Die Münzen König Friedrich II. (des Großen) von Preußen 1740 - 1786

      Fortsetzung zu den preußischen Kriegsmünzen:

      Zu Beginn des 7-jährigen Krieges marschierte die preußische Armee in Sachsen ein, die Münzstätten in
      Dresden und Leipzig wurden besetzt und diese dann an das Konsortium Ephraim und Söhne verpachtet, da
      diese den höchsten Schlagschatz bei der Prägung unterwertiger Münzen versprachen.
      In Dresden wurden anfangs noch in geringer Auflage vollwertige Münzen Kursächsisch-Polnischen Gepräges
      nachgeprägt (Dukat, Taler, Ausbeutetaler, 2/3 Taler bis zum 1/48 Tale, alle mit Münzzeichen IDB bzw. B).

      Eine weitere Prägung in Dresden waren Münzen preußischen Gepräges mit verringerten Silbergehalt, teilweise
      mit Münzzeichen Stern, die ich nachfolgend vorstellen will.

      Mit den in den Münzstätten vorgefundenen alten Stempeln sowie motivgleichen, aber rückdatierten neugefertigten
      sächsisch-polnischen Stempeln wurden gleichzeitig große Mengen geprägt, da diese in Polen gut abzusetzen waren.
      (Dazu später mehr).

      Bilder:

      Bild 1 und 2: 1/3 Taler 1758, Münzzeichen Stern für Dresden, Olding Nr. 343
      Bild 3 und 4: 1/3 Taler 1759 ohne Münzzeichen, geprägt in Dresden, Olding Nr. 344

      Noch eine Bemerkung zu den Bildern, die Prägung dieser und nachfolgender Kriegsmünzen erfolgte in sehr schlechter
      Qualität, starke Justierungen, Schrötlingsfehler und Prägeschwächen sind üblich, außerdem ist die Prägung sehr
      flach, was Probleme bei den Fotos bereitet.

      Nächster Beitrag folgt sogleich, Gru0 numis68


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      Hallo, hier gleich die Fortsetzung zu den preußischen Kriegsprägungen in Dresden:

      Eine Besonderheit der Kriegsprägungen in Dresden sind die Mariengroschen, man versprach sich
      sicherlich einen guten Absatz in den westlichen Provinzen.

      Bild 1 und 2: 12 Mariengroschen 1758, Münzzeichen Stern für Dresden, Olding Nr. 366a
      Bild 3 und 4; 6 Mariengroschen 1758, Münzzeichen Stern für Dresden, Olding Nr. 367a
      (Die 12 Mariengroschen gibt es auch ohne Stern)

      Bis bald, numis68
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      Geringhaltige Münzen Kursächsisch-Polnischen Gepräges

      Wie schon erwähnt, begannen nach der Besetzung Sachsens sofort die preußischen Münzunternehmer mit der
      Prägung geringhaltiger Münzen sächsischen Gepräges, anfangs mit alten Stempeln, dann aber in großer Zahl mit
      neuen, aber rückdatierten Stempeln.
      Neben den Goldmünzen (Augustor) wurden 8-Groschen (1/3 Taler) und 18-Gröscher in großen Mengen geprägt,
      später dann auch in den anderen preußischen Münzstätten.
      Die 8-Groschen und 18-Gröscher waren die eigentlichen "Ephraimiten" nach dem Münzunternehmer Ephraim, im
      Volksmund genannt: "Von außen schön, von innen schlimm, von außen Fritz, von innen Ephraim", wobei sich Fritz
      auf das Bild vom sächsischen Kurfürsten Friedrich August II. bezog.
      Diese Münzen waren anfangs in Preußen verboten, ab 1760 aber wieder für den Zahlungsverkehr zugelassen.
      Eine Zuordnung der Münzen zu den Prägejahren ist nur durch eine Feingehaltsbestimmung möglich, für den Sammler
      kaum möglich, wodurch eine Unterscheidung von den vollwertigen sächsischen Münzen kaum möglich ist.
      Schrötter schreibt alle Stücke mit Münzzeichen EC den Preußen zu, man kann nun rätseln, bedeutet EC das Kürzel
      von Ernst Dietrich Croll (sächsischer Münzmeister) oder Ephraim & Co.
      Münzen:
      Bild 4 und 5: 8 Groschen 1753 EC, Münzstätten Leipzig, Dresden, Berlin, Breslau, Magdeburg und Aurich, Olding Nr. 471
      Bild 6 und 1: 18-Gröscher 1754 EC, Münzstätten Leipzig, Königsberg, Breslau, Berlin und Magdeburg, Olding Nr. 479
      Bild 2 und 3: 6-Gröscher 1756 EC, Münzstätte Leipzig
      Bis bald numis68
      (die Reihenfolge der Bilder ist etwas durcheinander geraten, mit der Beschreibung hab ich das korrigiert.

