Münzen aus der Kipperzeit

      Wie 1622 ist schon zu Ende ?( :lach
      Ich kann das Jahr aber nicht verlassen, bevor ich Dir meine Favorites aus 1622 gezeigt habe. Ich finde, Sie gehören zu den besten (Stempelschnitten), die jemals für Waldeck angefertigt wurden. Leider gehört mir davon nicht eine einzige Münze. Ich bin aber schon froh, wenigstens gute Bilder zu besitzen. Es handelt sich um:


      WM 21-54-52-1 einen wunderbaren ¼ Taler (o. J.) aus der Slg. Grönegreß


      WM 21-56-20-1 die ½ Taler (Klippe o. J.) ex Slg Hennig und jetzt ebenfalls Slg Grönegreß, sowie


      WM 21-71-21-1 einen Goldgulden (o. J.) der in Frankfurt im Historischen Museum unter der Nummer 39786 iventarisiert ist.

      Vom allen ist schon schwierig, nur ein Bild zu bekommen :d4:
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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      Hallo ischbierra,

      Ja, die sind wirklich rar - vmtl. Unikate. Die großen WA-Sammlungen hatte ich alle vor der Linse und da waren Sie eben jemals nur einmal dabei.

      Jetzt muß ich Dich aber mal was fragen: was meinst Du mit "Nicol"? Du hast "Nicol" vorher mit KM (Krause Mishler) verwendet. Der KM ist sowie äußerst lückenhaft und zu Waldeck existiert nur sehr spärliche Literatur. Die einzige zusammenhängende Übersicht über das Gebiet gibt's nur auf meinen Seiten.

      Threadnamen habe ich geändert.
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      Das obere könnte die lippische Rose sein? und drunter ein halber Stern?

      Übrigens, ich habe neulich den Münzbestand eines Musseums fotografiert. Dabei waren u. a. über 400 (!) sternseitig mit dem Waldecker Stern gegengestempelte III Pfg. 1622 (wm 21-13-21-3). Es war nicht ein einziges Stück dabei, daß wertseitig gegengestempelt wurde. Damit haben sich die Mitarbeiter der Münzstätte äußerst korrekt an die Vorgabe gehalten. Denn das hier die Sternseite gegengestempelt werden sollte, kann man im Staatsarchiv in Marburg nachlesen. Dort finden sich dazu viele Akten - auch wenn es etwas mühselig ist.
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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      Ich setze also das Jahr 1621 fort mit einem 3 Flitter-Stück aus Braunschweig-Wolfenbüttel unter Friedrich Ulrich 1613-1634, 0,77 gr., Welter 1363 var.

      Gruß ischbierra
      Bilder
      • 1613-1634 Friedrich Ulrich, 3 Flitter 1621 (1).JPG

        81,8 kB, 456×446, 176 mal angesehen
      • 1613-1634 Friedrich Ulrich, 3 Flitter 1621 (2).JPG

        81,87 kB, 466×446, 170 mal angesehen
      Bovor ich den Jahreswechsel auch vollziehe, noch ein letztes Teil aus 1622 und gleichzeitig mein highlight aus diesem Jahr. Wie bereits erwähnt, gehören nicht gegengestempelte Stücke zu den absoluten Raritäten. Naturgemäß haben die kleineren Nominale die Jahre schlechter überdauert. Deshalb bin ich auf meinen jungfrräulichen (was den GS angeht) Pfennig 1622 besonders stolz. Die sichtbare Korrosion hält sich in Grenzen.

      wm 21-11-21-1, Hennig 107, Kayser 168, Weingärtner 739a
      0,600 g / ~ 15,5 mm
      Bilder
      • INr 0492 21-11-21-1.JPG

        298,11 kB, 2.510×1.250, 151 mal angesehen
      Herzliche Grüße aus Waldeck
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      Es ist erstaunlich, wie rasant der Edelmetall-Anteil bei diesen Münzen gesunken ist.

      Bei meinem nachfolgenden VIII Heller (Kipper) 1621 kann man den hohen Kupferanteil sogar sehen.
      Weil Kupfer leider viel schneller korrodiert als Silber, sind diese Stücke in vergleichbarar Erhaltung äußerst selten.

      Die Daten:
      • wm 21-08-13-6
      • Slg. Hennig -, Slg. Kayser 161
      • Billon, 0,920 g, 17,6-18,5 mm
      Bilder
      • 21-08-13-6 0328.jpg

        178,09 kB, 1.700×850, 157 mal angesehen
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      Ja, diese Stücke an denen beim Silber gespart wurde, sind ja die eigentlichen Kippermünzen. Obwohl ich auch Sachsen sammle und in Sachsen viele Kippermünzen geprägt wurden, habe ich noch keine; entweder genügten sie nicht meinen Ansprüchen an die Erhaltung, oder sie waren mir zu teuer. Aber irgendwann werde ich sicher auch einen Kippertaler mein eigen nennen.

