Der Alte Markt mit Blick auf das Rathaus
      Stahlstich – Lange, Poppel – Darmstadt 1853



      Zur Römerzeit war am Ort des Heumarkts ein Sumpf, dessen Geschichte die Heumarktgrabungen unter Leitung des Römisch-Germanischen Museums offenlegten. Im Mittelalter wurde der Sumpf trockengelegt und zu einem Handelsplatz ausgebaut. In erster Linie wurde dort das namensgebende Heu gehandelt. Hier stand die Kornwaage (1492), und das Korntor am Filzengraben weist auf die große Bedeutung des Kornhandels in dieser Gegend hin. Die Bauern brachten es vom Land zur Fütterung der Pferde in der Stadt mit. Gehandelt wurde ferner mit Tuchen und Leder, Salz, Fleisch und Käse. Mit der Errichtung eines Gebäudes für die Kölner Börse im Jahr 1580 wurde der Heumarkt zu einem Geldhandelsplatz.



      Der Heumarkt mit Blick auf Groß St. Martin
      Stahlstich – Lange, Poppel – Darmstadt 1850


      Quelle: wikipedia

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      Das historische Kölner Rathaus, im Zentrum der Kölner Innenstadt gelegen, ist auf Grund seiner Bauzeugnisse als ältestes Rathaus Deutschlands anzusehen. Seine dokumentierte Baugeschichte erstreckt sich auf einen Zeitraum von über 800 Jahren. Der Rathauskomplex steht im Kernbereich der um 50 nach Christus in den Rang einer Stadt (Colonia) erhobenen römischen Siedlung.

      Erstmals urkundlich erwähnt wurden die Anfänge des Bauwerkes im Jahr 1135/52 als ein Haus, in dem die Bürger zusammen kommen. Der älteste auch heute noch erhaltene Bauteil des Rathauses entstand um das Jahr 1330. Ein Dokument aus diesem Jahr besagt, dass der Nachbar des Rathauses, ein Anselm von Osnabrück, dem anfragenden Rat gestattet, den Unterzug einer Balkenlage in seine nördlich angrenzende Hauswand zu legen. Dieser Vorgang verweist auf ein damaliges größeres Bauvorhaben, in dessen Folge der alte romanische Bau durch einen gotischen Saalbau ersetzt wurde. Da der Saal das gesamte Obergeschoss einnahm, erhielt er den Namen „Langer Saal“ und später „Hansasaal“. Hier tagte am 19. November 1367 eine Versammlung der Hansestädte und bildete eine Konföderation, um gegen den dänischen König Waldemar IV. Krieg zu führen. Der von 1407 bis 1414 erbaute Rathausturm, um 1440 „raizthorn“ genannt, war von seinen Erbauern auch zur Aufnahme und sicheren Lagerung städtischer Urkunden, Privilegien und Geldbriefen bestimmt.



      Rathaus
      Stahlstich – Lange, Poppel – Darmstadt 1850





      Rathaus
      Holzstich – Wagner, Puettner – 1870





      Rathaus Hanseatensaal
      Stahlstich – Lange, Poppel – Darmstadt 1850


      Quelle: wikipedia

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      Das auf dem Stich genannte Templer Herrnhaus zeigt das berühmte Kölner Overstolzenhaus, eines der ältesten Gebäude der Stadt, das älteste erhaltene Patrizierhaus Deutschlands. Es war gleichzeitig Lager- und Wohnhaus.

      Das romanische Patrizierhaus wurde zwischen 1220 und 1225 von Blithildis Overstolz errichtet, einer Tochter des Stammvaters Gottschalk Overstolz, und ihrem Mann Werner, der den Familiennamen seiner Frau angenommen hatte. Nachdem er den Aufstieg ins Schöffenkollegium erreicht hatte, baute er dieses Haus mit seiner Frau zur Erinnerung und zur wirtschaftlichen Nutzung durch seine Handelsfamilie. Werner Overstolz war ein Mitglied der Overstolzen, einer reichen Kaufmannsfamilie, die im Krieg zwischen den Kölner Bürgern und der Kirche eine wichtige Vermittlerrolle spielte. Das gut erhaltene Bauwerk ist ein hervorragendes Beispiel der Romanik in Deutschland.



      Templer Herrnhaus (Kölner Overstolzenhaus)
      Stahlstich – Lange, Poppel – Darmstadt 1850



      Ein weitere bekanntes und bis heute erhaltenes Gebäude ist Gürzenich, eine Festhalle im Zentrum der Kölner Altstadt. Namensgeber ist die Patrizierfamilie von Gürzenich, auf deren Grundstück das Profanbauwerk im 15. Jahrhundert errichtet wurde.