      Bild 1 und 2:
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      Zum Abschluß der Kriegsprägungen heut noch einige Besonderheiten:

      Ostpreußische Münzen unter russischer Herrschaft
      Während der Besetzung Ostpreußens wurden auf Veranlassung der Besatzer eigene Münzen in den
      dort üblichen Nominalen (1/3 und 1/6 Taler bis zum Schilling) in Königsberg und Moskau geprägt.
      Die Vorderseite zeigte die russische Zarin Elisabeth I., die Rückseite den Preußenadler. Der Silber-
      gehalt entsprach den Vorkriegsprägungen und deshalb waren die Münzen sehr beliebt, hier 2 Beispiele:

      Bild 1 und 2: 1/3 Taler 1761, geprägt in Königsberg oder Moskau, Olding Nr. 451
      Bild 3 und 4: 6-Gröscher 1761, geprägt in Königsberg, Olding Nr. 454a

      Viele deutsche Fürsten nutzten die Gunst der Stunde und prägten eigene geringhaltige Kriegsmünzen,
      obwohl sie vom Krieg nicht betroffen waren. Die Preußen wehrten sich dagegen und prägten diese auch
      nach, um sich am Absatz zu beteiligen.
      Insgesamt wird der Gewinn für Preußen aus der Kriegsmünzenprägung auf ca. 30 Millionen Taler geschätzt,
      der Gewinn der Münzunternehmer war sicher auch nicht schlecht, das Ephraim-Palais in Berlin spricht für sich !

      Später folgen die Münzen ab 1764, Gruß numis68
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      Hallo,
      hier noch mal 2 interessante Kleinünzen zu den preußischen Kriegsprägungen:

      Bild 1 und 2: 1/48 Taler 1763 G, die Münzstätte läßt sich bis jetzt nicht genau bestimmen, das G stand ursprünglich für Stettin,
      die Münzstätte wurde aber schon 1754 geschlossen, in Katalogen findet man die Angabe Schwerin und Rethwisch,
      Olding weist darauf hin, dass in den kombinierten Münzstätten Bernburg, Plön (Rethwisch) und Schwerin mit
      preußischen Stempeln geprägt wurde, es gibt auch den Hinweis, dass im Schloß zu Rethwisch bei Oldislohe eine
      Münzstätte in Betrieb war. Olding Nr. 353

      Bild 3 und 4: 1/24 Taler 1761 L und LDC, Münzstätte Leipzig, Münzmeister war Ernst Dietrich Croll, sächsisch-
      polnischer Typ, Olding Nr. 476

      Bis demnächst, numis68
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      Hallo,
      heut soll es mit den preußischen Münzen unter Friedrich II. weitergehen:

      3. Die Münzperiode 1764 bis 1786
      Mit dem Edikt vom 29. März 1764 wurde die Periode der geringhaltigen Kriegsprägungen in Preußen beendet und
      durch einen verbesserten Graumannschen Münzfuß ein starkes Münz- und Geldwesen geschaffen.
      Die 8, 4 und 2-Groschen sowie die Tympfe (18-Gröscher) wurden jetzt auch nach dem 14-Taler-Fuß geprägt,
      das bisher feste Wertverhältnis zwischen Gold und Silber wurde aufgegeben, auf den Friedrichsdor (5 Taler Gold)
      wurde ein Agio von 5 % gerechnet, später bis 8 %.
      Das alte System der Halbierung und Drittelung des Talers (1/2 und 1/4 einerseits und 1/3, 1/6, 1/12 andererseits)
      blieb bestehen, die 1/2- und 1/4-Taler wurden aber nur noch bis 1768 geprägt.
      Die Kriegsmünzen wurden teilweise verboten und umgeprägt, ein Teil nach dem Silbergehalt im Wert herabgesetzt,
      z.B. preußische 1/3 Taler 1758-1763 auf 60% des Nennwertes, den Verlust trug das Volk !
      Zum Beginn der neuen Prägung 1764 schnitten die Stempelschneider in den 7 preußischen Münzstätten die Stempel
      nach eigenen Entwürfen, aber noch im gleichen Jahr erhielten alle Münzstätten Musterpatrizen zur Vereinheitlichung
      des Münzbildes, angefertigt vom Berliner Graveur Abraham, deshalb in Katalogen als "Berliner Typ" bezeichnet.
      Hier erstmal Bilder von drei verschiedenen Talern:
      - Bild 1 und 2: 1 Taler 1764 A, Berlin, der sogen. Berliner Grundtyp, Olding Nr. 69d
      - Bild 3 und 4: 1 Taler 1764 F, Magdeburg, alter Typ (nur kurze Zeit geprägt), Olding Nr. 120
      - Bild 5 und 6: 1 Taler 1764 F, Magdeburg, Berliner Typ, Olding Nr. 121
      Fortsetzung folgt, Gruß numis68
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      Gleich noch eine Fortsetzung:

      Die preußischen Münzstätten in den westlichen Landen (Kleve und Aurich) prägten auch die neuen
      Kurantmünzen, jedoch waren diese dort nicht beliebt, neben den eigenen Kleinmünzen lief hier
      das Geld der Nachbarländer um, besonders niederländisches Silber und französisches Gold- und
      Silbergeld.
      In Kleve gab es den Versuch, durch Angabe des Wertes zusätzlich in Stüver eine bessere Verbreitung
      zu erreichen, nur mit wenig Erfolg.

      Noch ein Hinweis zu den Erhaltungen, die neuen preußischen Kurantmünzen liefen viele Jahrzehnte
      bis zur Reichsgründung um, deshalb sind bessere Erhaltungen nicht sehr häufig, mich interessieren
      aber mehr die Stücke aus dem wirklichen Umlauf.
      Desweiteren gab es viele Stücke mit Schrötlingsfehlern und stärkeren Justierspuren.

      - Bild 1 und 2: 1 Taler 1764 C, Kleve, alter Typ, Olding Nr. 96
      - Bild 3 und 4: 1 Taler 1765 C, Kleve, Berliner Typ mit zusätzlicher Angabe 60 Stüver, Olding Nr. 98

      Zu den kleineren Nominalen demnächst, Gruß numis68
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      Hier nun einige weitere Münzen der 3. Münzperiode, ich hoffe, dass es bei den vielen Stücken nicht
      langweilig wird, ich möchte aber einen umfassenden Überblick geben.

      Nach einigen Jahren war die Umprägung der schlechten Kriegsmünzen abgeschlossen, deshalb wurden
      die kleineren Münzstätten geschlossen, Kleve 1767, Aurich 1768 und Magdeburg 1769.

      Bild 1 und 2: 1/3 Taler 1764 F, Magdeburg, alter Typ, Olding Nr. 124
      Bild 3 und 4: 1/4 Taler 1764 F, Magdeburg, alter Typ, Olding Nr. 126
      Bild 5 und 6: 1/6 Taler 1764 D, Aurich, alter Typ, Olding Nr. 105, kl. Lötstelle RS oben, trotzdem noch
      sammelwürdig bei dem seltenen Stück !

      Bis demnächst, numis68
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      Hallo justus,
      auf Deine Frage betreffs der Fotos kann ich nur sagen, dass ich mit einfachster Technik arbeite, aber auch erst
      Erfahrungen sammeln mußte.
      Ich verwende eine einfache Digitalkamera von Aldi (Medion), die Aufnahmen erfolgen bei Tageslicht auf dem
      Fensterbrett, kein Sonnenlicht ! Farbiger Untergrund ist wichtig, die Aufnahmen erfolgen im kleinen Format und
      dann vergrößere ich mit der Kamera auf die gewünschte Größe (Zoom und Zuschneiden), wichtig ist dann die
      Bildbearbeitung mit dem Computer: Bilder bearbeiten - Helligkeit und Kontrast = fertig.