      Deswegen noch eine Münze aus der Kipperzeit, ohne Datum, aber wohl 1621 ausgemünzt: Ulm, 1 Heller, 0,52 gr., Nicol KM 7

      Gruß ischbierra
      Bilder
      • (1621) Heller, KM 7.JPG

        82,36 kB, 462×446, 168 mal angesehen
      Ein auch optisch sehr interessantes Stück - danke ischbierra.
      Es sind einige davon im Markt - ebay, Ma. etc. aber keins ist so gut erhalten wie Deins.
      Bei uns und im westälischen sind mir solche einseitigen Kipperpfennige/-heller nicht bekannt.
      Nach welchem Vorbild wurde sie au7sgemünzt und kannst Du mir die Bildseite mal erklären?
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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      Eine weitere Münze von Ulm ist unterwegs zu mir; gleiches Motiv, nur etwas größer.

      Die Ulmer mögen mir verzeihen, die Münze steht Kopf. Zu sehen ist das Stadtwappen von Ulm, oben schwarz unten weiß.

      Weiter oben hatte ich ein 3-Flitter-Stück aus Braunschweig-Wolfenbüttel von 1621. Hier nun ein ähnliches, ohne Jahreszahl: 0,96 gr.

      Gruß ischbierra
      Bilder
      • 1613-1634 Friedrich Ulrich, Flitter oJ (1).JPG

        81,63 kB, 480×446, 160 mal angesehen
      • 1613-1634 Friedrich Ulrich, Flitter oJ (2).JPG

        78,86 kB, 451×451, 138 mal angesehen

      ischbierra schrieb:

      Die Ulmer mögen mir verzeihen, die Münze steht Kopf.

      :lach lustig - falschrum siehts gar nicht wie ein Wappen aus :( :lach

      Leider habe ich aus diesen Jahren nur noch weitere I und III Pfennige mit und ohne diversen Gegenstempel. Das zu zeigen würde aber schnell langweilig. Klar, es gibt aus Waldeck mit den Prägehjahren 1620-1623 noch viel mehr Interessantes. Leider sind aber Taler, Klippe und Gulden so selten, daß diese mir während meiner gesammten Sammlerzeit nicht einziges Mal angeboten wurden. Selbst wenn so ein Stück irgendwann mal kommt, werde ich es mir bestimmt nicht leisten können.
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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      Na dann zeige ich mal meine letzten Stücke aus diesen Kipperzeitjahren:

      1.Augsburg, 2 Heller 1622, 0,45 gr.,CCX bedeutet 1/210 Gulden, KM A7

      2.Augsburg, 1 Heller 1620, 0,58 gr.,CCCCXX bedeutet 1/440 Gulden, KM 1

      3. Isny, 1 Pfennig oJ (um 1623), 0,65 gr. KM 5 oder 15
      Bilder
      • 1622, 2 Heller KM 47 (1).JPG

        89,5 kB, 446×513, 155 mal angesehen
      • 1622, 2 Heller KM 47 (2).JPG

        82,53 kB, 446×477, 196 mal angesehen
      • 1620, 1.Heller, KM 1 (3).JPG

        85,98 kB, 451×480, 156 mal angesehen
      • 1620, 1.Heller, KM 1 (4).JPG

        85,09 kB, 475×451, 156 mal angesehen
      • o.J (1623), Pfennig, KM 5.JPG

        83,58 kB, 446×461, 178 mal angesehen
      Und nun noch die allerletzten:

      1.Bayern, Maximilian I., 4 Pfennig oJ, 0,76 gr, KM 10

      2. Bayern, Maximilian I.,Schwarzpfennig 1624, 0,35 gr, KM 106
      Bilder
      • 1598-1651 Maximilian I. 4 Pfennig oJ, KM 10 (2).JPG

        79,53 kB, 451×454, 150 mal angesehen
      • 1598-1651 Maximilian I. 4 Pfennig oJ, KM 10 (1).JPG

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      • 1598-1651 Maximilian I. ,Schwarzpfennig 1624, KM 10 (1).JPG

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      • 1598-1651 Maximilian I. ,Schwarzpfennig 1624, KM 10 (2).JPG

        86 kB, 472×446, 146 mal angesehen
      Irres Teil der Schwarzpfennig - fast wie eine Klippe. Es könnte auch als Marke durchgehen. Niemand gibt sich mehr gro9e Mühe, wenn das Geld schneller im Wert fällt, als man es ausgeben kann. Hoffentlich begreifen die Währungshüter, wie unsozial Inflation wirklich ist.

      Na ja, al schauen, ob sich noch einer als Fan der KipperundWipper-Münzen outet.
      Sollen wir mal eine andere Zeit aufmachen? Waldeck geht mit seinen Schwalenberger Vorläufern im 12. JH los. Die Denare dieser Zeit reichen ja bis ans Ende des 14. JHs
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
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