Mittelalterliche Denare und Teilstücke davon aus altdeutschen Landen

      Tube schrieb:

      oder ist es doch eine Hostie am Stiel ( ein Lutscher )
      nette Idee.

      Bei der Krümme bin ich mir nicht sicher. Es scheint, als sei die untenliegende Öffnung im Laufe der Jahre einfach nur "zugelaufen". Eine total geschlossene Krümme habe ich noch nicht gesehen. Vielleicht ist es aber auch ein Perlkreis als Beizeichen im Feld? Dann würde ich aber sofort und ganz laut "Korbach" rufen. :lach
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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      Heute möchte ich mal eine Serie von Triere Pfennigen vorstellen, die ich zusammen gekauft habe, aber keine Vergleichsstücke gefunden habe. Es handelt sich dabei um Arnold II von Isenburg Pfennige zu Weiler 154

      Interessant währe ob Jemand auch solche abweichende Stücke kennt?

      Weiler 154 sieht folgendermaßen aus, leider habe ich keinen davon:

      Trier

      Arnold II von Isenburg 1242-1259

      Pfennig - Trier
      VS : ARN OLDVS - Hüftbild r. mit Krummstab und Buch
      RS : TREV ERIS - Kirche mit großem Mitteltum, zwei dünnen Seitentürme und Stern im Tor. Die Umschrift beginnt bei etwa 9 Uhr
      LIT : Weiler 154
      GE : Etwa 0,7 g

      Da hätte ich dann mal als erstes dieses Stück von groben Stempelschnitt



      Pfennig - Trier
      VS : ARN OLDVS - Hüftbild r. mit Krummstab und Buch
      RS : TREV ERIS - Kirche mit großem Mtitteltum, einem rechten dünnen Seitentürme und Stern im Tor. Die Umschrift beginnt bei etwa 9 Uhr
      LIT : Weiler zu 154
      GE : 0,59 g

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      Dieser Stempel ist schon etwas feiner geschnitten, aber immer noch grob.



      Pfennig
      VS : ARN OLDVS - Hüftbild r. mit Krummstab und Buch
      RS : TRЄV ERIS - Kirche mit großem Mitteltum, zwei dünnen Seitentürme und Stern im Tor. Die Umschrift beginnt bei etwa 12 Uhr
      LIT : Weiler zu 154
      GE : 0,71 g

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      Diese zwei sind sich sehr ähnlich, von feinem Stempelschnitt



      Pfennig - Trier
      VS : ARN OLDVS - Hüftbild r. mit Krummstab und Buch
      RS : TREV ERIS - Kirche mit großem Mitteltum, zwei dünnen Seitentürme und Stern im Tor. Die Umschrift beginnt bei etwa 12 Uhr
      LIT : Weiler zu 154
      GE : 0,66 g



      Pfennig - Trier
      VS : AOLDVS - Hüftbild r. mit Krummstab und Buch
      RS : TREV ЄRIS - Kirche mit großem Mitteltum, zwei dünnen Seitentürme und Stern im Tor. Die Umschrift beginnt bei etwa 12 Uhr
      LIT : Weiler zu 154
      GE : 0,73 g

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      Pfennig - Trier

      VS : HTI ░░░ - Hüftbild r. mit Krummstab und Buch
      RS : TRЄV ERIS - Kirche mit großem Mitteltum, zwei dünnen Seitentürme und Stern im Tor. Die Umschrift beginnt bei etwa 12 Uhr
      LIT : Weiler zu 154
      GE : 0,72 g

      Hat Jemand eine Idee? :)

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      Andicz schrieb:

      Korbach ist Erklärungsbedürftig :)

      Die Münzstätte Korbach (für Waldeck und zeitweise selbständig) setzte im MA einen kleinen Perlkreis als Erkennungsmerkmal ein. Es ist schon ein krankhafter Reflex bei mir, wenn ich einen Stern oder einen Perlkreis sehe, immer sofort an Waldeck zu denken... Da ist der Wunsch der Vater des Gedankens.
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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      Mainz Erzbistum, Pfennig

      Conrad von Wittelsbach 1183-1200


      Die Rückseite dürfte doch dann den Mainzer Dom darstellen, oder?
      Erinnert mich sehr an den Ostchor.

      Was ist denn mit den 2 Punkten die den großen Turm flankieren.
      Ist da jeweils noch ein Punkte darüber, oder sind das Teile der Architektur?

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      Hier noch ein Schriftloser Vierling

      Limburg

      Wilhelm I 1401-1457



      Vierling - Hohenlimburg - (1420-1430)
      VS : Hüftbild v.v. mit Kranz aus drei Schrägkreuze, mit Schwert in der Rechten und Limburger Löwen-Wappen auf der Brust
      RS : Limburger Helm
      LIT : Berghaus-Spiegel 37a
      GE : 0,16 g

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      Tube schrieb:

      wpmergel schrieb:

      Avers lese ich (Kaiser) OTTO und Revers
      Ja Kaiser Otto mit Buch naja, aber Mitra und Krummstab ?( Ich glaube da hast Du Dich verlesen :thumbsup:

      Ich habe ja noch das "Invers-Problem" und wenn ich Dein Bild drehe, wird aus dem O von OTTO auf wundersame Weise die Krümme des Bischofstabes. Dann stimmt alles wieder. Sorry - ich sollte wieder VORHER invertieren...
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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      Diese Kugeln sind bei den anderen Stücken nicht. Von Westfalen ist es ja bekannt das alle Flächen ausgefüllt wurden, aber bei dem Stück sind mir die Kugeln, wie ich auch schon bei der Beschreibung geschrieben habe unbekannt.

