Kleinstbarren - ein Geldvernichtungssystem für Anleger ?

      Kleinstbarren - ein Geldvernichtungssystem für Anleger ?

      Liebe Barrenfreunde,

      ich bin heute bei der Lektüre des Spiegel Online auf eine Anzeige eines Gold- und Silberbarren-Shops gestossen. Interessiert, wie ich nun mal bin, habe ich gleich mal reingeschaut. Man muss ja heutzutage - Stichwort: Null-Prozent-Zinsen - schauen, wo man sein Geld sicher und "wertbeständig" anlegen kann. Nun ... ähm ... die Angebote haben mich, ehrlich gesagt, doch ein wenig entsetzt. Z. B. 1-Gramm-Goldbarren - Verkaufspreis 40,16 € zuzgl. Versandkosten / Ankaufspreis 30,90 € (zuzgl. Versandkosten). Wenn ich den Barren also heute kaufe und morgen wieder verkaufe, dann mache ich einen Verlust von sage und schreibe 23,1 %, Versandkosten noch garnicht eingerechnet. :(


      Weitere Beispiel: 31,1-Gramm-Silberbarren Verkauf 27,60 € / Ankauf 12,78 €. Verlust ohne Versandkosten 46,3 %.



      Was ist das ? Ein Versuch demente Senioren abzuzocken oder ein Geldvernichtungsaystem ? Da weiß man doch sein Sparbuch mit "0,5 % Zinsen" wieder zu schätzen, was ! ;)
      mit freundlichem Gruß

      IVSTVS
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      Quidquid agis prudenter agas et respice finem. Was auch immer du tust, tue es weise und bedenke das Ende.

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      @justus

      denkbar schlechtes Beispiel. Die Winzlinge sind weder Sammelbarren noch eine sinnvolle Geldanlage.
      Prägebarren werden wie Münzen geprägt und da fallen bei den sehr kleinen Formaten die Herstellungskosten stark ins Gewicht.

      Bei einem 100-Gramm-Barren fallen diese nur einmalig an. Bei 100 x 1 Gramm macht dies schon einen gewaltigen Unterschied.
      Als Geldanlage eignen sich die Formate ab ca. 10 Gramm. Richtig sinnvoll wird es aber erst ab einer Unze aufwärts. Hier ist der Spread (Differenz zwischen An- und Verkauf) dann meist niedriger als bei vergleichbaren Anlagemünzen (Krügerrand, Maple, Philharmoniker...). Bei den Anlagemünzen hast du die selbe Situation. 20 x 1/20 Maple Leaf kosten wesentlich mehr als eine ganze Unze am Stück. Entsprechend sind auch da die Kleinstformate eher ein nettes Geschenk als eine sinnvolle Geldanlage.

      Mach deinen Preisvergleich mal bei 100-Gramm-Goldbarren oder bei Kilobarren ;)

      Beim Silber das selbe in Grün, wobei du da auch die 19% MwSt nicht vergessen darfst, welche beim Ankauf leider entfallen (Händler muss die beim Wiederverkauf ja erneut aufschlagen).

      Sammelbarren sind wiederum ein völlig anderes Thema. Sammelbarren sind zumeist seltene Gussbarren historischer Hersteler (z. B. Rothschild, JM, Engelhard...), welche nicht mehr produziert werden und mit entsprechenden Sammelaufschlägen gehandelt werden.

      Deine Aussage ist generell ja richtig aber bitte ändere der Theadtitel von "Sammelbarren - ein Geldvernichtungssystem für Anleger" in "Kleinstbarren - ein Geldvernichtungssystem für Anleger" ;)
      goldbarren-wiki.de/

      Gewinnspiel im Münz-Board: Wer bin ich? (Runde 6)

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