Alte Briefmarken in Gold - Suche nach technischen Daten

      Alte Briefmarken in Gold - Suche nach technischen Daten

      Hallo zusammen,
      nach längerer Abwesenheit habe ich doch mal wieder
      eine Frage. Ich liege in den letzten Zügen bei einem Nachlaß und nun
      komme ich zum undankbarsten Teil: Medaillen. Nachdem Göde und MDM
      abgewinkt haben (Meine Meinung: die lügen! <vbg>) suche ich immer
      noch nach näheren technischen Daten zu einigen Medaillen. Abbildungen
      sind jeweils alte Briefmarken, auf der Rückseite ist eingeprägt "in 900
      Gold geprägt, Staatl. Münze München" und jeweils eine Auflagenzahl
      zwischen 5000 und ... irgendwo war mal eine 83.200 dabei.
      Von daher
      bin ich ja schonmal nah dran am Wert, da ich aber keine Feinwaage habe
      (und mir auch nicht für eine einmalige Aktion zulegen möchte) wären
      einige technische Daten schon hilfreich: Genaues Gewicht, stimmt das mit
      dem Feingehalt, stimmt das überhaupt, daß das Gold ist oder bedeutet
      "geprägt in 900 Gold" vielleicht nicht unbedingt, daß es massiv ist...
      Und
      zu guter letzt: natürlich weiß ich, daß Medaillen nur eine
      Randerscheinung im Münzgebiet sind. Kennt vielleicht jemand ein
      Medaillensammlerboard, das seriös und von Sammlern und nicht von
      Händlern ist?
      Als Anlage als Beispiel 5 Motive, insgesamt habe ich 14 verschiedene.
      Viele Grüße
      Amtranik
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      Hallo amtranik,
      MDM und Göde haben damit ausnahmsweise nichts zu tun.
      Diese Teile stammen von Sir Rowland Hill.
      Sie bestehen aus 900er Gold, mit dem Gewicht kann ich nicht dienen, da wirst du mal zur Apotheke gehen müssen. Die haben Feinwaagen.

      Oder du googelst mal. Ich habe folgende Seite gefunden:

      Zehn Goldbriefmarken

      Eine 1-Kreuzer-Feingoldfreimarke, Thurn Und Taxis-Briefmarke, 1 Kreuzer, Deutsch-Oester. Postverein, Ausgabe 1852, In 900 Gold Geprägt, Staatl. Münze München, Auflage 5000. 8 gr. Eine 3-Kreuzer-Feingoldfreimarke, Thurn Und Taxis-Briefmarke, 1 Kreuzer, Deutsch-Oester. Postverein, Ausgabe 1852, In 900 Gold Geprägt, Staatl. Münze München, Auflage 5000. 8 gr. Eine 1/4-Silb.Grosch.-Feingoldfreimarke, Die Älteste Thurn Und Taxis-Briefmarke, 1/4 Silbergroschen, Ausgabe Für Den Norddeutschen Bereich In Groschenwährung 1852, In 900 Gold Geprägt, Staatl. Münze München, Auflage 5000. 7,8 gr. Eine 1-Silb.Grosch.-Feingoldfreimarke, Thurn Und Taxis-Briefmarke, 1 Silbergroschen Blau, Deutsch-Oester. Postverein, Ausgabe 1852, In 900 Gold Geprägt, Staatl. Münze München, Auflage 5000. 8 gr. Eine One-Penny-Postage-Feingoldmarke, Jubiläumsprägung Der Ersten Briefmarke Der Welt 1840 - 1965. 6,9 gr. Eine Two-Pence-Postage-Feingoldmarke, Postoffice Mauritius, Jubiläumsprägung 100 Jahre Entdeckung Der Mauritiusbriefmarke 1864 - 1964. 6,8 gr. Eine 4-Cent-Feingoldmarke, Poste Locale, Briefmarke Waadt, 4 Cent Schwarz-Rot, Ausgegeben am 15.10.1848, In 900 Gold Geprägt, Staatl. Münze München, Auflage 50000. 8 gr. Eine 10-Cent-Feingoldmarke, Port Cantonal, Poste de Genève, Briefmarke Doppel-Genf, 5 + 5 Cent Schwarz, Ausgegeben am 30.9.1843, In 900 Gold Geprägt, Staatl. Münze München, Auflage 50000. 10 gr. Eine 2-1/2-Rp.-Feingoldmarke, Stadt Post Basel, Briefmarke Baseler Täubchen, 2 1/2 Rappen Schwarz-Blau-Karmin, Ausgegeben am 1.7.1845, In 900 Gold Geprägt, Staatl. Münze München, Auflage 50000. 8 gr. Eine 4-Rappen-Feingoldmarke, Zurich Local-Taxe, Die Älteste Schweizer Briefmarke, 4 Rappen Schwarz, Ausgegeben am 1.3.1843, In 900 Gold Geprägt, Staatl. Münze München, Auflage 50000. 8 gr.



