Münzen aus der Kipperzeit

      Nach langem mal wieder eine Kippermünze die, wie ich denke, gut hier rein passt.

      Siebenbürgen

      Gabriel Bethlen 1613-1629



      24 Kreuzer - Oppeln - 1623
      VS : +GABRIEL•D:G•AC• = RO•IM•ET•TRAPRI / (24) - Büste r.
      RS : REG•HV•DN•SI•COAC•OP•RA•DVX•1623 - Gekröntes Wappen zwischen B = Z
      LIT : Resch 203
      GE : 3,65 g

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      Andicz schrieb:

      Schön, dass es hier weiter geht!
      Dann mache ich mal weiter :lach

      Baden-Durlach

      Friedrich V 1622-1659



      6 Batzen - (1622-1623)
      VS : |FRIEDRICH : V : G : G : M : Z : BA•V : HA : L•Z•S : G•Z•S - Geharnischtes Hüftbild mit Kommandostab in der Rechten und die Linke in die Hüfte gestützt
      RS : |V•EBERS•H•Z•ROT•BADE W•LOR•V•MAL - Verziertes Wappen
      LIT :
      GE : 3,83 g

      Der Typ mit Kommandostab in der Rechten ist recht selten, meist hält er ihn in der Linken.

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      Dein Badener gefällt mir außerordentlich gut, Tube.
      Deshalb: volle Punktzahl :10:

      Genauso
      liebe ich kleine (und wie hier seltene) Silberlinge :love: : schon deutlich abgegriffen (resp. mit Prägeschwächen), aber alles Wesentliche noch erkennbar.
      Das Schöne bei Silbermünzen ist nämlich auch, dass sie im Laufe der Jahre anlaufen und der dadurch einsetzende Farbkontrast oftmals Einzelheiten hervorzaubert, die man vorher gar nicht so recht wahrgenommen hat.

      :danke:

      Dann werde ich gleich noch einen Silbernen dazustellen

      Friedrich Ulrich 1613-1634



      12 Kreuzer - 1621
      VS : •FRI•UL•D•G•DU•BR•E•LU - Wilder Mann steht v. v. mit Baumstamm in der Rechten
      RS : FR•II•D•G•R•RO•A•621 - Gekrönter Doppelkopfadler mit Reichsapfel auf der Brust, in dem die Wertzahl 12
      LIT :
      GE : 2,70 g

      Das Stück hat noch Prägeglanz, ist aber sehr schwach ausgeprägt

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      wpmergel schrieb:

      Wie 1622 ist schon zu Ende
      Natürlich nicht, ich habe noch eine gefunden :lach

      Anhalt

      Christian I + August + Ludwig + Johann Kasimir + Georg Aribert + Johann 1621-1630



      1/24 Taler - Dessau - 1622

      VS : GROS : PRIN = ANH:COM•AS - Behelmtes Wappen
      RS : +FER•II•D•G•RO:IM•S•A•16 = 22• - Reichsapfel mit Wert 24
      LIT : Mann 193
      GE : 1,23 g

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      Nach über einem Jahr hole ich den Faden mal wieder aus der Versenkung. Zwei weitere Münzen der Kipperzeit haben inzwischen zu mir gefunden.
      Nr.1: Stadt Schweinfurt, Cu 1/84 Gulden von 1622, 0,98 gr., KM 1
      Nr.2: Fugger-Babenhausen-Wellenburg, Georg IV. (1598-1643), Cu Kreuzer 1622, 0,79 gr, KM 5
      Gruß ischbierra
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      • 1622 , 84stel Gulden, KM 1 (1).JPG

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      • 1622 , 84stel Gulden, KM 1 (2).JPG

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      • 1598-1643 Georg IV. Kreuzer 1622, KM 5 (1).JPG

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      • 1598-1643 Georg IV. Kreuzer 1622, KM 5 (2).JPG

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      Münzen aus der Kipperzeit

      Hallo Sammlerfreunde,
      auch von meinem Sammelgebiet Brandenburg-Preußen gibt es viele Kippermünzen, Kurfürst Georg Wilhelm
      wollte auch an der Geldvermehrung teilhaben, ich zeige mal 2 Kippermünzen:
      1. 6-Gröscher 1622, Crossen, Bahrfeld 681
      2. 12-Gröscher 1623, Crossen, Bahrfeld 688
      Diese Münzen wären nach der Reichsmünzordnung 8-lötig gewesen, sie wurden aber nur 3-4 lötig geprägt.
      Nach Ende der Kipperzeit waren sie weiterhin gültig, jedoch zum Kurs von 6-Gröscher = 1 Guter Groschen.
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      Münzen aus der Kipperzeit

      Hier noch eine Ergänzung zu den Kippermünzen von Brandenburg:
      Die Kipperzeit führte zu einem akuten Mangel an Kleingeld, da alle guthaltigen Münzen abwanderten und eingeschmolzen wurden. Daraufhin wandten
      sich größere Städte an den Kurfürsten um eine Genehmigung zur Prägung städtischer Pfennige.
      Die Genehmigung wurde erteilt und Kurfürst Georg Wilhelm bestimmte, dass 16 solcher Kipperpfennige auf einen Groschen gerechnet werden sowie
      die Insignien der Stadt enthalten sollten.
      Die Prägung erfolgte größtenteils einseitig aus fast reinem Kupfer, teilweise mit Silbersud, um den Silbergehalt vorzutäuschen, Gewicht ca. 0,2 bis 0,4 Gramm.

