Die Münzen König Friedrich II. (des Großen) von Preußen 1740 - 1786

      Hallo ischbierra, ein Stück in super Erhaltung, was garnicht so häufig ist, denn diese Groschen
      waren in Preußen bis zur Einführung der Silbergroschen 1821 im Umlauf.
      Die Groschen mit dem Monogramm von Friedrich II. wurden auch nach dem Tod des Königs bis
      zum Anfang des 19. Jahrhunderts in Preußen mit rückdatierten Jahreszahlen weiterhin geprägt,
      da sie bei der Bevölkerung beliebt waren.
      Viele Stücke wanderten auch nach Polen ab und dienten dort als Schrötlinge für die eigene
      Münzprägung, ich zeige demnächt mal ein Bild dazu.
      Gruß numis68
      Hallo ischbierra,
      in Katalogen gibt es keine Hinweise zur Unterscheidung der nachgeprägten Stücke, es wurden auch teilweise die
      alten Originalstempel verwendet.

      Nachfolgend stelle ich ein 5-Groszy-Stück des Herzogtum Warschau von 1811 vor, das auf einen preußischen Groschen
      von 1783 überprägt wurde (Münzzeichen IB, Johann Bernike, Münzmeister in Warschau).
      Bild 1: Vorderseite 24 EINEN THALER noch teilweise sichtbar
      Bild 2: Rückseite Monogramm FR, Krone und Jahreszahl 1783 sichtbar.

      Ich denke, dass es ein Beleg für das Wertverhältnis vom preußischen Groschen zum polnischen Groschen (Groszy) ist.

      Gruß numis68
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      Hier nun die Fortsetzung:
      2. Die Münzprägung der Provinz Preußen (Ostpreußen)
      Die Münzprägung in Ostpreußen orientierte sich am polnischen Münzsystem, da der überwiegende Handel mit Polen
      abgewickelt wurde und diese Münzen sich dort gut absetzen ließen, die Rechnug war folgende:
      1 Taler = 5 18-Gröscher (Tympfe) = 15 6-Gröscher (Szostake) = 30 3-Gröscher (Düttchen) = 90 ostpreußische Groschen = 270 Schillinge.
      Der Groschen in Ostpreußen war gleich dem polnischen Groschen, algemein als Gröscher bezeichnet zur Unterscheidung zum Groschen
      in den Stammlanden (1/24 Taler).
      Die Prägung in Königsberg begann 1751 mit veralteter Technik, die Münzen zeigen häufig starke Justierungen und Prägeschwächen,
      auch die Stempelschneider lieferten bei der großen Prägemenge keine besondere Qualität, Schrötter bezeichnete die ersten Münzen
      als "stilistisch ein wahrer Grauß".
      Als Sachsen mit schöneren Münzen aus der Münzstätte Leipzig die preußischen Münzen verdrängen wollte, da das barhäuptige Brustbild
      des Königs unbeliebt war, prägte man auch in Königsberg auch das Brustbild von Friedrich II. mit Schwert und Krone.
      Nachfolgend stelle ich die Varianten vor, nur 1753 gab es auch 18- und 6-Gröscher wegen des hohen Bedarfs aus der Münzstätte Stettin.
      Die Stempelschneider verewigten sich teilweise mit ihren Initialen im Armabschnitt des Königs (A, S, ST, W).
      Zu den Bildern:
      Bild 1 und 2: 18-Gröscher 1754 E, Königsberg, St im Armabschnitt für Johann Julius Steinbrück, Olding 187b
      Bild 3 und 4: 18-Gröscher 1754 E, Königsberg, geharnischtes Brustbild mit Krone, Schwert und Ordensband im Binnenkreis, Olding 188a
      Bild 5 und 6: 18-Gröscher 1757 E, Königsberg, geharnischtes Brustbild mit Krone, Schwert und Ordensband, Olding 192b (ohne Hermelinmantel !)
      Bild 7 und 8: 18-Gröscher 1753 G, Stettin, geharnischtes Brustbild mit Ordensband und Kreuz, Olding 239

      Gruß numis68 bis zur Fortsetzung


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      Hier geht es weiter, diesmal mit den 6-Gröschern, ich stell mal 3 verschiedene Varianten vor.
      Die massenhaft geprägten 12-und 6-Gröscher waren offiziell Scheidemünzen, ein Edikt vom März 1752 bestimmte
      jedoch, dass diese von den Provinzkassen als Kurant angenommen werden sollten.