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      lot-tissimo.com/de/i/1847707/z…axis-briefmarke_1_kreuzer

      amtranik schrieb:

      Kennt vielleicht jemand ein
      Medaillensammlerboard, das seriös und von Sammlern und nicht von
      Händlern ist?


      Es gibt natürlich einige Seiten, die sich mit Medaillen beschäftigen. Allerdings werden dort nur richtige Medaillen besprochen, wenn du dort mit deinen Briefmarken-Nachahmungen auftauchst wird man dich bestenfalls ignorieren oder aber in der Luft zerreissen.

      Vermutlich hast du es schon selber bemerkt - derlei Prägungen dienten nur dazu, die Hersteller reich zu machen. Ziel solcher Editionen ist es, gutbetuchte und gutgläubige Menschen um ihr Erspartes zu bringen :d4:
      Unter Sammlern sind solche Prägungen geächtet.
      Sei froh, dass du immerhin Goldstücke geerbt hast, da ist der Verlust gegenüber dem Erstverkaufspreis nicht ganz so groß.
      Diese Teile kann man nur auf eine Weise verwerten: Einschmelzen und was vernünftiges draus machen.
      Hallo Muenzenfreund,
      danke für die schnelle Reaktion.

      Muenzenfreund schrieb:

      Hallo amtranik,
      MDM und Göde haben damit ausnahmsweise nichts zu tun.
      Diese Teile stammen von Sir Rowland Hill.
      Sie bestehen aus 900er Gold, mit dem Gewicht kann ich nicht dienen, da wirst du mal zur Apotheke gehen müssen. Die haben Feinwaagen.
      Das ist schonmal ein super Hinweis, den Laden hatte ich bisher noch überhaupt nicht auf dem Radar. Und an Apotheken hatte ich bisher auch noch nicht gedacht.

      Muenzenfreund schrieb:

      Oder du googelst mal. Ich habe folgende Seite gefunden:
      Njrgst, die ist mir leider nicht aufgefallen.

      Viele Grüße
      Amtranik

      Muenzenfreund schrieb:

      Es gibt natürlich einige Seiten, die sich mit Medaillen beschäftigen. Allerdings werden dort nur richtige Medaillen besprochen, wenn du dort mit deinen Briefmarken-Nachahmungen auftauchst wird man dich bestenfalls ignorieren oder aber in der Luft zerreissen.
      Das hatte ich befürchtet.

      Muenzenfreund schrieb:

      Vermutlich hast du es schon selber bemerkt - derlei Prägungen dienten nur dazu, die Hersteller reich zu machen. Ziel solcher Editionen ist es, gutbetuchte und gutgläubige Menschen um ihr Erspartes zu bringen :d4:
      Unter Sammlern sind solche Prägungen geächtet.
      Sei froh, dass du immerhin Goldstücke geerbt hast, da ist der Verlust gegenüber dem Erstverkaufspreis nicht ganz so groß.
      Diese Teile kann man nur auf eine Weise verwerten: Einschmelzen und was vernünftiges draus machen.
      Das ist mir durchaus bewußt, ich finde es immer noch faszinierend, daß so ein Geschäftszweck legal ist.
      Meine Hauptbefürchtung war bis hierher daß die Beschreibung "in 900 Gold geprägt" u.U. eine nicht geschützte Umschreibung für etwas in der Art von "als wir das Zeug aus goldfarbener Pappe ausgeschnitten haben war jemand zugegen, der in seinem Leben schonmal von 900er Gold gehört hat" sein könnte.
      Besonders amüsant fand ich bei Ebay eine Beschreibung ähnlicher Stücke "24 Karat Gold" mit mehreren Ausrufezeichen. In der Beschreibung stand dann etwas von 24 Karat Echtgoldfolie - und ich weiß daß man Gold auf eine dicke von wenigen Atomen bringen kann, da möchte ich gar nicht erst wissen, was Goldfolie ist....
      Hallo amtranik,

      Du hast ja schon umfassend Hilfe erhalten. Nur noch soviel: Die bezeichnung 24 Karat Gold steht meist bei sogenannten "Hartgoldveredelungen". Diese findet im molekularen Bereich statt und ist nichts wert. Die Aussage oder Punzierung mit "900", "900 Au", "900er", etc. ist schon eine Aussage auf den Feingehalt des gesamten Teils. Wenn sich dann später herausstellt, daß diese Angabe falsch ist, ist das nachweislicher Betrug.