      1. Münze: Beeskow 1621, Stadtwappen, Jahreszahl und B, Beeskow erhielt die Genehmigung, 12 Pfennige auf den Groschen zu rechnen.
      2. Münze: Frankfurt/Oder 1622, 2 Wappen (Helm und Hahn), Jahreszahl und F
      3. Münze: Cottbus ohne Jahreszahl, Krebs und SC für Stadt Cottbus, auch hier wurden 12 Pfennige auf den Groschen gerechnet.
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      Numis 68 hat ja hier ein paar schöne Stücke gezeigt; heute ist nun auch bei mir wieder ein Exemplar angekommen. Geprägt wurde es in Warburg. Dort hatten die Bischöfe von Paderborn im späten Mittelalter eine Münzstätte. Die Stadt prägte 1622/23 Kupfermünzen ohne Münzrecht. Das 4-Pfennigstück wiegt, 1,4 gr.
      Gruß ischbierra
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      • 1622, 4 Pfennig, KM 4 (1).JPG

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      • 1622, 4 Pfennig, KM 4 (2).JPG

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      Erst vor wenigen Tagen eingetroffen:
      Deutscher Orden, Karl I. von Österreich 1618-1624, 3 Pfennig 1622, 0,97 gr.
      AV: Hochmeisterschild zwischen 16 22, darüber .T.O.
      RV: III im Laubkranz
      Gruß ischbierra
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      • 1618-1624 Karl v.Österreich, 3 Pfennig 1622, KM 54 (1).JPG

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      • 1618-1624 Karl v.Österreich, 3 Pfennig 1622, KM 54 (2).JPG

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      Schön, daß sie Dir auch gefallen.
      Eben brachte der Postbote noch ein weiteres Stück aus dieser Zeit; leider ist es nicht so gut erhalten, dafür aber auch nicht häufig.
      Herzogtum Westfalen, Ferdinand v.Bayern (1612-1650), Cu 2 Schilling oJ (um 1629), 2,37 gr., KM 12 var
      AV: Westfalenroß im Kreis auf Langkreuz :MON .DVCA. WEST PHAL:
      RV: II im ornamentierten Quadrat
      Gruß ischbierra
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      • 1612-1650 Ferdinand v.Bayern, 2 Schilling um 1620, KM 12 var (1).JPG

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      • 1612-1650 Ferdinand v.Bayern, 2 Schilling um 1620, KM 12 var (2).JPG

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      Und wieder ist ein Stück aus dieser Zeit bei mir eingetroffen. Auf S.1 hatte ich schon mal ein 12-Scherf-Stück aus Erfurt von 1622 gezeigt. Hier ist nun eins von 1621. Es wiegt 1,68 gr. Nikol KM 30
      AV: Erforter Rad im Perlkreis ERFVRTENSIVM 16Z1
      RV: XII SCHERF
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      • 1621, XII Scherf, KM 30 (1).JPG

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      • 1621, XII Scherf, KM 30 (2).JPG

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      12 Pfennig 1621 Bielefeld

      Hallo Freunde der alten und der neuen Münzen!
      Ich bin ganz neu hier, lebe im Land Brandenburg als Rentner
      und schaue schon einige Zeit in dieses Board.
      Das Thema Kippermünzen sollte weitergeführt werden!
      Als kleinen Einstand zeig ich mal folgendes Stück:

      Kurfürstentum Brandenburg
      Georg Wilhelm, 1619-1640
      12 (Kupfer-)Pfennige 1621
      Münzstätte Bielefeld für die Grafschaft Ravensberg
      Katalognummer: Stange 166c (nach den Angaben der Münzhandlung)
      •*•NVMMVS*RAVENSPVRGENSI

      Einen schönen Gruß, der Brandenburger
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      • XII Pfennig 1621 Bielefeld.jpg

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      Heute mal ein weiteres Stück aus der Reihe der brandenburgischen
      kurfürstlichen Prägungen der Kipperzeit:
      Mzst Cöln o.Jz. (1622 geprägt)
      6 Groschen
      Bahrfeldt Nr. 666a/d
      3,40 g, 26,5 mmm, Billon
      zum Vergleich die Daten eines etwa zeitgleichen 1/4 Talers aus Königsberg
      (Das Herzogtum Preussen beteiligte sich nicht am Kipperwahnsinn):
      6,94 g, 30 mm, Silber nach der Reichsordnung
      Einen schönen Gruß, der Brandenburger

      P.S.
      an ischbierra: Meine Sammlung ist relativ klein, nur Brandenburg-Preussen
      querbeet durch die Jahrhunderte.
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      • Kipper 6-Gröscher Cöln.jpg

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