      Bild 1 und 2: 6 Gröscher 1754 E, Königsberg, St im Armabscnitt (Johann Julius Steinbrück), Olding Nr. 205b
      Bild 3 und 4: 6-Gröscher 1755 E, Königsberg, der König mit Schwert und Krone, Olding Nr. 207c
      Bild 5 und 6: 6-Gröscher 1756 E, Königsberg, A im Armabschnitt (Jakob Abraham), Olding Nr. 210b

      Demnächst noch die Kleinmünzen, numis68
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      Hier nun noch in zwei Beiträgen die restlichen Nominale (Kleinmünzen) von Ostpreußen:

      Bild 1 und 2: 3-Gröscher 1752 E, Königsberg, mit S im Armabschnitt, Stempelschneider Schwanefelder, die Erhaltung ist
      nicht besonders, aber ich stelle das Stück trotzdem vor, denn es handelt sich um ein Unikat, ein Stück mit
      dieser Umschriftvariante fehlt in allen großen Sammlungen und wurde bisher noch nicht publiziert.
      Manfred Olding hat das Stück auf meinen Hinweis dann in der zweiten Auflage seines Kataloges "Die Münzen
      Friedrichs des Großen" als Nummer 218c aufgenommen.
      Vielleicht findet sich ein gleiches Stück noch in einer unbekannten Privatsammlung, eine Meldung wäre wünschenswert.

      Bild 3 und 4: 3 verschiedene 3-Gröscher 1765 E, 1778 E, 1782 A, das Münzbild der ab 1765 geprägten Stücke wurde ab 1771
      verändert, ab 1773 wurden in einigen Jahren auch in Berlin (Münzzeichen A) 3-Gröscher, Groschen und Schillinge geprägt, um
      hohen Bedarf decken zu können.

      numis68
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      An dieser Stelle soll erstmal eine Frage von ischbierra beantwortet werden:
      In der Arbeit von Herrn Klaus Priese
      "Die "französischen" Prägungen in Berlin 1806 - 1808",
      Numismatisches Heft Nr. 3, 1996, des Numismatischen Arbeitskreises Brandenburg-Preußen,
      finden wir die Angabe über eine Auflage von 94 000 000 Stück der >Stiefelknechte<
      der Jahrgänge 1782 und 1783 während der Zeit der napoleonischen Besatzung.
      Diese Münzen tauchen regelmäßig im Handel auf, meist in Top-Erhaltungen,
      aber von abgenutzten flauen Stempeln geprägt.
      Es sind die Feinheiten im Bereich um die Krone herum, die fehlen.
      Dein Exemplar 1786 A ist jahrgangsecht und in einer netten Erhaltung!
      Im Anhang zeige ich mein Lieblingsstück von meinem König:
      3 Kreuzer 1743, Mzst. Breslau
      unter dem Schild W für Wratislawa (Breslau)
      unten eine Ligatur aus A H E für den Mm. Adam Heinrich v. Ehrenberg, 1743 - 1751 in Breslau
      v. Schroetter 1489, Olding 302
      1,63 g, 21-22 mm
      Einen schönen Gruß, der Brandenburger

      P.S.
      an numis68: Wunderschöne Exemplare!
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      Vielen Dank, Brandenburger, für Deine Erläuterung.
      Einen Dreigröscher habe ich auch. Hier ist er:
      Gruß ischbierra
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      • 1740-1786 Friedrich II. Dreigröscher 1781 A für Ostpreußen, KM 337(1).JPG

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      • 1740-1786 Friedrich II. Dreigröscher 1781 A für Ostpreußen, KM 337(2).JPG