      Deine Sammlung ist wegen des hohen Goldpreises schon einiges Wert - ab damit auf die Waage, Gewich x 0,9 x Ankaufpreis Gold minus Scheide- und Handlingskosten = Wert.
      Herzliche Grüße aus Waldeck
      Wolfgang M.
      www.Waldecker-Münzen.de
      www.Waldecker-Münzfreun.de
      Sir Rowland Hill lehnt übrigens jede Verantwortung ab <g>, die vermuten aber, daß die von MDM stammen könnten. Gut daß ich die gleiche Auskunft vor ungefähr 'nem Jahr auch von MDM bekam... aber die waren eh etwas verwirrt. "Nee, den Kunden kennen wir nicht. Übrigens haben Sie die Adresse falsch geschrieben, wir haben die anders gespeichert. Aber der hat auch nie was bestellt. Nur einmal. Aber das hat er wieder zurückgeschickt..." Ich hatte mir vor ein paar Tagen schon gedacht, daß das Anfragen sind, die die äußerst ungern bekommen werden. Wenn das ganze Geschäftsmodell darauf hinausläuft, Zeug an Leute zu verkaufen, die entweder denken, sie vererben was tolles an ihre Kinder, oder an Leute die das einfach schön finden und das irgendwann ihren Kindern hinterlassen, dann sind die Kinder/Erben die natürlichen Feinde von so 'nem Laden.

      wpmergel schrieb:

      Du hast ja schon umfassend Hilfe erhalten. Nur noch soviel: Die bezeichnung 24 Karat Gold steht meist bei sogenannten "Hartgoldveredelungen". Diese findet im molekularen Bereich statt und ist nichts wert. Die Aussage oder Punzierung mit "900", "900 Au", "900er", etc. ist schon eine Aussage auf den Feingehalt des gesamten Teils. Wenn sich dann später herausstellt, daß diese Angabe falsch ist, ist das nachweislicher Betrug.
      Danke für die Verifizierung - so hatte ich es mir zwar vorgestellt, aber eine Bestätigung ist ja viel wert.

      wpmergel schrieb:

      Deine Sammlung ist wegen des hohen Goldpreises schon einiges Wert - ab damit auf die Waage, Gewich x 0,9 x Ankaufpreis Gold minus Scheide- und Handlingskosten = Wert.
      Jupp, dann werde ich mal die nette Apothekerin von nebenan belästigen <g>.
      Eine kleine Anekdote vielleicht noch zur Herkunft: der alte Herr, von dem der Nachlaß stammt ist kürzlich mit 88 Jahren gestorben. Also Kriegserfahren, vertrieben, das volle Programm. Er hat bei seiner Sammlung eigentlich immer auf hochwertige Materialien geachtet, von daher bin ich froh, daß er sich auch hier nichts hat aufschwatzen lassen. Zwar möchte ich trotzdem nicht wissen, wie hoch der Ausgabeaufschlag war... Jedenfalls stand im Schrank ganz hinten noch ein Pappkarton mit einem Höllengewicht, zu dem die Lebensgefährten erzählte, er hätte mal gesagt: "Ja, falls mal irgendwann mal wieder ein Krieg kommt, dann haben wir immer genug Kupfer!" Deswegen hat er seit dem Krieg 2-Pfennig-Stücke gesammelt! Ich bin dann also fröhlich mit 8 Kilo vergnarzten, verrosteten und sonstwie vermockten Zweipfennigstücken zur LZB getapert... könnt ihr euch vorstellen, was die sich gefreut haben? Jede 5. Münze ging nicht durch die Zählmaschine, eine Höllenaktion.

      Uluru schrieb:

      Ich habe das letzte mal vor ca. 14 Jahren Kupfer abgegeben und da gab es 4,30 DM pro Kg.


      Berufsbedingt bin ich öfters mal beim Schrotthändler und gebe Kupfer(kabel) ab :D

      Daher kann ich dir sagen, dass die Preise stark schwankend sind. Vor einigen Jahren haben wir kleine Querschnitte noch weggeschmissen, weil es für Kabel (wegen der Isolierung = Sondermüll!) nur 30-40 Cent pro Kg gab. Mittlerweile sind nicht nur Gold und Silber sondern auch Kupfer teurer geworden. Für Kabelreste gibt es beim örtlchen Quasi-Monopolisten ca. 1,50 pro Kg, für reines Kupfer etwa 3-4 Euro.

      Fahre ich in die nächsten Großstädte wo die Konkurrenz größer ist, gibt es bis zu 3 € für Kabel bzw. besagte 5,80 € für reines Kupfer. Vorher zu telefonieren lohnt sich also auf jeden Fall.

      Kupferne 2-Pfennig-Stücke würde ich daher keinesfalls bei der Bank eintauschen, selbst bei ebay erhält man den 1,5-2fachen Nennwert.

      Briefmarken aus Gold

      Zum Thema Briefmarken aus Gold kann ich folgendes beitragen:
      Die Serie kam in 1960 er Jahren auf dem Markt und wurde über die Banken vertrieben. Die "Marken" sind massives Gold und keine billige Mischung aus zig Buntmetallen. Der Goldgehalt beträgt ca. 21 Karat. Habe das Zertifikat momentan für genauere Angaben nicht vorliegen. Für jede Marke gab es ein Orginalzertifikat mit den Spezifikaten der Marke. Leider sind nur noch 2 Zertifikate in meinen Händen. :thumbup:

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