      Ich kann hier nicht meine komplette Sammlung vorstellen, deshalb suche ich seltenere Stücke in guter Erhaltung
      heraus, für alles andere gibt es genug Kataloge, Händlerlisten usw.
      Ich brauche auch immer etwas Zeit für einen neuen Abschnitt, da ich aus Sicherheitsgründen nicht alles im Haus
      aufbewahre.

      Nachfolgend noch einige kleinere Nominale:

      Bild 1 und 2: 1/2 Taler 1764 A, Berlin, großes Kopfbild, Olding Nr. 71 b2
      Bild 3 und 4: 1/2 Taler 1764 E, Königsberg, einziger Halbtaler von Königsberg, Olding Nr. 112
      Bild 5 und 6: 1/3 Taler 1773 A, Berlin, Berliner Typ, Olding Nr. 75

      Gleich noch 2 weitere Stücke mit dem jungen Brustbild des Königs.
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      Hier nun die letzten beiden Stücke mit dem jungen Brustbild:

      Bild 1 und 2: 1/4 Taler 1768 B, Breslau, Berliner Typ, Olding Nr. 91
      Bild 3 und 4: 1/12 Taler 1765 F, Magdeburg, Berliner Typ, Olding Nr. 131

      Ich wünsche allen Mitgliedern und Besuchern von Münz-Board ein besinnliches
      Weihnachtsfest und vielleicht auch eine schöne Münze unter dem Weihnachtsbaum.
      numis68
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      Hallo Sammlerfreunde, da die Fotos gerade hochgeladen sind, heut noch die letzten Beiträge zur
      dritten Münzperiode für die Weihnachtslektüre:

      Friedrich II. war natürlich älter geworden, sein jugendliches Brustbild auf den Münzen entsprach
      nicht mehr der Wirklichkeit, ab 1774 erschien ein Altersbrustbild auf den Münzen, in Katalogen auch
      als Greisenantlitz bezeichnet.

      Bild 1 und 2: 1 Taler 1781 E, Königsberg, Olding Nr. 111a1
      Bild 3 und 4: 1/3 Taler 1780 E, Königsberg, Olding Nr. 114
      Bild5 und 6: 1/3 Taler 1774 A, Berlin, Olding Nr. 76
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      Hier noch einige Ergänzungen zu den Prägungen der 3. Münzperiode:

      Der König verstarb am 17. August 1786, in alten Katalogen wird deshalb ein Berliner Taler von 1786 als
      sogen. Sterbetaler bezeichnet, er wurde aber in der Neuen Münze Berlin geprägt, in Berlin gab es
      2 Münzstätten, die Alte und die Neue Münze, bisher wurden in der Neuen Münze nur Kleinmünzen geprägt.
      Da der Bedarf an Talern stieg, prägte die Neue Münze ab Mai 1786 auch Taler, aber mit Punkten zwischen Jahreszahl
      und Münzzeichen (17.A.86), wodurch die falsche Bezeichnung "Sterbetaler" entstand (siehe Bild 3 und 4), da
      man die Jahreszahl als 17. August 86 deutete,

      Zu den normalen Prägungen gibt es aber auch eine komplette Serie von 1786 mit 1/2, 1/3, 1/6 und 1/12 Taler von
      1786 in geringer Auflage, die auf dem Tod des Königs ausgegeben wurden, eine gleiche Serie erschien schon
      1780, warscheinlich auf 40 Jahre Regierung.

      Bild 1 und 2: 1 Taler 1786 B, Breslau, Olding Nr. 86
      Bild 3 und 4: 1 Taler 1786 A, Berlin, (17.A.86), Olding Nr 70 Anmerkung

      Damit ist für dieses Jahr erstmal Schluß, später dann zu den umfangreichen Prägungen für die Provinzen.

      Viele Grüße und ein erfolgreiches Jahr 2016 von numis68
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      numis68 schrieb:

      Ich verwende eine einfache Digitalkamera von Aldi (Medion), die Aufnahmen erfolgen bei Tageslicht auf dem
      Fensterbrett, kein Sonnenlicht ! Farbiger Untergrund ist wichtig, die Aufnahmen erfolgen im kleinen Format und
      dann vergrößere ich mit der Kamera auf die gewünschte Größe (Zoom und Zuschneiden), wichtig ist dann die
      Bildbearbeitung mit dem Computer: Bilder bearbeiten - Helligkeit und Kontrast = fertig.