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      Hallo Brandenburger,
      vielen Dank für Deinen Hinweis, ich kenne das Numismatische Heft 3 leider nicht, aber Hinweise
      zur Prägung während der französischen Besatzung hab ich auch schon gelesen, das erklärt sicher
      auch die Häufigkeit dieser Stücke noch heute.
      Es ist aber auch sicher, dass die Preußen auch in anderen Zeiten diese Stücke nach dem Tod
      Friedrichs II. nachprägten.
      Vielleicht können wir mal persönlich in Verbindung treten, ich werde mich mal später melden.

      Dein 3-Kreuzer-Stück ist wirklich super erhalten, herzlichen Glückwunsch, die Prägungen für
      die Provinz Schlesien will ich erst in nächster Zeit vorstellen.

      Viele Grüße numis68
      Hier nun die restlichen Kleinmünzen der Provinz Preußen (Ostpreußen):

      Bild 1 und 2. 2-Gröscher 1756 E, Königsberg, Olding Nr. 228e und 1-Gröscher 1769 E, Königsberg, Olding Nr. 232b,
      Bild 3 und 4. 3 verschiedene Schillinge, 1 Schilling 1741 CS, Münzmeister Christian Schirmer, Königsberg, Olding Nr. 234,
      1 Schilling 1764 E, Königsberg, Olding Nr. 236,
      1 Schilling 1766 E, Königsberg, Olding Nr. 237.

      Die Schillinge sind meist nicht besonders erhalten und sind leicht kupferfarben durch den geringen
      Silbergehalt, vorgeschrieben waren nur 6,25 % Feinsilber, der Rest Kupfer.

      Demnächst geht es mit der Provinz Schlesien witer.
      Gruß numis68
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      3. Die Müntprägung in der Provinz Schlesien

      Nachdem Schlesien von den Preußen erobert war, begann 1743 die Prägung preußischer Münzen in der einzigen Münzstätte
      Breslau. Die Nominale richteten sich nach den vorher von den Österreichern geprägten Münzen in Kreuzerwährung, daraus
      folgten 8 Nominale an Provinzmünzen nach folgender Rechnung:
      1 Taler = 5 Achtzehnkreuzer = 15 Sechskreuzer = 30 Dreikreuzer = 90 Kreuzer
      3 Kreuzer = 2 Doppelgröschel = 4 Gröschel = 6 Poltura = 12 Denare
      1 Kreuzer = 2 Poltura = 4 Denare

      Ab 1743 wurden aber erst als größtes Nominal 15 Kreuzer geprägt, diese wurden aber schon lange Zeit als 17 Kreuzer zu den
      Kleinmünzen gerechnet.
      In Schlesien waren die 18 (15), 6 und 3 Kreuzer das Umlaufgeld, auch später noch nach der Kurantprägung ab 1750.
      Bis 1750 treten teilweise folgende Münzzeichen auf:
      W für Breslau (Wratislawia), AHE und AE für Münzmeister Adam Heinrich von Ehrenberg.
      Zu bemerken ist noch, das die Technik in der Münzstätte Breslau veraltet war, die Prägemenge und Qualität der Münzen
      war nicht immer ausreichend.
      Nachfolgend eine Auswahl der Provinzprägungen bis 1750:
      Bild 1 und 2: 15 Kreuzer 1743 W, Breslau, f. prägefrisch aber leider starke Schrötlingsfehler, Olding Nr. 289
      Bild 3 und 4: 3 Kreuzer 1743 W, AHE, Breslau, Olding Nr. 302
      Bild 5 und 6: 1 Kreuzer 1747 AE, Breslau, Olding Nr. 308b
      Bild 7 und 8: 2 Gröschel 1748 AHE, Breslau, Olding Nr. 318
      Bild 9 und 10: Kupfer 1 Denar 1746 W, AHE, Breslau, Olding 330.