      Das Saalgebäude des Gürzenich wurde von 1441 bis 1447 errichtet und hatte von Anfang an die Funktion eines städtischen Festhauses für verschiedenste Veranstaltungen. Zum einen wurden die Ehrengäste der Stadt Köln im Festsaal empfangen, zum anderen wurden die Räumlichkeiten Adeligen und hohen Bürgern für öffentliche und private Feierlichkeiten zur Verfügung gestellt. Zu prächtigen Empfängen luden 1474 Kaiser Friedrich III. und 1486 der römisch-deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I., der hier 1505 einen Reichstag abhielt. Auch Kaiser Karl V. kam 1520 nach seiner Königskrönung in Aachen nach Köln. Anlässlich des Kurfürstentages bot der Gürzenichsaal 1531 für fast drei Jahrhunderte zum letzten Mal ein prunkvolles Bild, denn mit der schwindenden Größe des reichsstädtischen Kölns waren auch die Gürzenich-Festlichkeiten zu Ende.

      Ab etwa 1645 wurde das Gebäude vorübergehend als Kauf- und Warenhaus genutzt. Am 29. Februar 1788 wurde der Kölner Bankier Abraham Schaaffhausen zum Kommissar des Kaufhauses ernannt. Als in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts die mittelalterliche Festhaustradition wiederbelebt wurde, erhielt der Gürzenich den Stellenwert der wichtigsten Kölner Veranstaltungsadresse zurück. Zu den populärsten Festen gehörten auch damals schon die Karnevalsveranstaltungen. Ein Jahr bevor das Festkomitee Kölner Karneval gegründet wurde, tanzte man bereits 1822 im Gürzenichsaal auf Maskenbällen.



      Haus Gürzenich
      Stahlstich – Lange, Poppel – Darmstadt 1844





      Haus Gürzenich
      Holzstich – Wagner, Puettner – Darmstadt 1870


      Quelle: wikipedia

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      Nachdem das als Regierungssitz genutzte Montaner Gymnasium nicht mehr den Ansprüchen entsprach, entschloss man sich 1830 zum Bau des neuen Gebäudes. Bereits am 22.11.1832 konnte es übergeben werden und die erste Sitzung abgehalten werden. Der Bau wurde von Stadtbaurat Mathias Biercher entworfen, einem Schüler des Baumeisters Karl Friedrich Schinkel.



      Regierungsgebäude
      Stahlstich – Lange, Poppel – Darmstadt 1850

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      Für den vorläufigen Abschluss dieses Threads habe ich mir die wunderschönen Stadtansichten aufgehoben. Diese zeige ich euch einfach unkommentiert. Lasst sie einfach auf euch wirken.




      Ansicht Köln und Deutz
      Stahlstich – Tombleson, Goodman – 1840





      Ansicht über den Rhein
      Stahlstich – Roberts, Foster – 1840





      Ansicht von der Nordostseite
      Stahlstich – Osterwald, Poppel – Darmstadt 1850





      Ansicht von der Westseite
      Stahlstich – Lange, Poppel – Darmstadt 1853





      Ansicht über den Rhein
      Stahlstich – Klimsch, Mayer – 1860

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      Einen kleinen Nachtrag habe ich noch. Köln – ein Thema, dass meinen Bruder zeitlebens beschäftigt hat. Er hat recherchiert, geschrieben, gerätselt. Ein Buch kam dabei raus. Ob ihr es lesen wollt oder nicht: ich zolle ihm Respekt!

      Günter Ruch - Der Krüppelmacher

      Im mittelalterlichen Köln des Jahres 1396 tobt ein Streit zwischen den Zünften und den Patriziern. Inmitten der Unruhen versuchen drei ganz unterschiedliche Menschen ihr Schicksal zu meistern: Der erfolglose Apotheker Matthaus Arnolds, der ein Doppelleben fuhrt und als skrupelloser Krüppelmacher sein Geld verdient, die junge Patrizierwitwe Judith, die sich plötzlich mit der dunklen Vergangenheit ihres verstorbenen Mannes konfrontiert sieht, und das entstellte Bettelmadchen Liza, das sich ihrem brutalen Zuhälter widersetzt und deshalb um ihr Leben bangen muss.
      Ein Zufall fuhrt die drei zusammen und schon bald wird die Begegnung ihr Leben vollkommen verändern ...



      * Verlag: Zabern
      * 2008
      * Ausstattung/Bilder: 2008. 492 S.
      * Seitenzahl: 492
      * Deutsch

      * Abmessung: 226mm x 151mm x 40mm
      * Gewicht: 802g
      * ISBN-13: 9783805338783
      * ISBN-10: 3805338783
      * Best.Nr.: 23370749


      Es gibt ganz unterschiedliche Meinungen zu dem Buch... Manche fanden es großartig. Andere banal und an den Haaren herbei gezogen. Mich hat es inspiriert. Und es hat die Pforten der Geschichte für mich geöffnet...

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      Nach all den wunderschönen Stichen möchte ich mal ein paar Fotos einstellen, zunächst 2 Stereoskopien.



      Die Erste ist vom Kölner Dom noch ohne Spitzen und mit dem Verkaufspreis von 2 1/2 Silbergroschen, so dass sie wohl vor 1873 entstanden sein muss. Sie zeigt den Dom von der Hohenzollern-Brücke aus.



      Die Zweite zeigt die Hohenzollern-Brücke vom Rheinufer aus.

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