Neuprägungen bayerischer Dukaten aus Flussgold (1989-1996)

      Neuprägungen bayerischer Dukaten aus Flussgold (1989-1996)

      Hallo zusammen,

      derzeit arbeite ich an einem Buch über moderne Flussgoldgepräge aus Deutschland und seinen Nachbarregionen. Auf der Webseite www.rauhgold.de wird dieses Projekt näher vorgestellt.

      Nun, im Zuge meiner Recherchen habe ich u. a. einen Goldwäscher aus Bayern kennengelernt. Der Goldwäscher hat über viele Jahre Flussgold aus bayerischen Flüssen gewonnen und zu Fachpublikationen über Flussgold (z. B. Donau) beigetragen. Durch seine Tätigkeit konnte er so aus Donau, Inn und Isar, aber auch aus den Flüssen des Bayerischen Waldes über die Jahre etwas Gold erwaschen. So weit so gut.

      Ein Bekannter des Goldwäschers arbeitete in den 1980er / 1990er Jahren bei einer Bank im Großraum Nürnberg. In jenen Jahren wurden beispielsweise von der Sparkasse immer wieder Medaillen, u. a. auch Medaillen/Neuprägungen hergestellt, wohl auch zum bayerischen Flussgold (Donau, Isar, Inn).Damals entstand bei dem Goldwäscher die Idee, diese Neuprägungen auch aus dem von ihm selbst gewaschenen Flussgold der betreffenden Flüsse anzufertigen. Nun, es waren die frühen Jahre der modernen Gepräge aus Flussgold. Prägestempel sind teuer, daher auch die Idee, mit vorhandenen Prägestempeln „neue“ Medaillen aus Flussgold selbst herzustellen. Hierfür stellte er wenige Ronden zu je 5 Gramm her und prägte diese mit den von der Bank eingesetzten Prägestempeln aus (siehe beigefügte Fotos für das geplante Buchprojekt).

      Nun zu meiner Frage: Wie können die Prägungen voneinander unterschieden werden? Eine Möglichkeit ist sicherlich eine genaue Untersuchung des Goldes. Eine deutlich einfachere Idee ist, dass die Gewichte u. U. unterschiedlich sind? Schließlich handelt es sich um Nachprägungen von Flussgolddukaten, die normalerweise ein Gewicht von 3.6 bis 4 Gramm besitzen. Dies könnte beispielsweise auf den meist beigelegten Zertifikaten der Neuprägungen vermerkt sein.

      Kennt jemand die Goldmedaillen der Bankneuprägungen? Hat jemand evtl. solche Neuprägungen in seiner Sammlung?
      Hatten die Dukaten evtl. ein Dukatengewicht von 3.6 bis 4 Gramm? Dann könnten sie nämlich klar von den Erzeugnissen des Goldwäschers unterschieden werden.

      Ergänzend werde ich an einer der Medaillen in absehbarer Zeit genauere metallurgische Analysen durchführen lassen. Auch dann sollte klar festgestellt werden können, dass es sich nicht um normales „Industriegold“ handelt.

      Am Einfachsten wäre allerdings ein klarer Unterschied im Gewicht zwischen den Goldmedaillen der Bank und den Geprägen des Wäschers.Ich vermute, dass die allermeisten Neuprägungen der Flussgold-Dukaten von der Sparkasse (?) vermutlich beim Altgold gelandet sind oder landen werden. Vielleicht wird Ihnen einmal so etwas angeboten oder Sie haben gar Belegexemplare? Normalerweise gelten solche Neuprägungen als nicht sammelwürdig (wobei dies ja immer auch eine persönliche Entscheidungsfrage ist).

      Vermutlich wurden die meisten Medaillen als Altgold eingeschmolzen. Trotzdem habe ich Hoffnung, dass jemand diese Neuprägungen der Bayerischen Flussgolddukaten kennt. Es handelt sich um die Neuprägung von (siehe auch angehängte Bilder):

      1989, Inngold: Kurfürst Karl Theodor, Ex Auro Oeni
      1992, Isargold: Kurfürst Maximilian III, Ex Auro Isarae
      1996, Donaugold: Kurfürst Karl Theodor, Ex Auro Danubii
      1996, Isargold: Kurfürst Karl Theodor, Ex Auro Isarae
      1996, Inngold: Kurfürst Karl Theodor, Ex Auro Oeni

      Weiß jemand überhaupt etwas zu den vorgestellten Neuprägungen? In jenen Jahren gab es ja eine große Wanderausstellung zu den Flussgolddukaten Bayerns.

      Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir bei der Gewichtsfrage weiterhelfen könnten. Vielleicht gibt es ja irgendwo noch eine zeitgenössische Beschreibung der Medaillen?

      Herzliche Grüße
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