      Bis demnächst numis68

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      Es folgen die 18-Kreuzer-Prägungen für Schlesien:

      Nach Einführung des Graumannschen Münzfußes in Preußen 1750 wurden in Schlesien als größte Provinzmünze
      die 18 Kreuzer in verschiedenen Typen geprägt, neu eingeführt wurde auch das Münzzeichen B für Breslau.
      Die Kreuzer in Schlesien entsprachen den Provinzgroschen (Gröscher) in Ostpreußen, somit konnten in beiden
      Provinzen die Münzen mit gleichem Nennwert umlaufen ( 18 Kreuzer = 18 Gröscher).

      Bild 1 und 2: 18 Kreuzer 1753 B, Breslau, sogenannter schlesischer Typ, Olding Nr. 239a
      Bild 3 und 4: 18 Kreuzer 1755 B, Breslau, sächsisch-polnischer Typ, das Motiv wurde den sächsischen 18-Gröschern
      angeglichen, sie dienten der Bezahlung der polnischen Viehhändler (es gab auch gleiche 6 Kreuzer), Olding Nr. 295
      Bild 5 und 6: 18 Kreuzer 1756 B, Breslau, sogen. preußischer Typ, die bisherigen barhäuptigen Münzen waren beim
      Handel mit dem Nachbarland Polen nicht beliebt, deshalb prägte man jetzt das Brustbild mit Schwert und Krone, Olding Nr. 294,

      demnächst folgen einige spätere Kleinmünzen
      numis68
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      Als Nachtrag zu den schlesischen Prägungen 1743 bis 1750 zeige ich noch ein einmaliges Nominal in Preußen,
      ähnlich dem vorher schon gezeigten Denar sind diese Münzen von den vorherigen Prägungen Österreich-Ungarns
      übernommen, da diese noch längere Zeit im preußischen Schlesien umliefen und die Bevölkerung sich an diese
      kleinen Nominale gewöhnt hatte.

      Bilder: 1 Poltura 1744 AHE, Breslau, Olding Nr. 329a,
      ich zeige das Stück trotz der schlechten Erhaltung, da es nur selten im Handel zu sehen ist.

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      Hier noch einige kleinere Nominale der Provinz Schlesien nach 1750 bis zum 7-jährigen Krieg 1756:

      Bild 1 und 2: 6 Kreuzer 1756 B, Breslau, Olding Nr. 300, am Oberrand Schrötlingsfehler,
      Bild 3 und 4: 3 Kreuzer 1752 B, Breslau, Olding Nr. 303,
      Bild 5 und 6: 3 Kreuzer 1753 B, Breslau, Olding Nr. 304b,
      Bild 7 und 8: 1 Gröschel 1754 B, Breslau, Olding Nr. 325

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      Nach der Neuordnung des Münzsystems ab 1764 wurden einige der Nominale abgeschafft, es wurden
      nur noch bis 1786 geprägt 1 und 2 Gröschel, 1 und 3 Kreuzer.
      Der 3 Kreuzer war ab 1771 motivgleich mit den 3-Gröschern in Ostpreußen und diese waren zum Taler
      gleichwertig. Die massenhaft geprägten Stücke konnten in beiden Provinzen gleichwertig umlaufen.
      Zu unterscheiden sind die Stücke nur durch das Münzzeichen B (3 Kreuzer) oder E (3-Gröscher).

      Bild 1 und 2: 3 Kreuzer 1764 B, Breslau, Olding Nr.305
      Bild 3 und 4: 3 Kreuzer 1784 B, Breslau, Olding Nr. 307

      Gruß numis68
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      4. Die Provinzmünzen für die westlichen Landesteile