      Danke für die INFO, numis68. Hatte bei der guten Qualität der Photos 'ne mächtige Photoausrüstung erwartet.
      Heut möchte ich forfahren mit der 4. Münzperiode:
      Das Provinzialgeld im Königreich Preußen 1740 bis 1786

      Die einzelnen Provinzen des preußischen Staates lagen geografisch
      teilweise weit voneinander entfernt, sie waren von den
      angrenzenden Staaten abhängig und somit mußte sich das Münzwesen, besonders das Kleingeld, auch den Nachbarn anpassen.
      Ich stelle das Provingeld in folgender Reihenfolge vor:
      1. Provinz Brandenburg
      2. Provinz Ostpreußen
      3. Provinz Schlesien
      4. Westliche Provinzen (Kleve, Mark und Ostfriesland)

      Zu 1. Provinzprägungen für die Mark Brandenburg
      Es galt folgende Rechnungsweise: 1 Taler = 24 Groschen zu je 12 Pfennige = 288 Pfennige.
      Durch Kleingeldmangel begann die Prägung bereits ab 1741 mit 1 und 2 Pfennigen sowie 1/48 Talern (Sechser), ab 1751 dann
      auch mit 1/24 Talern (Groschen).
      Ab 1751 wurden 1 und 3-Pfenigstücke erstmals in Preußen aus Kupfer geprägt, diese Prägung wurde aber wieder 1755 eingestellt,
      da sie unbeliebt waren und in den Nachbarstaaten verrufen wurden. Bilder dazu sind im Beitrag von ischbierra vom 26.10.2015 zu sehen!

      Auch heut noch tauchen häufig Groschen der Jahrgänge 1782,83,84 aus reinem Kupfer auf, das sind keine preußischen Prägungen, sondern
      Fälschungen aus England (Birmingham), die dort in großen Mengen geprägt und noch bis zum Anfang des 19. Jahrhundert nach Preußen
      geschleust wurden und auch im Geldvekehr umliefen (siehe Bilder 3 und 4).

      Bild 1 und 2: 1/24 Taler 1753 G (Stettin), 1/24 Taler 1754 F (Magdeburg), 1/24 Taler 1755 A (Berlin)
      Bild 3 und 4: 1/24 Taler 1765 F (Magdeburg), 1/24 Taler 1782 A (Berlin), 1/24 Taler 1783 A, englische Kupferfälschung

      Gleich gehts weiter




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      Hallo,
      hier noch einige Bilder zu den Provinzmünzen von Brandenburg.
      Nach einem Edikt vom März 1752 sollten die Kleinmünzen (Scheidemünzen) nur in den Provinzen gelten,
      für die sie geprägt wurden, das wurde nicht immer eingehalten, so kursierten die Sechser (1/48 Taler) in
      den meisten Provinzen, sie dienten auch der Soldzahlung der Soldaten.

      Bild 1 und 2: 1/48 Taler 1741 EGN, Berlin, Münzmeister Ernst Georg Neubauer, 1/48 Taler 1744 EGN,
      1/48 Taler 1749 CHI, Berlin, Münzmeister Christian Heinrich Jaster.
      Bild 3 und 4: 1/48 Taler 1753 F, Magdeburg, 1/48 Taler 1749 GK, Kleve, Münzmeister Georg Küster,
      1/48 Taler 1753 G, Stettin, 1/48 Taler 1776 A, Berlin.
      Bild 5 und 6: 1 Pfennig 1742 EGN, Berlin, 1 Pfennig 1777 A, Berlin, 3 Pfennig 1742 EGN, Berlin.

      Bald geht es weiter, Gruß numis68
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „numis68“ ()

      Ich werfe mal schnell meinen Groschen von 1786 dazwischen. Bei Ostpreussen und Cleve kann ich dann auch je ein Stück beisteuern.
      Gruß ischbierra
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      • 1740-1786 Friedrich II. Groschen 1786 A, KM 296 (1).JPG

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      • 1740-1786 Friedrich II. Groschen 1786 A, KM 296 (2).JPG

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