      Nun könnte man ja an Hofgeismar denken, zumal wenn man dieses Stück sieht:

      mcsearch.info/record.html?id=846937


      Zum einen der häufig geschlossene Krummstab und die Punkte neben den Außentürme. Hofgeismar wurde im Jahre 1082 als Hovegeimari in einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Sigfried I erwähnt. Hofgeismar kam durch einer Schenkung zum Erzbistum Mainz. Im Jahre 1223 erhielt "Hove Geismari von Erzbischof Sigfried II das Stadtrecht.

      Das Problem, es sind aus Hofgeismar aus dieser Zeit wohl keine Prägungen bekannt. ?(

      Tube schrieb:

      Zum einen der häufig geschlossene Krummstab
      An diesem schönen Beispiel erkennt man die Defizite einer ausschließlich textlichen Beschreibung ganz gut. Unter einer geschlossenen Krümme, verstehe ich , daß das Ende nicht wie üblich nach außen abknickt, sondern mit dem Rest der Krümme einen komplett geschlossenen Kreis bildet. Solche Bischofstäbe kenne ich nicht.

      Dein angeführtes Beispiel würde ich als "Krümme in Schneckenform" bezeichnen. Da kann man sich ganz gut vorstellen, zu welchen Mißverständnissen es früher gekommen sein muß.

      Wir können uns alle glücklich schätzen, daß Fotos und Detailvergrößerungen heute Standard sind.
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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      Nein nein Wolfgang, ich meinte nicht die Schneckenform wie auf dem Link, deshalb habe ich häufig geschrieben, ich habe mich aber etwas unglücklich ausgedrückt, aber ich habe kein Bild im Netz gefunden, wenn Du den Katalog der WAG Mai 1995 hast da ist unter der Nr. 1296 zum Beispiel einer abgebildet.
      Hallo Tube,

      meine Auktionskataloge sind aus Platzgründen auf dem Dachboden in Kisten verstaut.

      Mein derzeitiger Wissenstand ist in etwas der:

      Mittelalter-Lexikon schrieb:

      Krummstab (Bischofs-, Abts-, Äbtissinenstab, Hirten-, Schäfer-, Krummstab, virga pastoris, baculus pastoralis, pedum). Möglicherweise auf des Herrschaftszeichen ägyptischer Könige und darüber weuter zurück auf ein Werkzeug der Hirten zurückgehendes geistliches Würdezeichen. (Der Hirtenstab war an einem Ende hakenförmig gekrümmt, um ein Tier oberhalb des Fersenhöckers fixieren und so einfangen zu können. Im 4. Jh. u.Z. zeichnete Kaiser Konstantin die christl. Bischöfe mit dem Rechtssymbol eines Stabes aus, der dem röm. Augurenstab nachempfunden war. Als Insignie des christlichen Kultes ist der Krummstab erstmals im 6./7. Jh. in Frankreich und Spanien bezeugt. Der Form nach besteht er aus einem ca. 1,5 m langen geraden Schaft, dem am oberen Ende über einer knotenartigen Verdickung – dem nodus oder Halsring - die hakenförmige oder schneckenartig gewundene „Krümme“ aufsitzt.
      ... ein geschlossener Typ ist also vermeintlich nicht dabei.

      ... wenn ich nun aber weiterlese, wird's bunt:

      Mittelalter-Lexikon schrieb:

      der sogenannte Wolfgangstab (Krümme aus schwarzem Büffelhorn, Elfenbein, Bein, Silber und vergoldetem Messing, mit farbigen Steinen verziert, 10. Jh, Stab 13. Jh.; die von der Krümme umschlossene Kapsel in Form eines Rundmedaillons zeigt auf der Vorderseite die getriebeneFigur des thronenden Bischofs Wolfgang, der in seiner Rechten ein Kirchenmodell, in der Linken den Bischofsstab hält; der Stab ist im Besitz der Kath. Pfarrkirchenstiftung St. Emmeram in Regensburg und zählt zu den bedeutendsten Berührungsreliquien, die vom Hauptpatron des Bistums Regensburg erhalten sind
      ... ausgerechnet der Wolfgangstab hat so etwas wie eine runde, geschlossene Krümme! Toll, da bin ich ja schön blamiert.

      Aber auf Münzen habe ich diese Form zumindest bewusst noch nicht gesehen und eine erste Recherche im Netz war leider umsonst. Es würde mich freuen, wenn wir weitere Beispiel ausgraben könnten.
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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