Die Münzen der Stadt Trier

      Oh wow, supertoll! Vielen Dank schon mal… die Sonntagslektüre wäre hiermit gesichert. Vom Noss habe ich schon an verschiedenen Stellen gelesen – wenn es sich lohnt, schrecke ich vor einem Kauf auch nicht zurück.

      Ich werde versuchen, mir in den nächsten Wochen einmal einen Überblick zu verschaffen. Aber ich bin jetzt schon sicher, dass ich viele Fragen haben werde!

      LG und DANKE!

      Tube schrieb:

      Ich denke mal das wir Dir hier gut weiterhelfen können, habe ich doch auch schon an Veröffentlichungen über Trier mitgewirkt, und habe noch 2 geplante Veröffentlichungen hier liegen. Du musst nur Fragen.
      Chapeau, Du überrascht mich jeden Tag auf's Neue. Welche Themen planst Du zu publizieren?
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
      www.Waldecker-Münzen.de
      www.Waldecker-Münzfreun.de
      Guten Abend,

      nachdem ich mich ein wenig mit dem Bohl und diversen Plattformen im Internet beschäftigt habe, stellt sich mir eine grundsätzliche Frage zur weiteren Vorgehensweise:

      Kann ich überhaupt bei einem nennenswerten Anteil der Trierer Ausgaben die Prägestätte zweifelsfrei identifizieren?
      Bei einigen Stücken liest man dankenswerterweise in der Randschrift ein CONFLVEN: oder ähnliches, aber das ist die absolute Minderheit.

      Wird der Noss/Schrötter hier noch Licht ins Dunkel bringen oder war es gängige Praxis in der Münzherstellung, die gleichen Motive oder Stempel in mehreren Städten zu schlagen und ich kann nicht restlos sicher sein? Wenn dem so ist, müsste ich mich entscheiden, ob ich mich auf die eindeutigen Stücke reduziere oder das Sammelgebiet auf Gesamt-Kurtrier erweitere.

      Schwierig… aber faszinierend :)
      Ab 1307 sind fast alle Stücke eindeutig der Prägestätte zuzuweisen, da helfen der Noss und Schrötter schon sehr gut weiter. Schwierig wird es bei den früheren Stücken ( Denaren ), dort kann es auch vorkommen, dass auch wenn Koblenz drauf steht, es sich um einen Beischlag eines fremden Münzherren handelt. Aber auch diese Stücke sollten im Koblenzer / Trierer Raum umlaufen. Diese Stücke haben dann zwar einen Hinweis ( Beizeichen ), die aber heute oft nicht mehr gedeutet werden können. Einige Beispiele kannst Du Dir ja mal von Waldeck ansehen, die oft Münzen von Köln und Soest kopiert haben. Deren Beizeichen war dann oft der Stern oder Kreis. Zu allem Überfluss hat aber Köln auch oft das Beizeichen Stern verwendet.

      waldecker-muenzen.de/

      Das gleiche Stempel in verschiedene Prägestätten Verwendung fanden ist sehr, sehr selten. Dies geschah nur beim Umzug einer Münzstätte.
      Oups und danke Tube für den Link auf meine Site. Allerdings schmeißt Du Schängelsche so ins kalte Wasser. Er müßte sich erst in "Waldeck" einarbeiten - was ihn ja eigentlich nicht interessiert.

      @Schängelsche: wenn Dich nur die Beizeichen interessieren, die die waldeckischen Nachahmungen von den Originalen unterscheiden, gibt oben im Suchfeld einfach "Nachahmung" ein. Du bekommst als Ergebnis sechs Seiten waldeckischer Nachahmungen mit unterschiedlichen Beizeichen. Durch einen Klick auf einen der Datensätze öffnet sich die zugehörige Karteikarte mit allen notwendigen Angaben, Bildern und weiterführenden Links.
      Bei Fragen kannst Du mich hier oder über meine Website auch gerne anschreiben.
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
      www.Waldecker-Münzen.de
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      Nein die Herrschaft Pyrmont ( Eifel ) hat nichts mit der Grafschaft Pyrmont ( Waldeck ) zu tun. Den Ort Pyrmont gibt es 2 mal.

      Dies erscheint erst mal merkwürdig, so ein ausgefallener Namen, aber wenn man ihn ins Hochdeutsche übersetzt mit in etwa Quellenberg - Ort an einer Bergquelle, ist dies nicht mehr so verwunderlich. Wie oft gibt es den Namen Hall oder Neustadt :)

      justus schrieb:

      Der einfache Trierer Albus wurde 1689 unter Erzbischof Hugo von Orsbeck (1676-1707) durch das dreifache Petermännchen oder kurz "Dreipetermännchen" (= 3 Albus", ebenfalls in Billon geprägt, ersetzt. Das Münzbild zeigt variiert das Brustbild des hl. Petrus mit dem Schlüssel auf Wolken. Sein Wert ensprach 5 Kreuzern. Diese Prägung endete mit dem Jahr 1715.


      Diesen letzten Jahrgang (1689) des Petermännchens kann ich hier vorstellen (1. Bild). Der hl. Petrus ist scheint's etwas in die Jahre gekommen und wirkt recht verwahrlost ... wenn's nicht sogar eine zeitgenössische Fälschung sein sollte: MONU NOV anstelle von MONE NOV in der Averslegende, und ein gespiegeltes P in der Reverslegende G - A - T - P?

      Da wir erst ein Exemplar des Folgenominals "Dreipetermännchen" hier vorgestellt haben, füge ich drei variierende Versionen dieses Typs an (1693 CL, Schrötter 696 ff, 1699 CL, ohne Referenz (!) und 1705 GG, Schrötter 722) - geprägt wohl alle in Koblenz.

      Gruß klaupo
      Bilder
      • 1689_Peter_Trier_b.jpg

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      • 1693-1705_3_Peter_Orsbeck_Trier_Var_b.jpg

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      Hallo klaupo

      Interessante Stücke, das Petermännchen 1689, ist wohl eher ein Beischlag da es Silber zu sein scheint, mir ist ein ähnliches Stück bekannt von 1682, aber genaueres habe ich da auch noch nicht raus gefunden. Der würde sich bei mir auch sehr wohl fühlen :thumbsup:

      Könnte der 1699 nicht ein 1693´er sein, der aus 1692 umgeschnitten wurde?

      chevalier schrieb:

      Darf man erfahren, bei welchen Werken du mitgewirkt hast oder ist das geheim?


      Das darfst Du. Das bisher Letzte war "Vier Münzfunde, verborgen um 1410", Mein Einwand betraf die Hortfunde, das daraufhin geändert wurde, und der Artikel ist zum NNB gegangen. Wird vielleicht in 1-2 Jahren veröffentlicht oder auch nicht.

      Darf ich auch mal eine Frage Stellen @justus , @chevalier und @muenzensammler.80 ist Dir / Euch das eigentlich nicht Peinlich, da die enge Verbundenheit, dann noch die Lobeshymnen, aufgefallen ist, hier weiter erfolglos mir andauernd was unterstellen zu wollen ( Zweitwohnsitz, geheim 8o ) ? Also ich würde in so einem Fall vor Scham in den Boden versinken, aber mich bestimmt hier nicht mehr blicken lassen. :yeti:
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