      Die westlichen
      Provinzen bestanden aus den Gebieten Ostfriesland, Kleve, Mark und den Gebieten westlich von Magdeburg,
      es liefen überwiegend Münzen der Nachbarstaaten um, auch die Einführung des Graumannschen Münzfußes in Preußen
      brachte hier keinen Erfolg, in folgenden Münzstätten wurden die Provinzmünzen geprägt:
      - Esens in Ostfriesland nur 1746, danach wurde die Münzstätte nach Aurich verlagert (Münzzeichen D ab 1750),
      - Kleve (Münzzzeichen C)
      - Magdeburg (Münzzeichen F)
      - Berlin nach Schließung der vorgenannten Münzstätten (Münzzeichen A)

      das Wertverhältnis zum preußischen Taler war folgendes:
      - 1 Taler = 54 Stüber in Ostfriesland
      - 1 Taler = 60 Stüber zu je 8 Deuten = 480 Deute (Kleve)
      - 1 Taler = 36 Mariengroschen zu je 8 Pfennig = 288 Pfennig (alle Gebiete)
      Die geprägten Nominale waren: 1/9 Taler, 4 Kreuzer, 1, 2, 4 Mariengroschen, 4 Pfennige, 1/4, 1/2, 1, 2 Stüber und Kupferdeute.

      Ich stelle nachfolgend einige der Provinzmünzen vor, obwohl sie teilweise in nicht besonderer Erhaltung sind, bessere Stücke sind kaum
      zu bekommen, da lange im Umlauf.
      Zuerst die Prägungen von Aurich:
      Bild 1 und 2: 4 Mariengroschen 1756 D, Aurich, Olding Nr. 250
      Bild 3 und 4: 1 Mariengroschen 1753 D, Aurioch, Olding Nr. 256b
      Bild 5 und 6: 4 Gute Pfennige 1764 D, Aurich, Olding Nr. 261
      Bild 7 und 8: 1/4 Stüber Kupfer 1754 und 1764 D, Aurich, Olding Nr. 265b und 266

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      Nachfolgend einige Provinzmünzen der Westlichen Provinzen aus der Münzstätte Kleve, die Münzstätte
      wurde bereits 1767 gesclossen.

      Bild 1 und 2: 2 Stüber 1752 C, Kleve, Olding Nr. 282
      Bild 3 und 4: 1 Stüber 1764 C, Kleve, Olding Nr. 284
      Bild 5 und 6: 1/4 Stüber Kupfer 1754 C, Kleve, Olding Nr. 285b
      Bild 7 und 8: 1 Deut 1749 und 1753 Kupfer ohne Münzzeichen, Kleve, Olding Nr. 286a und 287

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      muenz-board.com/Attachment/793…79efcaeb32fa02cd7d68fa0dcHier nun die Provinzmünzen der Westlichen Provinzen aus der Münzstätte Magdeburg, Münzzeichen F, 1767 gesclossen:

      Bild 1 und 2: 4 Mariengroschen 1752 F, Magdeburg, Olding Nr. 272, Münzzeichen durch Schrötlingsfehler schlecht erkennbar
      Bild 3 und 4: 2 Mariengroschen 1752 F, Magdeburg, Olding Nr. 273
      Bild 5 und 6: 2 Mariengroschen 1764 F, Magdeburg, Olding Nr. 274
      Bild 7 und 8: 4 Gute Pfennige 1764 F, Magdeburg, Olding Nr. 278, entsprach 1/2 Mariengroschen

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      Zum Abschluß noch die Prägungen der Münzstätte Berlin für die Westlichen Provinzen.
      Nachdem die preußischen Münzstätten in Aurich, Kleve und Magdeburg geschlossen wurden, übernahm Berlin
      die Prägung der Provinzmünzen, da der Bedarf weiterhin bestand, hier eine Auswahl:

      Bild 1 und 2: 1 Stüber 1772 A, Berlin, Olding Nr. 268
      Bild 3 und 4: 4 Gute Pfennige 1764 A, Berlin, Olding Nr. 280
      Bild 5 und 6: 1/2 Stüber 1772 A, Berlin, Olding Nr. 269
      Bild 7 und 8: 1/4 Stüber Kupfer 1778 A, Berlin, Olding Nr. 271

      Demnächst kommen noch einige Ergänzungen.
      Gruß numis68
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      Hallo numis68,
      das ist wirklich eine sehr schöne Übersicht. Dann zeige ich hier auch mal noch mein einziges Stück aus Cleve.
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